Sonntag, 30. November 2014

Am frühen Nachmittag fahre ich nach Baan Amphur und als Erstes zu Gai um die Ba Bät Angelegenheit zu klären. Gai erklärt mir, dass sie Ba Bät misstraut und sagt, ich könne Ba Bät 1,000 Baht geben und sie würde dann Reis und Hühnerklein kaufen und es ihr geben. 

Anschließend fahre ich in den Tempel, um mich mit Khun Chai zu treffen. Er zeigt mir die Hunde die er für eine Sterilisation ausgesucht hat. Es sind drei Hündinnen und ein Rüde. Khun Chai erklärt, dass er alle vier Hunde einfangen könne. Es müssten nur Käfige und der Transport organisiert werden. 

Mit diesem erfreulichen Ergebnis fahre ich in die Royal Residence und treffe dort Da an. Ich erkläre ihr, was ich mit Khun Chai abgesprochen habe und gebe ihr seine Telefonnummer. Alles Weitere könne sie organisieren. 

Anschließend fahre ich zu den Hunden und wir machen unseren gewohnten Strandgang. Ich stelle bei Nico wieder eine Schwellung fest und hole mir deshalb Amoxiklav aus der Apotheke und verabreiche ihm eine 625 mg Kapsel. Nachdem ich die Behälter aufgefüllt habe und Toby sowie Jira wieder Cephalexin verabreicht habe, fahre ich zu Ba Bät, gebe ihr 1,000 Baht und erkläre ihr, dass Gai ihr Reis und Hühnerklein liefern wird. Ich hoffe, dass die Versorgung der Hunde nun auch tatsächlich klappt.

An der Karaoke sehe ich Nacho und die vier Welpen, nicht aber Aya. Ich vermute, dass sie im Unterstand schläft und möchte sie nicht stören.

Im Schrottplatz schaue ich nach Bo. Ich kann ihn jedoch nicht finden und keiner der Arbeiter ist zu sehen. Der Wachmann sagt, dass sich Taco und Bo nicht verstehen und Taco sich nun immer an dem kleinen Laden nebenan aufhält. Luna und Yumi geht es gut. Ich pule ihnen wieder etliche Zecken aus dem Pelz und gehe dann Leila und Carter versorgen.

Samstag, 29. November 2014

Nachdem ich nach Büroschluss Katze und Welpen versorgt habe fahre ich zu Karin, um Boss zur Sterilisation in die Nongprue Klinik zu bringen. Bua und ich laden Boss und Pagaht ein, die erstmal zurück an ihren Stammplatz gebracht werden soll. Bua wird sie dann in einer Woche wieder abholen, wenn die nächste Chemo für sie fällig ist. 

Wir fahren jedoch zunächst nach Tongklom, weil ich Aura auch noch einfangen will, und um mich dann mit der Frau zu treffen, die drei Hunde auf ihrem Gelände hat. Wir fahren zu ihrem Haus und sehen, dass eine Hündin eine TVT Behandlung nötig hat, dass eine weitere Hündin trächtig ist, und dass der Riesenschmiss auf der Stirn von dem Rüden, den ich mit Betaisodona notdürftig behandelt hatte, gut verheilt ist. Bua weiß nun, wo die TVT Hündin zu finden ist und kann sie demnächst abholen. 

Anschließend fahren wir zurück zum Straßenrestaurant und verladen Aura ohne Probleme. Mit den drei Hunden an Bord fahren wir in die Soi Siam Country. Direkt neben der Nongprue Klinik ist der Platz von Pagaht. Wir liefern sie bei den Leuten ab, die sie versorgen und schaffen danach Boss und Aura in die Klinik.
Anschließend fahre ich nach Baan Amphur, hole mir den vorletzten Sack aus Susans Futterspende und fahre zu den Wathunden. Auf dem Weg dorthin treffe ich auf den kleinen räudigen Rüden und gebe ihm 16 mg Ivermectin. Er sieht besser aus. Zu meiner großen Freude sehe ich ein Stückchen weiter Bonnie wieder. Sie will zu mir kommen, aber da mich ein Teil der Meute ausgemacht hat und herangestürmt kommt, sucht sie das Weite. 

An der Vorhalle sind wieder Gläubige versammelt und so gehe ich schnell mit den Hunden an den Strand. Nach unserer Rückkehr in die Vorhalle fülle ich die Behälter auf und versorge Jira und Toby mit Cephalexin. 

Am Markt vor dem Tempeltor sehe ich Ba Bät und frage sie, ob sie die Hunde auch im kommenden Monat versorgen will. Sie sagt zu und bittet mich ihr 2,000 Baht zu geben. Damit würde sie die Hunde mit Reisfutter füttern können. Ich erkläre ihr, dass ich zunächst mit Gai sprechen möchte, um herauszufinden wie wir weiter verfahren können. 

Zurück in Pattaya halte ich kurz an der Karaoke. Nachdem sich nun Yaya und Dingo vertragen, wird Aya von Dingo drangsaliert. Sie humpelt leicht und hat eine Bisswunde an ihrer Flanke. Die anderen vier vertragen sich gut, aber Aya separiert sich.

Auf dem Schrottplatz schaue ich nach Bo. Er trägt den Kragen nicht und hat sich den Verband abgerissen. Seine Pfote sieht nicht gut aus und deshalb bitte ich die Leute mir wieder zu helfen ihn in die Klinik zu bringen, aber niemand hat Zeit.

Freitag, 28. November 2014

Fahre morgens bei Sarah, Ebony, Cherry und Nadia vorbei. Ebony lässt sich ein paar Zecken entfernen, entwindet sich dann jedoch. Nadia ist wie immer enthusiastisch und lässt kaum von mir ab. Sie ist einfach ein sehr liebenswerter Hund.

An der Karaoke lege ich Trockenfutter aus; die Welpen schlafen. Mittags schaue ich erneut nach den Welpen und füttere die Katze. Die Welpen sind alle beisammen und auch Nacho ist dabei.

Am Nachmittag erhalte ich eine SMS, dass Bo, der Hund von den Arbeitern, die sich auf dem Schrottplatz eingerichtet haben, eine Beinverletzung hat. Nach Büroschluss hole ich zwei Katzen bei Amporn ab und bringe sie in die Naklua Klinik. Amporn hat mich gebeten sie sterilisieren zu lassen. Anschließend bitte ich zwei der Arbeiterinnen vom Schrottplatz mir zu helfen Bo in die Klinik zu bringen. Sie transportieren ihn auf einem Scooter. Bo wird verarztet und ich erkläre den Frauen, wie sie Bo die Antibiotika verabreichen müssen.

Anschließend fahre ich zum Best. Rudi bleibt verschwunden. Zum Schluss gehe ich rüber zum Restaurant in der Soi 12, um nach Mangmu zu schauen. Tatsächlich treffe ich sie dort allein an und kann ihr ohne Probleme 24 mg Ivermectin geben.

Donnerstag, 27. November 2014

Mittags füttere ich Welpen und Katze. Die Welpen werden immer unternehmungslustiger und folgen mir bis zum Aufgang zum Pattaya Bazaar. 

Nach Büroschluss treffe ich mich mit Jina und wir fahren zur Nernplubwan Futterhandlung, um die restlichen Säcke Trockenfutter abzuholen. Nachdem ich sie bei mir auf dem Balkon verstaut habe, suche ich nach Mangmu, kann sie jedoch nicht finden. Anschließend fahre ich zum Best, aber auch Rudi ist  abwesend. 

An der Karaoke sehe ich die Welpen in dem schmalen Gang, der zum hinteren Bereich des Pattaya Bazaar führt. Dort, im hinteren Bereich, sind die Welpen ja zur Welt gekommen. Als ich sie rufe, kommen sie herangerannt und auch Nacho kommt hinzu. Die Idylle ist perfekt und ich hoffe, sie wird noch eine Weile andauern.

Mittwoch, 26. November 2014

Jina ruft mich an und fragt mich, ob sie heute Abend mit mir zu den Hunden im Wat fahren kann. Natürlich sage ich zu. Als wir an der Vorhalle ankommen, lasse ich Jina erstmal im Auto, da dem Begrüßungsritual der Hunde direkt beizuwohnen nicht jedermanns Sache ist. Jina macht Fotos und als ich mit den Hunden an den Strand gehe, fängt es an zu regnen, sodass wir uns eine Weile in der Vorhalle aufhalten. Es liegt noch Trockenfutter aus und ich fülle die Behälter nach. 

Danach rufe ich Gai an um von ihr zu erfahren, wie wir mit Ba Bät weiter verfahren sollten. Gai hat noch nicht mir Ba Bät gesprochen und will das bis zum Wochenende tun. Wir werden uns am Sonntagnachmittag treffen und dann hoffentlich eine Lösung finden. Morgen und übermorgen wird Gai in der Vorhalle vorbeischauen, um zu kontrollieren, ob die Hunde gefüttert werden. Trockenfutter ist vorhanden. Am Samstag werde ich wieder zu den Hunden fahren. 

Mittlerweile regnet es stark und Jina macht noch einige Fotos. Wir verabreden uns für morgen Nachmittag. Dann will Jina mir helfen das restliche Futter aus der Nernplubwan Futterhandlung zu holen. Jina setzt mich an der Thepprasit Road ab und ich fahre zu den Hunden dort und gebe Silver und Malee erneut Ivermectin.

Zurück in Pattaya fahre ich zu den Welpen. Wan füttert gerade die Hunde, ich hole frisches Wasser für sie und beschließe den Abend.

Dienstag, 25. November 2014

Auf dem Wege zur Arbeit halte ich bei Nadia, Sarah und Ebony. Ebony hat Zecken im Fell, die ich versuche zu entfernen. Das ist jedoch nicht einfach, da sie immer wieder ein Stückchen davon läuft. Ich muss heute Abend nach ihr schauen und versuchen die Plagegeister zu entfernen. Ich habe auch noch etwas Advocate zurückbehalten, das ich ihr auftragen kann. 

Mittags schaue ich nach den Welpen und der Katze auf dem Dach. Nach Büroschluss treffe ich mich mit Roland Brutscher. Er ist daran interessiert einen Hund zu adoptieren. Ich führe ihn und seine Thai Frau zu den Welpen und er mag besonders Dingo. Seine Frau allerdings scheint sich für die Welpen nicht zu interessieren. Sie möchte lieber einen großen ausländischen Hund haben. Es ist eine Marotte der Thais sich ausländische Hunde zuzulegen. Sie betrachten sie als Statussymbol und ein Thaihund macht eben nichts her. Es ist jedoch zwecklos ihnen das erklären zu wollen. Roland hatte zuvor einen Hund bei Fred gefunden, der ihm gut gefallen hat, und zu dem er auch gleich Kontakt gefunden hatte. Ich rate ihm, sich die Sache gut zu überlegen und dann eine Entscheidung zu treffen. Während unserer Unterhaltung sehe ich die Katze auf dem Dach entlang laufen. Ich bin erleichtert, sie wieder mal zu sehen. 

Nachdem wir uns voneinander verabschiedet habe, fahre ich ins Apartment, hole Korb und Impfstoffe und bringe zuerst Dingo und Lucy zum Impfen in die Naklua Klinik und dann Yaya. Anschließend fahre ich zum Best. Rudi ist anwesend und so kaufe ich ein Stück Fleisch, das Rudi ohne Probleme scheibchenweise einschließlich 24 mg Ivermectin zu sich nimmt. 

Danach füttere ich die Hunde im Slum. Ich sehe Mudita, Sanya und Buck, nicht jedoch die anderen Hunde. Im Talat sehe ich nur Bee und Mom. Am Bauholzplatz liegt Reisfutter für Mirko, Anja und Sila aus. Die Wasserschüssel ist verschwunden aber frisches Wasser steht für die Hunde in aufgeschnittenen 5 Liter Kanistern zur Verfügung. Die werden nicht geklaut. Für Sido, Alfredo, Maya, Mae, Shira, Song, Arkan, Terje, Jule und Raita lege ich Tockenfutter aus. Nadia kommt auch vorbei, aber ihr gebe ich ihr Futter immer an einer anderen Stelle, da sie gern von Raita und Sarah drangsaliert wird. 

Ich halte bei Cherry, Sarah und Ebony. Ebony bekomme ich nicht zu fassen, aber in Cherrys dichtem Pelz stelle ich auch jede Menge Zecken fest. Nachdem ich ihm Dutzende herausgepult habe, hat er genug von der Prozedur. Er ist wieder reif für eine Advocate Kur. Auch bei Taco, Luna und Yumi stelle ich Zecken fest, allerdings nicht so viele wie bei Cherry. Advocate hilft eben nur für etwa einen Monat und die ganze Gegend ist zeckenverseucht. Allerdings scheinen nur bestimmte Hunde befallen zu werden und andere nicht. Bei Mirko, Anja, Sila, Nadia, Raita und Arkan, die ich alle genau untersuchen kann, habe ich nie Zeckenbefall festgestellen können. 

Zum guten Schluss fahre ich noch bei der Hündin an der Soi 12 vorbei. Sie liegt mit einem jungen Rüden und einigen Katzen im Hof eines Apartmenthauses. Ich gebe ihr und dem Rüden wieder 8 mg. Beide sehen gut aus und speziell die Hündin hat sich weitgehend von der Räude erholt. Hunde und Katzen leben dort in friedlicher Koexistenz zusammen und ich sehe mit Erstaunen wie der Rüde einem Kater die Schnauze leckt, wie es die Hunde untereinander machen, wenn sie sich mögen. 

Natürlich schaue ich auch noch nach den Hunden am Restaurant. Ich sehe nur Alien und als er mich sieht, kommt auch Binda angetrabt. Tiger und Mangmu sehe ich nicht. Ich gebe Alien 16 mg und gehe dann um die Ecke, wo die Hunde normalerweise neben einer kleinen Soi liegen. Ich sehe Tiger dort schlafen und er bellt mich an, als ich ihn rufe. Aber nachdem ich mit ihm gesprochen habe, kommt er zu mir und legt seinen großen Kopf in meinen Schoß. Binda und Alien sind mir gefolgt, aber Mangmu sehe ich nicht, auch nicht vor dem Hotel, an dem ich ihr vor drei Tagen das Ivermectin habe geben können.

Montag, 24. November 2014

Morgens, mittags und abends die übliche Routine mit Katzen und Welpen. Die Welpen werden immer selbstständiger und ich finde sie nun schon mal auf der anderen Seite der breiten Zufahrt zum Marktgelände. Abends herrscht dort stets ein reger Busverkehr, der Touristen zu der koreanischen Karaoke und zum Massage Parlour bringt. Die Welpen lernen mit der Gefahr umzugehen und das ist auch nicht anders möglich. Mit jedem Tag ihres jungen Lebens machen sie mehr Erfahrungen, die für ihre weitere Entwicklung so wichtig ist. Alle Welpen kennen nun ihre Namen und erkennen mich auf Entfernung. Zur Zeit sind alle gesund und auch ihre Fellprobleme sind weitgehend behoben. Lucy hat von ihrer starken Bauchentzündung ein wenig schlaffe Haut zurückbehalten aber ich denke, das wird sich auswachsen. Meine Befürchtung, dass sich Dingo separieren würde, hat sich glücklicherweise nicht bestätigt. Er und Yaya kommen nun auch besser miteinander aus und die Beißerei unter den Welpen hat sich auch gelegt. Wenn sie nun miteinander spielen, kann ich keine Aggressionen mehr erkennen.

Am frühen Abend fahre ich in die Thepprasit Road um Silver und Malee Ivermectin zu geben. Silvers Zustand hat sich stabilisiert. Ihre Haut ist abgetrocknet und schorffrei. Die Schocktherapie hat also gewirkt. Malee sehe ich auch wieder. Sie sieht ebenfalls besser aus. Ich gebe beiden und auch dem Rüden, der ganz leicht räudig ist, Ivermectin. Den leeren Streifen, den ich dem Wachmann gegeben habe, finde ich am Boden. Er hat also die Tabletten verteilt. Ich werde nun jeweils auf dem Wege zum Wat bei den Hunden vorbeifahren und die Therapie fortsetzen. 

Auf dem Rückweg halte ich beim Best, um Rudi zu versorgen, er ist jedoch unterwegs. Anschließend treffe ich mich mit einer Freundin und feiere ein wenig Geburtstag.

Sonntag, 23. November 2014

Fahre mittags zur Karaoke und versorge Katze und Welpen. Anschließend hole ich Advocate für Satya und Panya und fahre dann zu Karin. Karin hat mir mitgeteilt, dass Alana entlaufen ist. Wir hoffen, dass sie sich wieder einfindet oder zum Amari Strand zurück läuft. Ich spreche mit Karin über die Hunde an dem Haus, zu dem mich die Frau aus dem Restaurant weiter oben an der Straße geführt hatte. Wir verabreden am Samstag dort mal nachzuschauen. 

Ich fahre weiter nach Tongklom. Auras letzter Welpe hat ebenfalls einen Abnehmer gefunden. Aura kann nun sterilisiert werden. Vielleicht können wir sie dann auch gleich mitnehmen. Im Straßenrestaurant gebe ich der Frau, die für die Hunde Reisfutter kocht, 400 Baht. Ich versuche das Haus wiederzufinden, das mir die Frau gezeigt hat, bin jedoch nicht erfolgreich. Deshalb halte ich bei der Frau und sie ist einverstanden, Karin und mich dort hinzuführen. 

Auf dem Weg zum Wat halte ich bei einer Hündin, die mir zuvor aufgefallen ist. Sie scheint an TVT zu leiden. Ich spreche eine Frau an und sie teilt mir mit, dass sie die Hündin mit füttert und dass sie ihr auch schon Medikamente gegeben hat. Vielleicht kann Karin der Hündin helfen.

An der Vorhalle sehe ich keinen der Hunde, aber als ich nach der Säuberung und der Füllung der Behälter an den Strand gehe, überfällt mich die Meute, die unter den Booten geschlafen hat. Wir gehen den Strand entlang und auch mal wieder auf die Mole und auf dem Rückweg an den Tümpel. Die Hunde lieben es sich dort abzukühlen, wenn es so heiß wie heute ist. Scottie nimmt wie immer ein Vollbad und ich sehe ihn dieses Mal sogar komplett untertauchen. 

Zurück an der Vorhalle behandele ich Satya und Panya mit Advocate. Satya muss sich zudem einer erneuten Ohrreinigung unterziehen, was ihr garnicht behagt. Jira und Toby bekommen wieder Cephalexin eingeflößt. Die Naklua Runde schaffe ich wieder nicht, aber die Hunde werden ja normalerweise von den Anwohnern versorgt und Trockenfutter steht für sie ebenfalls bereit.

Samstag, 22. November 2014

Schaue nach Büroschluss nach den Welpen und versorge die Katze auf dem Dach. Die habe ich allerdings schon seit einiger Zeit nicht mehr gesehen. Das ausgelegte Futter ist aber immer verschwunden.

Anschließend fahre ich nach Baan Amphur und spreche mit Phai über Sterilisationsaktionen, die Susan gern durchgeführt haben möchte. Phai erklärt sich bereit Kontakt zu Pop zu halten und die Nachbarin aufzusuchen, sobald die auf ihrem Grundstück ist. Sie übergibt mir 1,150 Baht, die ich für 20 Einheiten Ivermection ausgegeben habe. Es ist eine Spende von Susan.

Ich rufe Khun Chai an, der weiß welche Hunde im Tempelgelände sterilisiert werden müssen. Er hat allerdings an diesem Wochenende keine Zeit und wir verabreden uns am kommenden Samstag zu treffen.

Anschließend fahre ich weiter nach Plutaluang. PAC führt dort eine Impfaktion durch und ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich ungehindert im Camp umzusehen. Ich suche alle Gehege ab, kann jedoch keinen der verschwundenen Hunde entdecken. Auch Randy finde ich nicht. Im Camp sind etwa achthundert Hunde untergebracht. Seitdem PAC die Anlage im Auge hält, haben sich die Verhältnisse dort etwas gebessert. Alle Hunde sind sterilisiert und geimpft. Räudige Hunde werden behandelt und in einem separaten Gehege gehalten. Welpen werden auch separat gehalten. Jetzt wo die Regenzeit vorüber ist, liegen die Hunde im Trockenen aber ihre Lage ist trotzdem weit davon entfernt lebenswert zu sein. Es ist für sie nichts anderes als lebenslange Haft.

Zurück in Baan Amphur spreche ich mit Gai, um die Bezahlung für Ba Bät zu klären. Gai erklärt mir, dass Ba Bät unehrlich sei und die Hunde nicht regelmäßig versorgt habe. Sie habe möglicherweise einen Mann, der den Job übernehmen könnte. Wir wollen am Mitwoch erneut über die Situation sprechen.

Ich fahre zur Futterhandlung und hole mir den drittletzten 10 kg Sack aus Susans Futterspende. Auf dem Weg zur Vorhalle treffe ich auf den kleinen räudigen Rüden und gebe ihm wieder 16 mg Ivermectin. An der Vorhalle stelle ich fest, dass Trockenfutter ausgelegt wurde und dass die Hunde nicht hungrig sind. Ich fülle Wasser auf und gebe noch etwas Trockenfutter hinzu. Dann machen wir unseren Strandgang mit einem Abstecher zum Frischwassertümpel.

Anschließend versorge ich Jira und Toby mit Cephalexin. Rashids Wunde am Ohr ist nun am Abheilen. Er hat noch einige Macken an den Läufen, die ich mit Betaisodona behandele. Satya pule ich erneut Zecken aus dem Pelz und auch bei Panya stelle ich nun einige Zecken fest.

Zurück in Pattaya halte ich an der Karaoke. Nacho, Aya, Lucy, Shanti und Dingo spielen miteinander und Yaya schläft tief und fest auf einem Absatz vor dem Eingang zur Massage. In der Soi 12 suche ich nach der räudigen Hündin und gebe ihr 16 mg Ivermectin. Es geht ihr gut.

Danach gehe ich rüber, um nach Tiger und seinen Begleitern zu sehen. Sie liegen wieder an der Rückseite des Restaurants. Ich setze mich zu ihnen und versuche der räudigen Hündin, die ich nun Mangmu nenne, Ivermectin zu geben. Die einmalige Dosis von vor einigen Tagen hat schon geholfen und deswegen ist es so frustrierend, dass sie nicht weitere mit Ivermectin präparierte Wurststückchen zu sich nehmen will. Sie ist sogar so ängstlich, dass sie ein Wurststückchen wieder ausspuckt als Alien, der zweite Rüde sich ihr nähert. Alien habe ich so genannt, weil er so schräggestellt Augen hat. Ihm das Ivermectin zu geben ist problemlos. Wenn nicht gerade Tiger in unmittelbarer Nähe ist, schnappt er es sich vor Mangmu und Binda, der zweiten Hündin. Mangmu bedeutet „blind“ auf Chinesisch. Ich habe Mangmu so genannt, weil sie offenbar ganz schlecht sieht. Es kann sein, dass mit der Heilung der Räude sich auch ihr Sehvermögen wieder bessert.

Als ich schon aufgeben will und mich wieder auf den Weg ins Apartment aufmache, sehe ich dass Mangmu auf die andere Straßenseite und in Richtung eines Hotels läuft. Ich folge ihr unauffällig, sodass die anderen Hunde mich nicht sehen und erwische Mangmu tatsächlich allein. Nun nimmt sie ohne Weiteres 16 mg zu sich. Ich muss einfach Geduld mit ihr haben.

Freitag, 21. November 2014

Nachdem ich morgens Leila und Carter versorgt, und morgens, mittags und nach Büroschluss nach den Welpen geschaut habe, bringe ich Aya und Shanti in die Naklua Klinik, in der sie die erste Kombiimpfung erhalten. Lucy, Yaya und Dingo hatten die erste Impfung ja schon in der Nongprue Klinik erhalten und sind für die zweite Impfung am Wochenende dran, wenn ich dazu Zeit finde. 

Zurück an der Karaoke stelle ich fest, dass jemand die Behausung der Welpen plattgemacht hat und so rekonstruiere ich sie als Sommerbau. Nun da die Regenzeit vorbei ist, benötigen die Welpen einen schattigen Unterschlupf in dem sie die Hitze des Tages verschlafen können. 

Wan kommt mit Plastiktüten voller Reisfutter und Hähnchenfleisch und füttert die großen und die kleinen Hunde. Auch Nacho ist dabei und hat sich jetzt wohl vollständig eingelebt. Er hat zwar immer noch einige kahle Stellen im Fell, aber sie sind nicht entzündet und beeinträchtigen ihn nicht.

Anschließend fahre ich zum Best und verabreiche Rudi 16 mg Ivermectin, die er nach einiger Verweigerung dann doch zu sich nimmt. Rudi muss nun jeden zweiten Tag 8 mg bekommen, um die Räude in Schach zu halten. Danach ist Aiwa dran. Sie bekommt ihre Erhaltungsdosis von 8 mg und sieht recht gut aus. Beide Hunde leiden ja an Demodex Räude und die ist bei älteren Hunde sehr schwer zu heilen, aber bei regelmäßiger Gabe von Ivermectin zumindest unter Kontrolle zu halten, sodass die Hunde nicht unter ihr leiden müssen.

Donnerstag, 20. November 2014

Nachdem ich nach Büroschluss eine kurzen Abstecher zu den Welpen gemacht habe, fahre ich zur Dr. Praew Klinik in der Soi Khao Talo um das Resultat des Zelltest, vorgenommen an Boss TVT, zu erfahren. Das Resultat ist nicht eindeutig und deshalb möchte Dr. Praew einen neuen Zelltest nächste Woche machen, wenn Boss bereit für die Sterilisation ist.

Ich fahre weiter zur Futterhandlung in der Soi Nernplubwan und hole mir einen weiteren 20 kg Sack und bunkere ihn bei mir auf dem Balkon.

Später am Abend schaue ich erneut nach den Hunden an der Karaoke. Ich treffe Wan an, die die die großen und kleinen Hunde füttert. Leider habe ich keine Kamera dabei um das schöne Bild festzuhalten. Anschließend nehme ich mir mal ein paar Stunden frei.

Mittwoch, 19. November 2014

Ich absolviere morgens, mittags und nach Büroschluss die übliche Routine im Pattaya Bazaar und fahre anschließend zum Best, wo ich Rudi antreffe. Rudi tut mir den Gefallen und nimmt 24 mg Ivermectin, dieses Mal eingewickelt in hauchdünne Fleischscheiben, zu sich. 

Auf dem Wege zum Wat halte ich an dem Restaurant in dem Yao arbeitet und gebe ihm 3 Schachteln Ivermectin. Die Tabletten reichen für die zwei räudigen Hunde für drei Wochen. In der Futterhandlung hole ich mir einen 10 kg Sack Trockenfutter und fahre damit zu Susans Condo um Phai zu treffen. Ich will mit ihr die Sterilisationsaktionen der Hunde von Pop, der Hunde auf dem Nachbargrundstück und der Tempelhunde planen. Phai hat allerdings erst am Samstag Zeit.

Auf dem Wege zum Wat treffe ich auf Prince und Tessa. Ich vermisse Bonnie, die ich schon wieder einige Tage nicht gesehen habe. An der Vorhalle sind alle Hunde beisammen. Das Trockenfutter ist nicht angerührt, aber die Hunde scheinen mit Reis versorgt worden zu sein. Beim Säubern und Füllen der Behälter stelle ich einen stechenden Geruch von verdorbenem Fleisch fest, und als ich dem Geruch nachgehe sehe ich zu meinem Entsetzen den schon halb verwesten Körper von Dang im Gebüsch liegen. Er ist offensichtlich vergiftet worden und hat sich dann an den Platz zurückgeschleppt, an dem Karin ihn abgesetzt hat. Es ist sehr traurig, dass ich nicht in der Lage war ihn in das Rudel integrieren zu können. Ich mache mir nun auch Sorgen um Bonnie. Mit einem der Tempelanwohner hatte ich kürzlich eine unangenehme Begegnung, und dem traue ich jede Gemeinheit zu.

Rashids Wunde ist abgetrocknet, ich versorge sie jedoch noch einmal mit antibiotischem Puder und lasse ihn den Kragen noch bis zum Samstag tragen. Toby bekommt wieder Cephalexin.

Auf dem Rückweg halte ich an der Thepprasit Road. Ich versorge die Hunde erneut mit Ivermectin, allerdings ist Malee wieder nicht zu finden. Deswegen fahre ich zu dem Wachmann an der Pattaya Mail und gebe ihm einige Tabletten. Er sagt, dass er Malee täglich sehe. 

Ich fahre weiter in das Tuk.com Parkhaus, um dort nach den Welpen zu sehen. Leider ist der Welpe, der so zutraulich war, verschwunden. Auch die neugeborenen Welpen kann ich nicht finden, obwohl ich das ganze Parkhaus absuche. Es liegt jede Menge Reisfutter herum, von dem ich mir etwas für die Slumhunde und Nadia mitnehme.

An der Karaoke treffe ich Wan, die die großen und kleinen Hunde füttert. Wenigstens hier gibt es heute keine Probleme und die Welpen, einschließlich Nacho, sind wohlauf. 

Ich fahre weiter zum Slum und verteile das Reisfutter an Sanya, Mudita, Nicky und Kali. Anschließend fahre ich rüber zum Talat wo es eine stürmische Begrüßung mit Mom, Bee und Bobby gibt. Diana ist auch zugegen aber sie ist ja nicht so aufgedreht. Zum Schluss mache ich noch einen Abstecher zu Nadia und den anderen Nakluahunden. Für sie liegt Reisfutter aus. 

Am Freigelände sammele ich mal wieder Müll zusammen und am Schrottplatz muss ich Taco und Yumi Zecken aus dem Pelz pulen. Luna ist, seitdem sie angefahren wurde, nicht mehr so wuselig. Köperlich hat sie aber nichts zurückbehalten. Ausnahmsweise lässt sich Khiaow mal ausgiebig streicheln. 

Den abendlichen Abschluss widme ich Tiger und seinen Begleitern. Ich bleibe lange bei ihnen sitzen und ein älterer Herr bleibt bei uns stehen und wir kommen ins Gespräch. Es stellt sich heraus, dass er ein Fotograf ist und ich frage ihn, ob er nicht Lust hätte einige Fotos von mir und den Hunden in Naklua zu machen. Er sagt zu und will mich anrufen. Mittlerweile haben sich die Hunde verteilt und ich habe Gelegenheit der stärker räudigen Hündin auch endlich Ivermectin zu geben. So hat der Tag doch noch ein gutes Ende gefunden.

Dienstag, 18. November 2014

Leila und Carter werden morgens versorgt und mittags die Welpen und Nacho. Ich nutze die Gelegenheit Nacho die Fäden zu ziehen. Seine Operationswunde ist gut verheilt. 

Nach Büroschluss hole ich mir Katzenfutter und am Abend mache ich die Futterrunde in Naklua. Tiger und die anderen Restauranthunde treffe ich dabei, aber leider mache ich die gleiche Erfahrung mit der Ivermectinvergabe für die räudige Hündin wie gestern. Ich muss einfach öfter zu den Hunden gehen, um eine günstige Situation abzupassen, in der ich die Hündin allein antreffe.

Montag, 17. November 2014

Carter, der Straßenkämpfer, besucht uns nun regelmäßig und holt sich sein Futter ab. Ich nähere mich ihm immer noch vorsichtig, denn er hat schon mal zugeschnappt. Heute Morgen streichele ich ihn ganz vorsichtig und er lässt es sich gefallen. Seitdem er weiß wo er gutes Futter bekommt, hat sich sein Fellzustand wesentlich verbessert. Allerdings kommt er öfters mit Wunden an, aber das scheint für ihn normal zu sein und die Wunden heilen immer von selbst. Leila wird auch immer zutraulicher. Sie lässt sich von mir auf den Arm nehmen und legt sich schon mal auf die Seite und ich kann ihr den Bauch kraulen.

Mittags und abends versorge ich die Welpen und Nacho. Ich habe am Morgen Post von Suki, einer freundlichen Frau aus Bangkok bekommen. Suki hat von Lähmung des Vorderlaufs von Boss erfahren und hat mir Tanakan, eine Gingkosubstanz, geschickt. Sie teilt mir mit, dass sie gute Erfolge damit gehabt hat.
 
Nach Büroschluss fahre ich zu Karin und verabreiche Boss die erste Dosis Tanakan. Bua wird so freundlich sein, die Therapie täglich fortzusetzen wenn ich nicht da sein kann.

Anschließend fahre ich zur Thepprasit Road um Silver und Malee Ivermectin zu geben. Silvers Zustand hat sich stabilisiert. Leider finde ich Malee nicht.

An der Karaoke spielen die Welpen mit Nacho und die großen Hunde liegen auf der Baustelle. Ich gebe Ivan und Nacho je 8 mg Ivermectin.

Ich fahre weiter zum Best und gebe Rudi 8 mg. Sein Zustand ist nicht zufriedenstellend und ich muss ihm nun mindestens alle zwei Tage 8 mg verabreichen. Allerdings mag er die Medizin nicht nehmen und es bedarf immer einiger Überredungskünste bis er schließlich die in einer Fleischscheibe verpackte Tablette zu sich nimmt.

Aiwa wird auch versorgt und dann halte ich an dem Haus, in dem Richie die vergangenen Wochen gelegen hat. Ich sehe sie nicht und frage deshalb die alte Frau, die sich um Richie kümmert. Die Frau teilt mir mit, dass Richie eines natürlichen Todes gestorben sei. Richie war ja schon sehr alt und hat es immerhin in ihren letzten Wochen gut gehabt. RIP Richie.

Ich fahre weiter zu der Hündin an der Soi 12. Ich treffe sie am Freigelände. Ihr Zustand hat sich weiter verbessert und sie strahlt mich an als sie mich sieht. Ich gebe ihr 8 mg. Ich sehe in der Nähe auch den schwarzen Rüden, der leichte Räude hat. Er hat keine offensichtlichen Fellprobleme mehr. Auch ihm gebe ich 8 mg. 

Dann gehe ich rüber, um den Restauranthunden Ivermectin zu geben. Ich sehe sie jedoch nicht an ihrem gewohnten Platz und gehe sie suchen. Tiger und zwei seiner Begleiter finde ich in der Nähe und ich gebe ihnen Ivermectin. Tigers Zustand ist nun ziemlich gut und der Zustand des Rüden hat sich verbessert. Die Hündin hat sowieso keine offensichtlichen Probleme. Die zweite, stark räudige Hündin sehe ich nicht. Ich gehe rüber zum Restaurant und die Hunde folgen mir. Die räudige Hündin taucht auch auf und ich versuche ihr Ivermectin zu geben. Sie nimmt aber die Wurststückchen aus Angst vor den anderen Hunden nicht. Ich versuche alle Tricks, muss aber nach einer halben Stunde aufgeben. Hoffentlich kann ich die Hündin morgen mal allein antreffen.

Sonntag, 16. November 2014

Am Morgen treffe ich mich mit Michael. Wir wollen uns ein Pethotelprojekt ansehen, das im Entstehen ist. Ein gemeinsamer Bekannter von uns, Wolfgang, ist einer der Initiatoren. Leider stellt sich heraus, dass es zwischen den Gründungspartnern schon Konflikte gibt. Es bleibt abzuwarten ob sich aus dem Projekt eine Perspektive entwickeln kann.

Anschließend treffe ich mich mit Tina McReady, einer Ehrenamtlichen von K9Aid, die für ein paar Tage in Pattaya ist. K9Aid hat 400 AUD für die Behandlung von Boss zusammenbekommen und hat vor, mich weiterhin von Fall zu Fall zu unterstützen. 

Nach einer sehr guten und intensiven Unterhaltung mit Tina fahre ich zu Karins Haus. Bua und ich versuchen Chula, Boss, Pagaht und Nemo ins Auto zu bekommen. Nemo und Pagaht bereiten keine Probleme, aber Boss mag nicht mitkommen und rennt vor mir davon. Schließlich gelingt es Bua ihn mit einem Futtertrick in die Transportbox zu bekommen. Bei Chula allerdings scheitern wir. Sie lässt sich partout nicht einfangen und als ich sie schließlich in einer Ecke habe und hochheben will, schnappt sie nach mir. Wir müssen es nächste Woche erneut mit ihr versuchen und sie möglicherweise sedieren.

In der Klinik wird Boss untersucht, ob die Chemotherapie fortgesetzt werden muss. Es wird ein Schmiertest vorgenommen; das Resultat wird kommende Woche vorliegen.

Auf dem Weg zurück zum Apartment hole ich den ersten Sack Futter von der Futterhandlung in der Nernplubwan, und nachdem ich ihn bei mir deponiert habe, fahre ich zum Baan Amphur Futterhandel und hole mir den vierten 10 kg Sack der Futterspende von Susan. An der Vorhalle treffe ich Esa und Dai, die häufig zu den Hunden an den Strand kommen. Sie berichten mir, dass sie jemanden den Hunden Reisfutter haben geben sehen. Ihre Beschreibung passt allerdings nicht auf Ba Bät. Wie auch immer, die Hunde scheinen gut versorgt zu werden, denn sie stürzen sich nicht auf das Trockenfutter, das ich ihnen gebe. Meine Suche nach Dang bleibt vergeblich. Nach untererem Strandgang versorge ich Rashids Wunde und flöße Toby Cephalexin ein.

Als ich am späten Abend aufbrechen will, um nach Tiger und den drei anderen Hunden zu sehen, und um die Hündin an der Soi 12, Aiwa und Rudi mit Ivermectin zu versorgen, fängt es an zu regnen und ich muss die Verabreichung auf morgen verschieben.

Samstag, 15. November 2014

Mittags rufe ich die Welpen aus dem Verschlag und alle fünf kommen verschlafen hervorgekrochen. Dingo und Yaya scheinen sich nun einigermaßen zu verstehen. Die bisher stillgelegte Karaoke scheint wieder hergerichtet zu werden, sodass ich das Puppyfutter nicht mehr in den Eingang legen kann. Jemand hat den Hunden Reisfutter hingelegt und ich lege noch etwas Trockenfutter hinzu. Die Welpen sind jedoch nicht besonders hungrig.

Am Spätnachmittag fahre ich zum Wat. Der Futterladen hat geschlossen, aber als ich in der Vorhalle ankomme, ist ein Sack noch fast gefüllt. Die Hunde sind offensichtlich versorgt worden. Ich erneuere nur das Wasser und fülle Trockenfutter bis morgen auf. Leider bleibt Dang verschwunden. Rashid trägt noch seinen Kragen und die Wunde ist etwas zugewachsen aber immer noch nass. Ich behandele sie wieder mit antibiotischem Puder. Wir machen unseren Strandgang und als wir zurückkommen sehe ich Kun die Strandhunde füttern.

Am späten Abend mache ich die Naklua Runde. Die Slumhunde bekommen Puppyfutter. Kalis Bauch wird immer fülliger. Sie wird ihre Jungen wohl bald bekommen. Zum Glück ist die Regenzeit wohl vorbei, sodass sie eine Überlebenschance haben. Allerdings ist Kali sehr scheu und wird sie gut verstecken. Die Bauholzplatzhunde sind alle beisammen, Mirko, Anja und Sila begrüßen mich wie immer ganz lieb. Arkan und Nadia freuen sich auch wie verrückt. Ich gebe Sarah, Ebony und Cherry ebenfalls Trockenfutter, allerdings werden sie sowieso gut versorgt. Zum Schluss besuche ich die Schrottplatzhunde. Taco sehe ich jeden Tag vor dem Tor, aber auch Luna, Yumi und Khiaow geht es gut.

Freitag, 14. November 2014

Morgens sehe ich an der Karaoke Dingo wieder. Es geht ihm gut und eine weitere Verabreichung von Antibiotika ist nicht mehr notwendig.

Nach Büroschluss schaue ich erneut nach den Welpen, füttere sie und stelle ihnen frisches Wasser hin. Danach fahre ich in die Soi Nernplubwan, wo ich Heidi und Rene Mathys am Futterladen treffe. Im Laden wird eine Vereinbarung getroffen, dass ich für 5,000 Baht Futter dort holen kann. Karin schreibt mir, dass eine Frau aus Bangkok einen 20 kg Sack Trockenfutter im Royal Cliff für mich hinterlegt hat und so hole ich ihn später am Abend ab.

Donnerstag, 13. November 2014

Versorge die Tiere morgens und abends. Dingo sehe ich nicht und kann ihm deswegen seine Medizin nicht geben. Lucy hat sich völlig erholt und tollt mit Yaya, Shanti und Aya herum. Shanti und Aya muss ich, wenn ich am Wochenende Zeit finde, zum Impfen in die Naklua Klinik bringen.

Nach Büroschluss treffe ich mich mit Rene Kaltenbrunner und Heidi Mathys. Sie sind aus der Schweiz zu Besuch in Pattaya und bieten mir an, mich mit einer Futterspende zu unterstützen. Ich werde sie morgen Abend in einer Futterhandlung in der Nernplubwan wieder treffen, wo sie mir einen Gutschein aushändigen wollen.

Anschschließend fahre ich zu Karin, um nach Boss und Alana zu schauen. Alana hat sich gut zurechtgefunden und Boss ist in seiner stillen Art froh sie bei sich zu haben.

Auf dem Weg zum Wat halte ich bei Aura. Sie hat nun nur noch einen Welpen behalten der leider eine böse Wunde an seinem Schwanz aufweist. Es sieht so aus als wäre sein Schwanz mit einer Schnur abgebunden worden. Schmerzen hat der Kleine aber nicht und die  Wunde ist trocken.

Im Wat suche ich wieder vergeblich nach Dang. Alle anderen Hunde sind wohlauf und Ba Bät war offensichtlich da, denn das Trockenfutter ist nicht angerührt und die Hunde sind nicht hungrig.

An der Karaoke treffe ich Wan aber nach Dingo suche ich vergeblich. Nacho ist froh nicht mehr von mir drangsaliert zu werden und Lucy bekommt von mir die letzte Dosis Cephalexin.

Beim Best kaufe ich Rippchen und verteile sie sowie Puppyfutter an die Slumhunde. Ich hoffe, Sanya ist dann bald soweit, dass auch sie sterilisiert werden kann. Bliss liegt mir auch noch im Magen, ich hoffe ich finde in der kommenden Woche Zeit sie mit Hilfe von Acepromazine einzufangen.

Mittwoch, 12. November 2014

Heute bekommen Dingo und Lucy das letzte Mal Cephalexin am Morgen. Die kommenden zwei Tage werde ich ihnen das Antibiotikum dann nur noch abends verabreichen. Ich lege Puppyfutter aus und gehe ins Büro. 

Mittags füttere ich wie üblich die Katze und schaue auch wieder nach den Welpen, die jedoch die Mittagshitze verschlafen. Bua ruft mich an, dass er schon am Amari auf mich wartet. Ich fahre schnell rüber an den Strand und finde Alana unter einem Liegestuhl schlafen. Ich nehme sie auf, trage sie zum Auto und bugsiere sie in die Transportbox. Am Nachmittag schickt mir Karin ein Video mit der Wiedervereinigung von Boss mit Alana.

Nach Büroschluss lege ich erneut Puppyfutter aus und fahre dann zum Wat. Ich besorge mir einen 10 kg Sack Trockenfutter aus dem Kontingent, das Susan bezahlt hat und fahre zur Vorhalle. Auf dem Weg dorthin sehe ich zu meiner großen Freude Tessa und Bonnie. Sie sind in gutem Zustand. 

An der Vorhalle finde ich Dang allerdings nicht. Ich suche alles ab und rufe nach ihm auf dem Strandgang aber er taucht bis zu meiner Rückfahrt nicht auf. Ich muss deswegen morgen erneut zum Wat fahren, um ihm eine Chance zu geben sich einzugewöhnen. Ich hoffe sehr, dass ich ihn wiedersehe. 

Aisha hat sich von der Mole nun zu der weißen Hündin an der Tempelmauer gesellt. Am Strand sehe ich keine Hunde mehr. Ava ist wohl endgültig verschwunden und auch Rosco habe ich schon eine Zeitlang nicht mehr gesehen. 

Rashid hat eine nicht heilende Wunde an seinem Ohr. Ich habe sie mehrfach behandelt, aber da Arnie die Angewohnheit hat, seine Dominanz durch Lecken auszudrücken, wächst die Wunde nicht zu. Ich verpasse Rashid deswegen einen Kragen und pudere die Wunde mit Antibiotikapuder ein. 

Auf dem Rückweg mache ich einen Abstecher zum Tuk.com Parkhaus. Ich habe kein gutes Gefühl den weißen Welpen zur Adoption zu geben, da seine Versorgung nicht garantiert ist. Ich denke daran, den Rüden wegzugeben, aber eigentlich möchte ich keinen der Welpen, denen es nun relativ gut geht, möglicherweise unglücklich machen. Eine Lösung wäre, einen der vier Welpen, die ich nun bei Karin habe, wegzugeben. Zwei Welpen können bei Karin bleiben, aber die beiden anderen muss ich ja irgendwo unterbringen, und ich weiß bis jetzt nicht wo. Ich würde sie allerdings nur zu zweit weggeben.

Die Welpenproduktion hält an. Ich entdecke hinter einem Auto an einer Mauer eine Hündin mit drei neugeborenen Welpen. Das einzig gute an der Situation ist, das die Hunde gut mit Reisfutter versorgt werden. Die Hündinnen zu fangen wird allerdings so gut wie unmöglich sein, denn sie sind sehr scheu. Ich muss zumindest versuchen mich mit den Welpen anzufreunden, damit ich sie später sterilisieren lassen kann.

Nach dem Besuch im Parkhaus fahre ich zur Karaoke und gebe Nacho, Dingo und Lucy ihre Medizin. Nacho hat allmählich buchstäblich die Schnauze voll von der täglichen Prozedur und es dauert, bis ich ihm alle Tabletten und Kapseln in den Hals geschoben habe. Ich werde nun eine Pause einlegen und beobachten wie sich sein Fellzustand entwickelt. Einmal die Woche allerdings werde ich ihm weiterhin 8 mg Ivermectin verabreichen.

Ich fahre weiter zum Best und schaffe es Rudi 24 mg schmackhaft zu machen. Er frisst die Fleischscheiben allerdings nur, um mir einen Gefallen zu tun.

Zum Schluss fahre ich in den Slum. Ich sehe nur Sanya und Mudita. Sanya bekommt den Rest des Fleisches und ich lege für die Hunde Trockenfutter aus. Sanya ist immer sehr hungrig und da sie immer noch ziemlich dünn ist, werde ich ihr in den kommenden Wochen immer mal wieder Fleisch mitbringen.

Dienstag, 11. November 2014

Morgens versorge ich Leila und auch Carter, der nun häufiger vorbeischaut. An der Karaoke rufe ich die Welpen und zu meiner Freude kommen alle vier aus ihrem Verschlag hervorgekrochen. Dingo scheint sich etwas besser zu fühlen. Ich verabreiche ihm und Yaya weiterhin flüssiges Cephalexin, das auch gleichzeitig ihren Fellzustand verbessert. Puppyfutter lege ich ebenfalls aus. 

Nach Büroschluss hole ich Lucy aus der Klinik ab. Sie jammert und zittert als ich sie zu mir nehme, aber als ich sie an der Karaoke absetze, kann sie sich vor Freude kaum lassen, wetzt hin und her und lässt sich von Cassie, Candy und Nacho beschnuppern. Ich gebe ihr wie auch Dingo Cephalexin und Nacho seinen Cocktail. 

Anschließend fahre ich in dieThepprasit Road und gebe Malee und Silver Ivermectin. Ich versuche Silver auch Cephalexin zu geben, aber sie nimmt es weder in Kapselform noch in flüssiger Form zu sich.

Weiter geht es zum Wat, wo ich Dang einige Meter von der Vorhalle entfernt sitzen sehe. Es hat in Baan Amphur geregnet und er ist nass, aber freut sich sichtlich mich zu sehen. In meinem Beisein halten die anderen Hunde Abstand von ihm, sodass er sich, während ich die Behälter fülle, allmählich der Vorhalle nähert. 

Ich gehe mit den Hunden an den Strand und lasse ihn entscheiden, ob er uns begleiten möchte. Es ist schon dunkel und ich sehe die Hunde nur schemenhaft den Strand entlang laufen. Eine weiche Schnauze berührt meine Hand und als ich mich umdrehe sehe ich, dass Dang uns gefolgt ist. Ich ermutige ihn uns weiter zu begleiten und er bleibt den gesamten Hin- und Rückweg dicht an meiner Seite. Zurück in der Vorhalle legt er sich in den Sand. Ich hoffe, dass das Rudel ihn nun aufgenommen hat.

Da es schon sehr spät geworden ist, fahre ich nur noch in den Slum, um Sanya und Mudita ihre letzte Dosis zu verabreichen. Ich habe kein Puppyfutter dabei und verteile deswegen die letzten Wurststückchen an die anderen Hunde, die mich umringen.

Montag, 10. November 2014

Ich versorge Leila und sehe auf dem Weg zur Arbeit Nadia, Ebony und Sarah. Ich gebe ihnen Puppyfutter. Am Pattaya Bazaar hat jemand den Unterstand an der Wand wieder entfernt. Dingo ist verängstigt und ich versuche ihn zu trösten. Seine Abszesse sind zurückgegangen aber er ist empfindlich an seinem Mäulchen. Ich gebe ihm und auch Yaya noch Antibiotika. Yayas Schwellung ist nicht zurückgekommen.

Dr. Poom ruft mich an und teilt mir mit, dass die Klinik heute geschlossen bleibt, da er in Chonburi sterilisiert. Ich könne Lucy morgen abholen.

Auch Karin ruft mich an und schlägt vor, am Mittwoch Mittag zu versuchen Alana zu Boss zu bringen. Bua wird anrufen wenn er auf dem Weg ist und ich werde Alana zu fangen und in die Box zu bugsieren. Ich hoffe, sie wird dann auch am Strand sein. Gestern Mittag war sie es. 

Mittags füttere ich die Katze und schaue nach den Welpen. Ich vermisse Dingo. Nach Büroschluss schaue ich erneut nach den Welpen; Dingo bleibt verschwunden.

Ich ziehe mich um, hole einen Sack Trockenfutter und liefere ihn beim Wachmann an der Thepprasit Road ab. Eine Frau, die ich bisher noch nicht gesehen hatte, füttert die Hunde mit Reis. Sie teilt mir mit, dass sie jeden Abend vorbeikommt. Mit Schrecken allerdings muss ich feststellen, dass einer der Hunde, der noch vor 3 Wochen gut aussah, fürchterliche Schwären an seinem Körper aufweist. Ich habe zwar Ivermectin dabei, aber keine Würstchen. Ich laufe zum nächsten 7/11 und kaufe welche. Leider zieht der Hund das Reisfutter vor und verschmäht die mit Ivermectin präparierten Würstchen. Ich gebe der Frau einen Streifen Ivermectin und erkläre ihr wie sie die Tabletten an die Hunde verteilen muss. Malee hat auch wieder Anzeichen von Räude. 

Vor dem Tempel ist Markt und ich treffe Ba Bät. Sie versichert mir die Hunde täglich zu versorgen. Im Wat suche ich, nachdem sich das Begrüßungschaos gelegt hat, zuerst nach Dang. Leider kann ich ihn weder im Tempel noch am Strand finden und so mache ich mit den Hunden unseren Strandgang. Nach unserer Rückkehr in die Vorhalle säubere ich die Behälter und fülle sie auf. Plötzlich stürmen alle Hunde in Richtung Bassin und als ich ihnen folge, sehe ich Dang in einer der Nischen liegen. Ich verscheuche die Hunde und setze mich zu ihm. Er ist augenscheinlich froh mich zu sehen und beruhigt sich schnell. Ich bleibe eine Weile bei ihm und versuche den Hunden zu vermitteln, dass Dang nun bei uns bleibt. Dann gehe ich Futter und Wasser für ihn holen und er frisst und säuft ordentlich. Die meisten Hunde trollen sich und ich habe den Eindruck, dass Dang sich allmählich an seine neue Situation gewöhnt. 

Gai trifft ein und auch Kun. Sie füttern die Hunde am Strand. Das Trockenfutter in der Hütte haben die Strandhunde nicht angerührt; sie ziehen das Reisfutter vor. Deswegen lasse ich nur eine Schüssel mit Wasser zurück. Gai berichtet mir, dass der schwarze Welpe gestorben sei, aber Sunita sich gut entwickelt habe. Sie hat soviel an Gewicht zugelegt, dass ihr das Halsband zu eng wird. Ich werde am Sonntag zu Gai fahren und versuchen Sunita vom Halsband zu befreien. Einigermaßen beruhigt verlasse ich die Hunde. Morgen Abend werde ich wieder zu ihnen fahren, damit Dang weiß, dass ich immer wiederkomme.

Auf meinem Weg zurück nach Naklua halte ich bei Coco und zu meiner Freude hat sich auch Bessie wieder eingefunden. Die Begrüßung ist stürmisch. Beide Hunde sind in gutem Zustand. Ich finde einen Behälter und organisiere Wasser für sie. Ich weiß nicht ob Bessie sterilisiert wurde, versuche das herauszufinden.

Am Pattaya Bazaar treffe ich Wan, die gerade die Hunde füttert. Auch sie vermisst Dingo und hat festgestellt, dass er ein Problem an der Schnauze hat. Ich suche die ganze Baustelle ab, kann Dingo jedoch nicht finden. So gebe ich Yaya noch einmal Antibiotika und Nacho seinen Cocktail.

Im Slum bekommt Mudita noch einmal Doxyciclin und Sanya bekommt ein vorletztes Mal Clindamycin. Beiden Hunden gebe ich auch eine Omeaga 3 Kapsel. Puppyfutter lege ich ebenfalls aus und es ist heiß begehrt.

Anschließend fahre ich auf den Talat. Mom, Bobby und Bee begrüßen mich stürmisch und Diana, ihrer Art entsprechend, verhaltener. Alle vier Hunde sind in gutem Zustand. Ich fahre weiter zur Soi 12 wo ich Tiger und seine drei Begleiter finde. Ich setze mich zu ihnen und schaffe es dieses Mal allen Vieren ihre Dosis Ivermectin zu verabreichen. 

Weiter geht es zum Bauholzplatz, der nun allerdings völlig vom Bauholz geräumt und planiert ist. Auch die Wasserversorgung hat ein Ende. Ich lege Trockenfutter für die Hunde aus und hole eine der Schüsseln vom Freigelände, fülle sie mit Wasser und trage sie zu dem Platz, an dem die Hunde mit Reis gefüttert werden. Arkan folgt mir und kriegt sich mit Mirko in die Wolle. Dieses Mal zieht er den Kürzeren und ich habe Mühe die beiden Streithähne zu trennen. Arkan humpelt auf drei Beinen davon, erholt sich aber schnell wieder und folgt mir wie immer zu dem Platz, an dem ich Nadia füttere. 

Ich bin immer erleichtert wenn ich sehe, dass alle Hunde wohlauf sind. Im Augenblick habe ich also nur Dingo und den Hund an der Thepprasit als meine Sorgenkinder.

Sonntag, 9. November 2014

Morgens versorge ich Leila und mittags die Katze auf dem Dach. Danach schaue ich nach den Welpen; alle vier sind beisammen. Yaya kommt aus einem Unterstand hervor, den jemand kunstvoll an der Karaokewand aufgestellt hat. Ich gebe Yaya und Dingo Antibiotika. 

Anschließend fahre ich zu der Hündin in der Soi 12 und danach in den Slum, um Mudita die Fäden zu ziehen. Die Wunde ist geschlossen, allerdings noch leicht entzündet. 

Ich fahre weiter zu den Hunden neben Susans Apartment, auch um zu schauen, ob ich mit der Besitzerin sprechen kann. Außer den Hunden ist jedoch niemand zu sehen. Karin kommt um zwei Uhr und liefert Dang ab. Wir können ihn überzeugen, uns auf unserem Strandgang zu begleiten auf dem sich Karin dann unauffällig entfernt. Dang begleitet uns auf die Mole und alles scheint friedlich abzugehen, aber auf dem Rückweg stürzen sich einige Hunde auf ihn, sodass er ins Wasser flüchtet. Nachdem ich die Hunde getrennt habe, läuft Dang an den Platz zurück, an dem Karin ihn abgesetzt hatte. Ich setze mich zu ihm, die anderen Hunde liegen um uns herum. Während wir da so relaxen mache etliche Fotos und die Lage ist friedlich. Nach etwa 90 Minuten gehe ich kurz zur Strandhütte. Dort sehe ich den Futterbehälter draußen liegen und das Trockenfutter ist über den Boden der Hütte verteilt. Ich kratze das Futter zusammen und gehe zurück zu der Stelle, an der ich Dang gelassen habe, aber er ist verschwunden. Ich suche alles ab und fahre durch den Tempel und an der Tempelsoi wieder zurück zur Vorhalle, kann jedoch keine Spur von Dang entdecken. Ich hoffe, er wird sich wieder einfinden und bei uns bleiben.

Abends informiere ich Karin über Dangs Verschwinden. Sie teilt mir mit, dass sie, wenn sie Zeit hat, morgen tagsüber nach Dang schauen wird. Wird sie ihn nicht finden, werde ich morgen Abend erneut nach ihm suchen.

Als ich gegen sechs Uhr abends an der Nongprue Klinik eintreffe, ist sie schon geschlossen. So fahre ich zum Pattaya Bazaar, versorge Nacho, Yaya und Dingo und fahre anschließend in den Slum, wo ich Sanya den Verband entferne und sie sowie Mudita medikamentös versorge. Ich lege für die Hunde auch Puppyfutter aus, auf das sie sich stürzen.

Samstag, 8. November 2014

Das Büro ist heute wegen Reparaturarbeiten geschlossen und so kann ich am Vormittag David Saunders die Welpen im Tuk.com Parkhaus zeigen. David überlegt, einen Welpen für eine befreundete Thai Familie zu adoptieren. Es sind ja noch drei der Welpen vorhanden, von denen er einen weiblichen ins Auge fasst. Mir fällt es immer schwer, Hunde in unbekannte Hände zu geben und weise David darauf hin, dass wenn der Welpe in seiner neuen Umgebung nicht glücklich ist, ich ihn zurücknehmen werde. 

Am frühen Nachmittag fahre ich bei den Welpen vorbei und muss leider feststellen, dass die Wunde an Lucys Bauch noch immer nicht geschlossen ist. Deswegen bringe ich sie erneut in die Nongprue Klinik. Weiter geht es zu Karin, um Boss sowie Pagaht und Sana in die Dr. Praew Klinik zu bringen. Boss und Pagaht bekommen die wöchentliche Chemoinjektion und Sana muss auf Krebs untersucht werden.

Nachdem Bua und ich die Hunde zurückgebracht haben, fahre ich nach Baan Amphur. Auf dem Wege dorthin halte ich in Tongklom. Aura sind nur noch zwei Welpen verblieben. Ein weiterer Welpe ist von Thai Leuten mitgenommen worden. In Baan Amphur suche Susan ich auf. Sie spendet mir 2,200 Baht für Futterkosten und macht mich auf Hunde in der Nachbarschaft aufmerksam, die sie sterilisieren lassen möchte. Susan hat schon mit der Besitzerin gesprochen und die ist einverstanden. Ich schaue mir die Hunde an. Sie sind in recht gutem Zustand, eine Hündin allerdings hat Räude. Susan wird am Montag zurück nach Schweden fliegen, aber ich habe noch eine Ansprechpartnerin mit Pai, die in der Rezeption arbeitet und ein gutes Verhältnis zu Susan hat. Pai ist berechtigt mir auf Vorlage von Rechnungen bei Kosten für Sterilisationen zu helfen.

Nach unserem Abschied fahre ich zum Futterhandel und hole einen 10 kg Sack Trockenfutter. Auf dem Weg zur Vorhalle rufe ich nach Bonnie und Tessa, die jedoch nicht zu sehen sind. Kun taucht auf, um die Strandhunde zu füttern, auch er hat die beiden Hunde lange nicht gesehen. Ich befürchte, dass sie von den Anwohnern getötet worden sind. Ich kann die weiße Hündin kurz untersuchen und ertaste, dass die Fäden entfernt sind und die Operationswunde gut verheilt ist. Aisha sehe ich an der Toreinfahrt, aber gerade als ich mich ihre nähere, stürmen die Hunde aus der Vorhalle heran und Aisha flüchtet, sodass ich sie nicht untersuchen kann. 

An der Vorhalle stelle ich fest, dass kein Trockenfutter verteilt wurde, und dass die Wasserschüsseln fast leer sind. Die Tragbleche, die ich für das Reisfutter bereitgestellt habe, stehen auch noch so an der Wand, wie ich sie zurückgelassen habe. Allerdings stürzen sich die Hunde nicht auf das Trockenfutter, das ich ihnen gebe. Vielleicht schüttet Babette das Reisfutter auf den Boden.

In der Strandhütte fülle ich den Behälter mit Trockenfutter und den Wasserbehälter mit frischem Wasser auf und dann machen wir unseren Strandgang. Auf dem Rückweg durch den Tempel treffe ich wieder auf Noma und Numa. Zu meiner Freude sehe ich auch Spike, so hat ihn Esa genannt, da er so struppig ist. Ich gebe Spike 8 mg Ivermectin. Lucy kann ich nicht mehr abholen, da es schon zu spät ist, aber es ist wahrscheinlich sogar gut sie noch einen weiteren Tag in der Klinik zu lassen, damit die Wunde gut zuheilen kann. 

Im Pattaya Bazaar gebe ich Yaya und Dingo Antibiotika und Nacho bekommt seinen Medikamentencocktail. Er wird nun seit fünf Wochen täglich behandelt und sein Zustand macht Fortschritte. Ich werde ihn noch eine weitere Woche mit Cephalexin und Itraconazole behandeln und ihm dann nur noch bis auf Weiteres Vitamine, Omega 3 und wöchentlich Ivermectin geben. Ich sehe Ivan und gebe ihm 8 mg Ivermectin. Auf dem Wege zum Slum bekommt Aiwa ebenfalls 8 mg. Im Slum versorge ich Sanya und Mudita und lege Trockenfutter aus.

Freitag, 7. November 2014

Nachdem ich Katzen und Welpen morgens und mittags versorgt habe, fahre ich nach Büroschluss mit Dingo in die Nongprue Klinik um ihn untersuchen zu lassen, und um Yaya und Lucy abzuholen. Dr. Poom trägt mir auf, Yaya und Lucy noch einige Tage mit Antibiotika zu behandeln. Ich bringe sie zuerst zum Pattaya Bazaar zurück und hole dann Dingo ab, der gespritzt und verbunden worden ist. 

Anschließend fahre ich in den Slum und bringe Sanya in die Naklua Klinik. Die Wunde ist nun geschlossen, wird jedoch noch ein letztes Mal verbunden und die Antibiotikabehandlung soll noch für fünf Tage fortgesetzt werden.

Am späten Abend fahre ich erneut zum Pattaya Bazaar und verabreiche Nacho, Yaya und Lucy ihre Medikamente.

Donnerstag, 6. November 2014

In der Mittagspause gehe rüber zur Karaoke um nach den Welpen zu sehen. Aya und Shanti haben sich wieder eingefunden. Ich füttere die Welpen und stelle ihnen frisches Wasser hin. Anschließend fahre ich in die NPW Klinik um den Transport von Luna zu organisieren. Mir wird versichert, dass Luna um halb sechs Uhr abends abgeholt wird.

Nach Büroschluss fahre ich zum Schrottplatz und stelle zu meiner großen Freude fest, dass Luna wieder auf den Beinen ist. Sie humpelt nur noch leicht und scheint im Großen und Ganzen wieder wohlauf zu sein. Der Transporter trifft ein, ich bezahle den Fahrer und schicke ihn zurück. 

Anschließend fahre ich in die Nongprue Klinik. Der diensthabende Arzt empfiehlt mir die Welpen noch einen Tag in der Klinik zu lassen, da die Einstichwunde an Lucys Bauch noch nicht ganz geschlossen ist und er Yaya morgen noch eine Antibiotikainjektion geben möchte. 

Ich fahre weiter zum Futterhandel und kaufe 15 kg Trockenfutter, die ich im Schrottplatz abliefere. Anschließend fahre ich in den Slum und hole Sanya ab. In der Naklua Klinik wird der Verband ein letztes Mal gewechselt. Die Wunde an der Innenseite des Laufs ist nun geschlossen und die Geschichte wird in ein paar Tagen vergessen sein. Vorsichtshalber solle ich noch weitere fünf Tage Antibiotika geben und kann dann in drei Tagen den Verband entfernen. 

Nachdem ich Sanya zurückgebracht habe, fahre zu der räudigen Hündin in der Soi 12 und gebe ihr 8 mg Ivermectin. Der Hündin geht es wesentlich besser und es ist schön zu sehen, wie sie sich wieder ihres Lebens erfreut. Auf dem Weg zur Karaoke halte ich bei Aiwa und gebe ihr ebenfalls 8 mg. 

An der Karaoke treffe ich Wan. Sie macht mich auf Schwellungen an Dingos Vorderläufen aufmerksam. Die können von Bisswunden herrühren. Dingo und Yaya hatten sich ja öfters in der Wolle. Ich werde Dingo dann morgen auch noch in die Nongprue Klinik bringen. Nacho ist wie immer ganz lieb und lässt sich die Kapseln in den Schlund schieben. 

Zum Schluss fahre ich zum Best, um zu versuchen Rudi wenigstens Ivermectin Tabletten schmackhaft zu machen. Rudi hat mir meinen Anschlag auf ihn verziehen und nimmt 24 mg in leckeren Fleischstückchen zu sich. Sein Auge sieht besser aus und ich werde ihm nun wieder in kürzeren Abständen jeweils 8 mg verpassen.

Mittwoch, 5. November 2014

Ich schau morgens wieder nach Rudi, erneut vergeblich. Mittags füttere ich die Katze und die drei Welpen auf der Baustelle. Ich habe nun auch ihnen Namen gegeben. Der braune Rüde heißt nun Dingo, weil er mich an einen Dingo erinnert, die braune Hündin nenne ich Aya und die braun-weiß gescheckte Shanti. 

Ich gehe danach rüber zum Best und sehe Rudi schließlich. Deswegen hole ich geschwind das flüssige Ivermectin und das Cephalexin. Als Rudi mich jedoch mit einem Beutel ankommen sieht, nimmt er Reißaus und ich habe keine Chance ihm die Medikamente zu geben. Das Thema ist also erledigt und ich muss mich in der Naklua Klinik erkundigen, ob er gespritzt werden kann.

Mit Einbruch der Dunkelheit fahre ich zur Nongprue Klinik, um nach Yaya und Lucy zu sehen. Ich sollte sie eigentlich heute abholen, habe aber keine Zeit, da ich mit Susan verabredet bin. In Tongklom halte ich, um nach Aura und ihren Welpen zu schauen. Aura geht es gut aber ich zähle nur noch drei Welpen, zwei männliche und einen weiblichen. Eine Frau aus dem Straßenrestaurant berichtet mir, dass Leute die anderen drei adoptiert haben. Eine andere Frau bittet mich um Geld für Reisfutter. Ich solle ihr kein Trockenfutter mehr bringen, da die Hunde Reisfutter vorzögen. Ich gebe der Frau 400 Baht.

Als ich in Baan Amphur ankomme ist alles dunkel und der Futterladen ist geschlossen. Es hat mal wieder einen Stromausfall gegeben. Auch in Susans Apartment müssen wir uns bei Kerzenschein austauschen. Yoshi ist von Da wieder zurückgebracht worden und Susan hat seine Sterilisation bezahlt. Allerdings hat die Sterilisationsaktion von Pops Hunden bisher noch nicht geklappt und Susan bittet mich dafür zu sorgen, dass die vier Hunde sterilisiert werden. Sie wird die Rechnung für einige Säcke Futter im Futterladen bezahlen. Ich kann dann das Trockenfutter dort abholen, wenn ich es brauche. Susan bietet mir auch an Geld für zwei bis drei Sterilisationen monatlich zur Verfügung zu stellen.

An der Vorhalle treffe ich nur einige der Hunde an, aber nach und nach kommen auch die anderen aus allen Richtungen herangestürmt. Allerdings fehlt Nema und ich sehe sie auch bis zu meiner Abfahrt nicht. Babette hat offensichtlich gefüttert, denn es ist noch Trockenfutter in einem der Behälter vorhanden und die Hunde sind nicht hungrig.

An der Karaoke sehe ich außer den großen Hunden nur Nacho und Dingo. Trotz Suche an den üblichen Stellen kann ich Shanti und Aya nicht finden. Nachos Ohren sind nun fast schorffrei und auch sein Fell fühlt sich weicher an. Ich hoffe, dass sich mit einer weiteren täglichen Behandlung sein voller Heilerfolg einstellt.

Ich fahre weiter zum Parkhaus um sicherzustellen, dass die Welpen noch vorhanden sind, wenn ich am Samstag mit David zu ihnen gehen werde. Alle drei Welpen sind noch da und wohlauf. Es ist noch so viel Reisfutter vorhanden, dass ich mir etwas für die Slumhunde mitnehmen kann. Am Eingang des Parkhauses sehe ich nun auch zum ersten Mal deutlich die drei Welpen, die in dem Gerümpelraum hausen. Sie scheinen in recht guter Verfassung zu sein und sind genauso groß wie die Welpen auf dem oberen Deck.

Im Slum verteile ich Reisfutter an die Hunde. Sanya läuft wieder normal und Mudita ist wieder aufgetaucht. Ich werde ihr die Fäden am Wochenende ziehen können. Sanya und Mudita bekommen weiterhin Antibiotika und Vitamine.

Es ist noch etwas Reisfutter übrig und so fahre ich an den Platz, an dem Sarah, Ebony, Cherry und Nadia liegen. Als ich auf dem Weg zurück zum Apartment am Schrottplatz vorbeikomme, begrüßen mich Taco, Khiaow und Yumi, aber Luna bleibt vor dem Tor liegen. Das kommt mir seltsam vor und so gehe ich zu ihr. Luna ist angefahren worden und kann nicht aufstehen. Einer der Wachleute teilt mir mit, dass es während des Tages passiert sei. Ich hebe Luna auf und trage sie in den Schrottplatz. Sie hat Schmerzen und kann ihr rechtes Bein nicht aufsetzen. Hätte ich ein Auto, würde ich sofort mit ihr in die Klinik fahren, aber so muss ich morgen nach Büroschluss einen Transport organisieren.

Dienstag, 4. November 2014

Fahre vor der Arbeit wieder beim Best vorbei, aber die Suche nach Rudi bleibt erfolglos. Ich entwurme die Welpen ein zweites Mal und flöße Lucy und Yaya Antibiotika ein. Die Schwellungen sind nicht zurückgegangen und so werde ich sie am Abend in einer der beiden Kliniken vorstellen, um mir eine zweite Meinung einzuholen. Im Karaoke Eingang lege ich Trockenfutter aus. Die Welpen sind nun entwöhnt und werden morgens von mir und abends von Wan gefüttert. Ich muss mir nun auch keine so großen Sorgen um sie machen wenn es regnet. Sie haben nun genug Erfahrung gesammelt, um sich vor der Nässe zu schützen. Der Verschlag, den ich ihnen gebaut habe, steht noch und ist recht wetterfest.

Nach Büroschluss fahre ich mit den Welpen in die Nongprue Klinik. Die Veterinärin dort öffnet Lucys Schwellung und es schießt eine eitrige Flüssigkeit heraus. Yayas Schwellung enthält keinen Eiter und wird nur antibiotisch behandelt. Die Veterinärin teilt mir mit, die Welpen morgen wieder sehen zu wollen, und so lasse ich sie in der Klinik. 

Auf dem Weg zurück nach Naklua kaufe ich einen Sack Trockenfutter und fahre dann zur Karaoke, wo ich Wan treffe, die die Hunde füttert. Ich teile ihr mit, dass Yaya und Lucy in der Klinik sind und verabreiche Nacho seine Medizin. Nacho geht es körperlich und auch psychisch sichtlich besser. 

Ich fahre weiter zum Best; Rudi bleibt verschwunden. Danach liefere ich das Trockenfutter im Slum ab und versorge Sanya mit ihren Medikamenten. Sie scheint nun schmerzfrei zu sein. Dem schwarzen Rüden gebe ich 16 mg Ivermectin. Mudita finde ich trotz Suche nicht.

Ich schaue danach nochmal nach Tiger und seinen drei Begleitern, um sie ebenfalls mit Ivermectin zu versorgen. Ich finde die Hunde wieder an dem Restaurant, an dem sie abends regelmäßig von den Angestellten mit Speiseresten gefüttert werden. Tiger ist der größte Straßenhund, den ich bisher gesehen habe und sieht furchteinflößend aus. Es gelingt mir dieses Mal ein wenig mehr sein Vertrauen zu gewinnen, indem ich mich zu ihm setze und ihm nach und nach 32 mg Ivermectin in Wurststückchen verpackt reiche. Tiger lässt sich nach kurzer Zeit streicheln und genießt meine Zuneigung. Die anderen drei Hunde, es sind zwei Hündinnen und ein weiterer Rüde, halten Abstand und ich muss einige Tricks anwenden, um auch ihnen jeweils ihre Ivermectin Einheiten geben zu können. Ein Rüde und eine der beiden Hündinnen sind schwer räudig, die andere Hündin zeigt keine offensichtlichen Symptome. Auch Tiger sieht verhältnismäßig gut aus. 

Ich bleibe lange bei den Hunden sitzen, damit sie sich an mich gewöhnen und taste mich immer weiter an Tiger heran, bis ich ihn schon fast ganz natürlich berühren kann, und er legt sich schließlich entspannt vor meine Füße. Es wird nicht einfach sein, den anderen drei Hunden in Zukunft ihre Ivermectin Einheiten zu geben, aber ich hoffe, dass sie mir irgendwann auch mal aus der Hand fressen, sodass Tiger ihnen die Wurststückchen nicht wegschnappen kann. Auf jeden Fall habe ich eine neue Aufgabe und bin auch ziemlich sicher, dass ich den Hunden etwas helfen kann.

Montag, 3. November 2014

Nachdem ich Leila versorgt habe, fahre ich zum Best. Rudi bleibt weiterhin verschwunden. An der Karaoke flöße ich Lucy Antibiotika ein. Nun stelle ich auch bei Yaya eine Schwellung am Hals fest und gebe ihm ebenfalls Antibiotika. Ich lege Puppyfutter für die Welpen im Karaoke Eingang aus. 

Mittags versorge ich die Katze auf dem Dach und schaue wieder nach den Welpen. Lucy und Yaya verhalten sich normal und scheinen keine Schmerzen zu verspüren. Wenn die Schwellungen bis morgen nicht abklingen, werde ich sie zur Vorsicht entweder in der Nongprue Klinik oder der NPW Klinik vorstellen.

Abends fahre ich zuerst in den Slum und versorge Sanya und Mudita. Sanya läuft erfreulicherweise wieder etwas besser und auch Mudita geht es gut. Der Slum steht immer noch unter Wasser und ich lege Trockenfutter an trockenen Stellen aus. Ich fahre weiter zum Talat, wo ich zuerst Mom und Bee vor dem Apartmentblock treffe und später auch Bobby. Diana sehe ich nicht. Ladda scheint einen Platzwechsel vorgenommen zu haben.

Vom Talat aus fahre ich zum Best; Rudi bleibt verschwunden. Weiter geht es zur Karaoke. Alle Welpen werden entwurmt und Lucy sowie Yaya bekommen Antiinflamation und Antibiotika. Nacho bekommt ebenfalls wieder seine Medikamente. Es scheint ihm sichtlich besser zu gehen; seine Ohren sind kaum noch verschorft.

Anschließend mache die Futterrunde in Naklua. Die Gasse, in der die Hunde liegen, ist mit Müll übersät. Eine Tonne ist umgefallen und niemand scheint sich verantwortlich zu fühlen, den Müll wieder einzusammeln. So muss also der Farang wieder herhalten. Ich säubere die Wasserbehälter und lege Trockenfutter aus. Am Freigelände sammele ich ebenfalls die Plastiktüten ein, erneuere das Wasser und gebe Trockenfutter. Zum Schluss fahre ich zu Nadia. Arkan und Raita begleiten mich und Sido und Alfredo gesellen sich ebenfalls zu uns. Es ist immer wieder eine Freude für mich sie alle gesund und munter zu sehen.

Sonntag, 2. November 2014

Nachdem ich Leila und Carter, ein Straßenkater, der ziemlich regelmäßig zur Fütterung kommt, versorgt habe, fahre ich am späten Vormittag in den Slum, um Sanya wieder zum Verbandwechsel in die Naklua Klinik zu bringen. Khu Oy teilt mir mit, dass der Knochen wahrscheinlich auch infiziert ist, und dass Sanya weiterhin Antibiotika bekommen muss. Nacho wird gerade von einer anderen Veterinärin versorgt. Er ist bereits sterilisiert worden und nun werden seine Hautprobleme behandelt und die Nägel gestutzt. 

Ich bringe Sanya zurück in den Slum der flächendeckend unter Wasser steht und fahre zur Karaoke, um nach den Welpen zu sehen. Ich muss leider feststellen, dass ein weiblicher Welpe eine starke Schwellung im Bauchbereich aufweist. So bringe ich Lucy, so nenne ich die Kleine, in die Klinik. Khun Oy ist sich nicht sicher, ob es sich um eine Infektion oder einen Organdurchbruch handelt. Lucy verhält sich normal, frisst und spielt mit den anderen Welpen, so hoffen wir, dass es nur eine Infektion ist. Ich bekomme Antiinflamation und flüssiges Antibiotikum für sie mit. Ich bringe Lucy zur Karaoke zurück und hole Nacho aus der Klinik und setze ihn ebenfalls an der Karaoke ab.

Anschließend fahre ich nach Baan Amphur, denn es ist der Transport von vier von Pops Hunden und Yoshi in die Bang Saray Klinik angesagt. Allerdings ist Pop verhindert und so fährt uns Da, eine Angestellte aus der Rezeption des Condos, in dem Susan wohnt, mit nur Yoshi nach Bang Saray. Susan ist so freundlich, Yoshis Sterilisation zu bezahlen. Die Klinik kommt ihr mit einen Discount entgegen, da die Rechnung auf Khun Gai ausgestellt wird.

Anschließend fahre ich zur Vorhalle. Das Wetter ist heute ansprechend und so habe ich geügend Zeit und Gelegenheit mich ausgiebig den Hunden zu widmen. Wir machen einen ausgedehnten Strandgang und ich schaue nach jedem einzelnen Hund. Rashid hat schon wieder etliche Wunden, die ich mit Betadine behandele. Er verwickelt sich offensichtlich immer in irgendwelche Händel. Die Abszesse bei Nico sind bisher nicht wieder aufgetreten. Jiras Schwanzspitze ist immer noch nackt, aber nicht mehr entzündet. Tobys Nase ist wieder etwas mehr verschorft, aber ansonsten scheint es keine offensichtlichen Gesundheitsprobleme zu geben. 

Mit Einbruch der Dunkelheit fahre ich zurück, und halte an der Karaoke um Nacho und Lucy mit Medikamenten zu versorgen. Yaya hat sich wieder abgesondert und liegt nun gern am Eingang zur Sukothai Massage, die neben der Karaoke gelegen ist. Ich setze mich zu ihm. Yaya tut mir leid und scheint ein ähnliches Schicksal wie Nacho zu erleiden. Yaya ist wie auch Nacho es war, der Größte im Wurf und hat wohl die anderen Welpen drangsaliert, die sich gewehrt haben. Nacho tat das Gleiche, bis ihn Yoshi in die Schranken verwiesen hatte. 

Beim Best suche ich wieder vergeblich nach Rudi, dafür finde ich aber Aiwa und sie bekommt 8 mg Ivermectin. Bei ihr ist Sergio, den ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Er sieht gut aus und ist soweit ich sehen kann zeckenfrei geblieben. Anschließend fahre ich zu der Hündin in der Soi 12. Sie bekommt wieder 16 mg Ivermectin. Ich schaue auch nach Tiger und den drei anderen Hunden, aber sie sind nicht zu sehen. 

Zum Schluss fahre ich wieder in den Slum und versorge Sanya mit Antibiotika und Vitaminen. Mudita hat sich ihres Shirts entledigt und auch das Pflaster ist verschwunden. Die Fäden sitzen noch und Wunde sieht recht gut aus. Sie bekommt aber weiterhin Doxyciclin.

Samstag, 1. November 2014

Ich bin um zwei Uhr bei Karin, um an einem Meeting mit Katherine teilzunehmen. Katherine hat Karin angeboten, uns bei unserer Arbeit zu helfen. Da sie in einer internationalen Schule unterrichtet, könnte sie Schulprojekte initiieren um die Kinder mit der Straßenhundearbeit bekannt zu machen. Katherine bietet auch an, sich um Adoptionsvermittlungen zu kümmern. 

Karin hat ein Problem mit Dang, einem Rüden, den sie aufgenommen hat, nachdem ihm jemand böse Schnittwunden zugefügt hat. Dang ist völlig genesen, aber hat die dumme Eigenart sich auf die Kühlerhaube von Autos zu legen. Deswegen fragt mich Karin, ob ich ihn nicht im Tempel unterbringen kann. Ich habe ein gutes Verhältnis zu Dang und verspreche Karin es zu versuchen. 

Nach dem Meeting fahre ich auf dem Weg zum Wat in Tongklom vorbei. Es hat wieder angefangen zu regnen, und so treffe ich keine Leute im Restaurant an. Cleo begrüßt mich und auch Anika sehe ich unter einem der Tische liegen. Cleo ist wie immer zutraulich und auch Anika lässt sich von mir tätscheln. Auf der anderen Straßenseite sehe ich Aura. Ich gehe mit ihr zu der Röhre, in der ihre Welpen liegen. Um die Röhre herum steht das Wasser, aber jemand hat die Öffnungen mit Tüchern abgedeckt. Ich zähle noch sechs überlebende Welpen, die zusammengekuschelt auf einem nassen Handtuch liegen. Ich entferne das Handtuch und wische die Röhre trocken so gut es geht. Mehr kann ich für die Würmchen im Augenblick nicht tun.

Vor dem Haupteingang des Wat ist wieder Marktag. Ich treffe Babette und sie versichert mir, dass sie die Hunde jeden Tag gefüttert hat. Der Reis sei schon verbraucht und sie bittet mich um weitere 250 Baht, die ich ihr gebe.

In der Vorhalle sind alle Hunde beisammen. Ich sehe, dass noch Trockenfutter vorhanden ist und der Sack ist auch noch zu einem Drittel gefüllt. Anscheinend hat also Babette die Hunde täglich mit Reis gefüttert. Da es immer noch regnet, fällt der Strandgang aus. Ich säubere die Wasserbehälter und fülle sie auf. In der Strandhütte ist schon wieder die Schüssel mit dem Trockenfutter verschwunden, und so stelle ich eine neue Schüssel mit Trockenfutter für die Strandhunde in die Hütte. Zum Schluss versorge ich noch Tessa und Bonnie, die ich allerdings wieder nicht sehe.

Zurück in Pattaya schaue ich nach den Welpen. Der schwarze Rüde, ich nenne ihn Yaya, hat sich von den anderen Vieren abgesondert, da er verschiedentlich attackiert wurde. Ich stelle bei ihm und zwei anderen Welpen mehrere Bisswunden fest, die sie sich offensichtlich untereinander zugefügt haben. Ich habe nie zuvor bei einem Wurf derartige Aggressionen in so jungem Alter feststellen können.

Beim Best suche ich nach Rudi wieder vergeblich. Auch die Angestellten haben ihn seit zwei Tagen nicht mehr gesehen. Da es immer noch regnet fahre ich nur noch in den Slum, um Sanya und Mudita mit Medikamenten zu versorgen. Die Futterrunde muss wiederum ausfallen.