Sonntag, 31. August 2014

Ich versorge die Katzen am Apartmenthaus und auf dem Dach des Pattaya Bazaar. Der Vet von der Nongprue-Klinik ruft mich an und teilt mir mit, dass Ladda nicht sterilisiert werden könne, da sie stark blute.

Ich fahre zum Best und versorge Rudi mit Ivermectin und hole dann das Futter für Nacho und Kyah von Amporn. Anschließend fahre ich in die Klinik. Ich entscheide Ladda so lange dort zu lassen, bis sie sterilisiert werden kann. Mom ist schon sterilisiert worden und ich verabrede mit Rani ihn am Dienstag abzuholen.

Ich fahre dann in die Baan Amphur-Klinik wo die Ärztin schon auf mich wartet. Wir fahren zum Wat und impfen Panya, Satya und Rashid, die ihre erste Impfung bekommen, sowie Nacho, Yoshi, Rocky, Toby, Jake, Jimbo und Asa, die ihre zweite Impfung erhalten. 

Da Kun, der Mann, der die Welpen versorgt noch nicht da ist, verabrede ich mit der Veterinärin den schwarzen Welpen in die Klinik zu bringen. Eine halbe Stunde später fahre ich mit Kun und dem Welpen in die Klinik. Der Abszess hat sich schon von selbst geöffnet und wird gesäubert. Ich entscheide den Welpen für drei Tage in der Klinik zu lassen, da die Wunde drei Tage lang täglich gesäubert werden muss und ich erst wieder am Mittwoch zum Tempel fahren werde.

Kun bringt mich wieder zum Wat zurück wo ich Pat treffe, der gerade die Hunde aus dem Busch versorgt. Von den vier Welpen ist offenbar einer gestorben, denn ich sehe nur drei von ihnen und den Mutterhund. Die Hündin müsste auch sterilisiert werden.

Ich nehme Kyah auf das Boot und gebe ihre zu fressen. Sie ist immer noch sehr wackelig auf den Beinen, kann jedoch stehen und frisst wieder gut. Es könnte sein, dass ihr Gehirn beeinträchtigt ist, denn sie schaut verwirrt. Ich bitte Pat Kyah gut zu versorgen und sie weiterhin mit Amoxicilin zu behandeln.

Wir machen anschließend unseren Strandgang und danach füttere ich Nacho. Nacho macht auf mich wieder einen gesunden Eindruck und so verabreiche ich ihm die letzte Amoxicilin Kapsel. Dann fülle ich die Behälter auf und fahre zurück nach Pattaya. 

Auf dem Wege dorthin mache ich einen Abstecher um nach Dam zu sehen, kann ihn jedoch in der Dunkelheit nicht finden. Ich fahre dann zur Theepprasit Road, wo ich den Hunden jeweils 8 mg Ivermectin gebe. Von den vier Welpen sind zwei verschwunden. Der Wachmann sagt, dass sie gestohlen wurden. Die geplante anschließende Fütterung der Hunde in Naklua muss wieder ausfallen, da es stark zu regnen anfängt.

Samstag, 30. August 2014

Morgens früh fahre ich zum Talat um nach Mom zu suchen. Ich finde ihn am hinteren Ende vor dem verlassenen Haus, in dem ich mal die Hunde vom Pattaya Bazaar untergebracht hatte. Mom hängt mit der läufigen Hündin, ich nenne sie Ladda, zusammen und ich fixiere beide Hunde mit je einem Harness. Einige Minuten später trifft Rani ein. Wir bugsieren die Hunde in die Box und bei dem Stress können sie sich auch voneinander lösen. Rani bringt sie in die Nongprue-Klinik und ich fahre ins Büro. Auf dem Wege lege ich noch Trockenfutter für die Hunde am Bauholzplatz aus.

Am frühen Nachmittag fahre ich zum Wat. Alana bleibt weiterhin verschwunden. Ich füttere Nacho und gebe ihm Amoxicilin. Dann gehe ich runter zu Kyah. Sie liegt an ihrem Platz unter dem Boot und ist lethargisch. Ich hebe sie aufs Boot und gebe ihr gebratenes Fleisch zu fressen unter das ich Amoxicilin gemischt habe. Ich lege sie wieder an ihren Platz und mache meinen Strandgang mit den Hunden.  

Asa hat sich vom Mauerblümchen zu einer selbstbewußten Hündin entwickelt, die ich schon mal schelten muss, da sie sich mit Chuki oder Jaha kabbelt. Auch Panya hat sich in der Hierarchie hochgearbeitet. Satya behauptet ihren Platz ebenfalls. Von den Hündinnen ist nun Jaha auf den letzten Platz abgerutscht und ich muss sie öfter mal in Schutz nehmen. Bei den Rüden ist natürlich Nacho der Letzte, da er der Schwächste ist. In meinem Schutz erfreut er sich aber auch zunehmend des Strandgangs und versucht schon mal Jira als Spielgefährtin zu gewinnen, die aber eher ablehnend ist. Mit Yoshi ist sein Kontakt neutral. Yoshi ist ja nun viel stärker aber auch er muss sich noch in der Hierarchie hocharbeiten. 

Nuri bleibt verschwunden, aber die beiden Welpen in der Röhre sind noch da. Allerdings macht mich der Mann der sie versorgt darauf aufmerksam, dass der schwarze Welpe einen großen Abszess am Hals hat. Ich verabrede mich mit ihm für morgen Nachmittag 4 Uhr um den Welpen in die Baan Ampuhr-Klinik zu bringen. Ich fülle die Behälter auf und fahre dann zur Klinik um zu erfragen, ob wir eine Impfaktion durchführen können. Die Aktion kann morgen Nachmittag gegen vier Uhr durchgeführt werden und dann kann die Veterinärin sich auch gleich den Welpen anschauen.

Um sieben Uhr abends hole ich Bobby von der Naklua-Klinik ab. Er hat sich gut aufgeführt und wohl mit seinem Charme die Veterinärin eingenommen, denn ich habe nie zuvor gesehen, dass sie sich so liebevoll um einen Hund, den ich ihr gebracht hatte, bemüht hat. Ich frage die Veteränerin ob wir noch einen Impfaktion in Naklua durchführen können und sie gibt mir einen Termin für Mittwoch Abend. Ich setze Bobby bei Diana ab. Er ist noch ein wenig betäubt, aber kann sich gut bewegen und geht sofort an seinem Platz um etwas trinken.

Später dann mache ich meine Naklua-Tour, fahre in den Slum, zum Bauholzplatz, zum Freigelände und versorge auch Nadia.

Freitag, 29. August 2014

Nach Büroschluss fahre bei der Naklua-Klinik vorbei und erhalte die Erlaubnis Bobby zu bringen. Im Talat sehe ich Bobby wieder um die läufige Hündin herumschwänzeln. Als ich ihn mir schnappe um ihm einen Harness anzulegen, heult er fürchterlich und wehrt sich heftig. Ich verstehe ja seine Verzweiflung, aber was sein muss, muss sein und so trage ich ihn an die Naklua Road und fahre ihn mit einem Songtaew in die Klinik. Ich kann ihn morgen Abend wieder abholen. Anschließend rufe ich Rani an, ob sie mir morgen Mom in die Nongprue-Klinik fahren kann. Sie sagt zu früh morgens am Talat zu sein.

Anschließend fahre ich zu Amporn und hole mir das Futter für Nacho und Kyah ab. An der Vorhalle stelle ich fest, dass Alana fehlt. Nacho geht es jeden Tag besser. Ich füttere ihn wieder in der Toilette, gebe ihm Amoxicilin und versorge dann Rocky und Toby mit Cephalexin, sowie Rashid mit Kalzium. Dann gehe ich runter zum Strand wo ich Pat treffe. Ich hebe Kyah auf das Boot. Ihr Zustand scheint unverändert. Sie frisst gut und ich lege sie wieder an ihren Platz nachdem ich ihr Wasser hingestellt habe.

Pat versorgt Aisha, Ava und Roscoe. Die beiden Welpen in der Rühre kann ich nicht entdecken und auch Nuri bleibt verschwunden. Ich hoffe sie morgen bei Tageslicht wiederzufinden. Ich fülle die Behälter auf. Die Wasserhähne sind offen. Vielleicht hat Pai das organisiert. Sie hat sich aber nicht mehr bei mir gemeldet.

Auf dem Rückweg halte ich beim kleinen Tempeltor und lege Trockenfutter für die Hunde aus. Der kleinen, schwarzen Hündin gebe ich 16 mg Ivermectin. Ihr Fellzustand hat sich schon merklich gebessert. Bonnie und Tessa sind anwesend und dazu gesellen sich noch Toby und Rocky, die anscheinend gern die Nacht an der Tempelmauer verbringen. Auch der kleine Shitzu kommt hinzu.

Gerade als ich mich aufmachen will um die Naklua-Hunde zu versorgen fängt es an zu regnen, sodass die Runde ausfallen muss.

Donnerstag, 28. August 2014

Nach Büroschluss fahre ich bei Amporn vorbei, hole mir das Futter und fahre dann zur Naklua-Klinik. Die Ärztin verweist mich auf Morgen und so werde ich mir Bobby morgen Abend schnappen. 

Ich fahre zum Wat und versorge die Hunde. Nacho bekommt sein Reisfutter und Kyah auch. Sie liegt unter dem Boot, kann aber aufstehen. Ich stelle ihr das Futter hin und verscheuche die umstehenden Hunde, damit Kyah in Ruhe fressen kann und die Hunde ihr auch nicht zu nahe kommen. Ich sehe auch Aisha und Ava. Sie verhalten sich normal und ich hoffe, dass auch sie sich Kyah ebenfalls nicht nähern. Sie halten sich aber normalerweise in der Nähe des Wellenbrechers auf, der hundert Meter von der Stelle entfernt ist, an der Kyah liegt. Ich schaue auch in die Röhre kann aber in der Dunkelheit die beiden Welpen nicht entdecken und sie melden sich auch nicht als ich sie rufe. Nuri bleibt weiterhin verschwunden und auch Alana sehe ich nicht. Wir machen unseren Strandgang und danach fülle ich die Behälter auf. Am kleinen Tempeltor lege ich Futter für Tessa und Bonnie aus.

In Naklua mache ich dann meine übliche Runde, lasse allerdings den Talat aus um nicht wieder das gleiche Chaos wie gestern Nacht zu erleben.

Mittwoch, 27. August 2014

Da ich direkt nach Büroschluss eine Besprechung mit dem Ziel Geld für die Tiere aufzutreiben habe, und ich mir einen stabilen Schlauch mit einem ordentlichen Verbindungsstück besorge, komme ich erst spät im Wat an. Es findet wieder eine Versammlung von Gläubigen statt und so sind die Wasserhähne geöffnet. Ich nutze die Gelegenheit und schließe den Schlauch an und dieses Mal funktioniert die Sache einwandfrei.

Ich füttere Nacho, gebe Rocky und Toby Cephalexin sowie Rashid Kalzium. Dann gehe ich runter zum Strand. Ich finde Kyah; sie hat Mühe auf die Beine zu kommen und atmet schwer. Ihr Leben hängt offensichtlich am seidenen Faden. Ich hebe sie aufs Boot und gebe ihr Reisfutter zu fressen und eine Amoxicilin Kapsel. Sie frisst nur einen Teil des Futters und so lasse ich sie erstmal auf dem Boot, auch um die anderen Hunde von ihr fernzuhalten. 

Ich gehe zurück zur Vorhalle, um die Wassereinfüllung zu kontrollieren und um die Behälter nachzufüllen. Danach machen wir unseren Strandgang. Anschließend setze ich Kyah wieder an ihren Platz unter dem Boot und gehe mit den Hunden zurück zur Vorhalle. Dort bleibe ich etwa eine Stunde um die weitere Wassereinfüllung zu kontrollieren. Nachdem der Tank ausreichend gefüllt ist, demontiere ich den Schlauch, fahre bei Bonnie und Tessa vorbei und lege Trockenfutter für sie aus.  

Prince hat ja mittlerweile spitz gekriegt, dass ich bei Bonnie und Tessa bin wenn ich die Vorhalle verlassen habe, und heute kommt er mit Arnie, Scottie, Toby und Rocky im Schlepptau auch wieder vorbei. Um keinen Aufruhr zu verursachen, scheuche ich die Hunde durch das kleine Tempeltor zurück und fahre.

Spät am Abend mache ich meine Naklua-Tour. Im Talat erwartet mich eine unangenehme Situation Kurz nachdem mich die Hunde begrüßt haben und ich Futter für sie ausgelegt habe, höre ich ein Kampfgekläffe und stelle fest dass sich Bobby in Mom, der in einer läufigen Hündin hängt, verbissen hat. Ich schnappe mir Bobby und trage ihn davon. Er will jedoch seiner Natur folgend immer wieder zurück um sich mit Mom zu fetzen. Ich muss ihn mir ernsthaft zur Brust nehmen und es dauert eine halbe Stunde bis sich die Situation beruhigt hat und ich meine Naklua-Runde fortsetzen kann. Ich werde Bobby morgen in die Klinik zum Sterilisieren geben. Anschließend ist Mom dran.

Dienstag, 26. August 2014

Morgens und mittags die übliche Routine. Am Spätnachmittag fahre ich zuerst zum Baan Amphur Futterladen, hole zuerst einen 15 kg Sack und liefere ihn bei Khun Gai ab. 20 kg Säcke sind ausverkauft und so kaufe ich einen 15 kg Sack. Mit dem fahre ich zur Vorhalle wo es die übliche Begrüßungsroutine gibt. Die ist immer recht stressig weil es regelmäßig Raufereien gibt in denen einige der kleinen Hunde attackiert werden, die dann an andere austeilen. Ich arbeite daran das zu unterbinden aber es wird wohl noch eine Weile dauern bis alle begriffen haben, dass eine freundliche Begrüßung anders aussieht.

Nacho ist natürlich auch regelmäßig Opfer und so muss ich mich als Erstes um seine Sicherheit kümmern. Es geht ihm nun wesentlich besser aber er ist immer noch der Schwächste der Gruppe und außerdem recht schreckhaft. Allerdings begleitet er uns nun stets bei unserem Strandgang und ich hoffe, dass sein Selbstbewusstsein allmälich gestärkt wird. 

Mit Nco und Asa scheint es auch ein Problem zu geben. Sie kommen nicht angestürmt wenn ich an der Vorhalle halte sondern bleiben auf dem Treppenabsatz liegen bis sich der Sturm gelegt hat. Danach kommen sie allerdings herunter. Offenbar haben sie etwas gelernt. Alana hält sich auch abseits aber ist bisher bei uns geblieben. Natürlich suche ich auch sogleich nach Nuri, kann ihn jedoch nirgendwo in der Dunkelheit entdecken. Das tut mir sehr leid und ich hoffe ich kann ihn in den nächsten Tagen im Hellen wiederfinden. Nacho bekommt sein Spezialfutter und eine Amoxicilin. Rocky und Toby bekommen Cephalexin und Rashid, der wieder relativ rund läuft Kalzium.

Die Halle ist heute geöffnet und es findet eine Versammlung statt. Aus diesem Grunde wohl fließt auch das Wasser. Ich schütte etliche Behälter Wasser in den Tank, da ich keinen Schlauch zum Füllen habe. Danach fülle ich die Futterbehälter und gehe nach Kyah schauen. Ich setze sie wieder aufs Boot, aber sie mag nicht fressen. Ich schiebe ihr eine Amoxicilin in den Rachen, was sie garnicht gern hat. Bei all diesen Zwangsmedikationen bin ich überraschenderweis noch nie gebissen worden. Es wäre ja für die Hunde ein Leichtes mal kräftig zuzubeißen und mich ernsthaft zu verletzen, aber sie tun es nicht.

Nachdem ich Kyah wieder auf den Strand gesetzt habe, schaue ich nach Aisha und Ava. Beide sehen gesund aus und verhalten sich normal. Auch bei Roscoe kann ich keine Anzeichen von Staupe erkennen.

Anschließend machen wir unseren Strandgang der im Prinzip harmonisch verläuft. Ich muss nur Toby und Rashid davon abhalten Thai, die aus der Dunkelheit auftauchen anzubellen, was nur diese Beiden machen. Das muss ich ihnen auch noch abgewöhnen.

Am Strand sitzen ein paar Thai. Sie mit einem Auto gekommen und beschallen die Umgebung mit Thai Musik. Nachdem sie gefahren sind, muss ich fassungslos feststellen, dass sie ihren ganzen Müll, leere Flaschen, Plastikbeutel und Styroporschüsseln, zurückgelassen haben.

Da der Tank noch immer weitesgehenst leer ist und ich die Gelegenheit nutzen möchte ihn aufzufüllen solange das Wasser läuft, fahre ich zum Tesco und hole mir einen Schlauch. Der ist allerdings von so minderwertiger Qualität wie ich feststellen muss als ich ihn anschließen will, dass er unbrauchbar ist. Ich muss mir morgen einen stabilieren Schlauch mit einem soliden Verbindungsstück besorgen und es dann noch einmal versuchen.

Mal wieder reichlich frustriert fahre ich zurück nach Pattaya. Unterwegs fängt es an zu regnen und als ich im Apartment ankomme geht es richtig los, sodass die Fütterungsaktion in Naklua heute Nacht ausfallen muss.

Montag, 25. August 2014

Am Morgen versorge ich die Katzen am Apartmenthaus. Der schwarz-weiße Kater scheint sich am Geisterhäuschen einrichten zu wollen und der braun-getigerte Kater, der ab und zu vorbeikommt, ist auch anwesend. Er, der offenbar keinen Kampf auslässt und vor einigen Wochen voller Wunden war, sieht nun recht gesund aus. Vermutlich tut ihm das gute Whiskas Futter gut. Beim Best gebe ich Rudi 8 mg Ivermectin.

Um 18 Uhr treffe ich mich mit Rani in der Nongprue Klinik. Sunita ist sterilisiert und trägt einen Kragen. Wir fahren sie zum Amari Strand, wo ich sie an den Platz zurückbringe an dem ich sie gefunden hatte. Rani fährt zurück. Überraschenderweise weigern sich die Leute, die zuvor sie und die Welpen notdürftig versorgt hatten, sie wieder aufzunehmen. Ich solle Sunita doch irgendwo aussetzen. 

Ich rufe Rani an ob sie zurückkommen könne, aber sie hat einen anderen Hund zu transportieren. So rufe ich Karin an um sie zu fragen ob sie Sunita aufnehmen kann bis sie sich erholt hat. Karin hat aber gerade einen Notfall; einer ihrer Hunde ist von einer Schlange gebissen worden. Sie erlaubt mir jedoch Sunita zu ihr zu bringen. So entschließe ich mich mit Sunita auf einem Motorrad Taxi zu Karin zu fahren. Sunita windet sich zwar ab und zu während der Fahrt in meinen Armen aber wir erreichen doch ohne große Probleme Karins Haus wo ich Sunita in den Bereich lege, in dem Chula liegt. Ich kann nur noch zwei ihrer Welpen leben.

Da es schon spät geworden ist und es anfängt zu regnen bitte ich Pat die Hunde im Tempel zu versorgen und auch zu versuchen, die Wasserleitung zu öffnen, da ansonsten kein Wasser mehr verfügbar ist.

Später dann versorge ich die Hunde im Slum und im Talat. Ich sehe Bobby und Diana an ihrem gewohnten Platz und finde Mom und Bee am hinteren Ende des Talats vor dem Apartmentblock. Alle vier Hunde freuen sich immer sehr mich zu sehen und insbesondere Bee wetzt und springt aufgedreht herum. Am Bauholzplatz begrüßen mich wie immer Mirko, Anja und Sila besonders herzlich. Shira, Maya und Mae kommen auch angelaufen wenn sie mich sehen, aber bleiben immer ein wenig auf Abstand. Sido, Alfredo und Mae Song halten sich im Hintergrund. Am Freigelände habe ich guten Kontakt zu Arkan, Rita und Terje. Jule habe ich noch nie anfassen können. Jemand aber doch, denn sie trägt nun ein Halsband. Cherry, Sarah und Ebony kommen auch immer angerannt und Nadia kriecht aus ihrem Buschversteck hervor wenn ich sie rufe und ist rührend anhänglich. Die Schrottplatzhunde sind auch wohlauf. Ich sehe sie allerdings nicht täglich. Goyo ist offenbar verlorengegangen. Ich muss aber nochmal  die Wachleute darüber befragen.

Sonntag, 24. August 2014

Ich bin um 9 Uhr bei Khun Gai und wir fahren gemeinsam zu dem Stück Land. Es liegt an einer Seitenstraße und besteht aus Grasland und einem Palmenhain. Es sieht sehr weiträumig aus, nach meiner Schätzung ist es mindestens 5 Rai groß. In der Mitte des Geländes befinden sich zwei heruntergekommene kleine Gebäude, die Regenschutz bieten können. Zwischen den beiden Gebäuden sehe ich einige Hunde. Sie sind recht friedfertig bis auf den Leitrüden, der mich ankläfft. Zu einer Hündin bekomme ich sofort Kontakt. Sie ist freundlich und zutraulich. Die Hunde werden wohl täglich von jemandem, der neben dem Land wohnt, versorgt. Ein großer Nachteil vom Land ist, dass es nicht eingefriedet ist und offen hin zur Straße. Um das Land nutzbar zur Unterbringung von Hunden zu machen, wären erhebliche Investitionen notwendig. Khun Gai telefoniert mit der Eigentümerin des Landes die versichert, dass das Land gepachtet werden könne. Über die Konditionen wird jedoch nicht gesprochen.

Ich fahre danach kurz an der Vorhalle vorbei und verteile das letzte Trockenfutter. Der Wassertank gibt das letzte Wasser her, für morgen muss ich mir was überlegen wenn Pai nichts organisieren kann.

Am Nachmittag fahre ich erneut zum Wat. Der Futterladen ist geschlossen und deswegen fahre ich bei Khun Gai vorbei und bitte sie mir einen Sack zu überlassen. An der Vorhalle ist das Problem mit Alana noch nicht gelöst. Es scheint, dass Nico sie attackiert wenn ich nicht da bin. Es ist allerdings auch so, dass Nico sich verkriecht wenn ich ankomme. Er scheint ein Störenfried zu sein. Shana, die das Begrüßungsgeheule eingeführt hatte, hält sich damit nun ziemlich zurück, nachdem ich sie mir einige Male zur Brust genommen hatte. Ich habe ja absolut nichts dagegen, dass die Hunde mich umrunden wenn ich ankomme, aber das Geheule und die dann folgenden Raufereien gehen mir auf die Nerven und das möchte ich den Hunden auch vermitteln. 

Ich füttere Nacho, der mir nun schon von selbst in die Toilette folgt und jeden Tag etwas kräftiger wird und gebe ihm Amoxicilin. Satya, Panya und Asa werden entwurmt genauso wie Yoshi und Nacho, die das Medikament in flüssiger Form erhalten. Rashid bekommt wie jeden Tag eine Kalziumzufuhr in Form einer aufgelösten Tablette. Ich ziehe ihm die Fäden und nehme ihm den Kragen ab. Da der Gipsverband durchnässt ist entschließe ich mich ihn zu entfernen. Ich hoffe, dass die Bewegung dem Knochen hilft schneller zusammenzuwachsen. Es ist ein Risiko dabei aber ich will das eingehen.

Anschließend gehe ich an den Strand um nach Kyah zu sehen. Sie kommt unter einem Boot hervor. Es ist gut, dass sie abseits von Aisha und Ava liegt. Ich hebe sie auf das Boot und gebe ihr Reisfutter zu fressen. Anschließend bekommt sie Amoxicilin und eine halbe Entwurmungstablette. Nachdem ich sie wieder heruntergehoben habe gehe ich mit den Hunden den Strand entlang. 

Auf dem Rückweg höre ich ein anhaltendes, jämmerliches Schreien eines Welpen. Ich mache mich auf, um nachzusehen was der Grund ist. Hinter der Strandböschung liegt eine Slumansiedlung und ich sehe, dass ein Mann einem Welpen eine Schnur um eine Vorderpfote gebunden hat und versucht ihn damit wegzuziehen. Ich gebiete ihm Einhalt und frage was los ist. Der Mann und zwei weitere Leute teilen mir mit, dass sie den Welpen loswerden wollen. Ich knie mich zu dem Welpen, der völlig verängstigt ist und nach meiner Hand schnappen will. Ich brauche aber nur eine Minute und er lässt sich von mir anfassen. Ich entferne die Schnur von seiner Pfote, nehme ihn auf den Arm und trage ihn davon.

Der Welpe rührt sich nicht und lässt sich willig zu dem Sala am der Tempelmauer tragen. Ich spreche die ganze Zeit mit ihm um ihm ein Gefühl der Geborgenheit zu geben, setze in dann auf dem Absatz vor dem Sala ab und bleibe bei ihm sitzen. Alle Hunde kommen und beschnuppern ihn und Nuri, so nenne ich ihn, lässt es ohne in Panik zu geraten über sich ergehen.

Alana hat sich mittlerweile am Strand eingefunden und wird von Nico attackiert. Sie flüchtet auf den Wellenbrecher und Nico folgt ihr obwohl ich ihn zurückpfeife. Ich folge den beiden und als ich Nico zu fassen bekomme, bekommt er von mir einen ernsthaften Einlauf. Ich weiß nun, dass er wohl häufig Auslöser für Streitereien ist.

Nach einer halben Stunde und nachdem ich auch nach den beiden Welpen in der Röhre gesehen habe, nehme ich Nuri wieder auf den Arm und wir gehen zur Vorhalle. Dort erwartet uns Shana und ich stelle ihr Nuri vor. Während ich die Futterbehälter auffülle, lasse ich Nuri bei Shana und Nuri läuft auch nicht davon. Obwohl ich alle Hunde wissen lasse, dass Nuri unter meinem Schutz steht, läuft Nico wieder auf ihn zu und Nuri verkriecht sich unter dem Wassertank. Ich nehme Nico wieder zur Brust und werde richtig böse mit ihm. Die anderen Hunde schauen mir zu und ich denke sie wissen was los ist. Ich hoffe Nico hat es auch begriffen, ansonsten hat er schlechte Karten bei mir. Als ich schließlich fahre, liegt Nuri am Wassertank und scheint relativ entspannt zu sein. Ich hoffe ihn morgen wieder zu sehen.

Auf dem Weg nach Pattaya ruft mich Wan an. Man hat ihr verboten die Hunde weiterhin an der Karaoke füttern. Ich kann ihr nur sagen, dass sie versuchen solle einen anderen Futterplatz zu finden. Cassie ist wieder trächtig und ich habe keine Ahnung wo sie ihre Jungen bekommen kann.

Zurück in Naklua mache ich meine übliche Runde. Alle Hunde scheinen wohlauf zu sein. Aiwa bekommt 8 mg Ivermectin. Wenigstens hier gibt es keine Probleme wenn auch Aiwa immer noch humpelt.

Samstag, 23. August 2014

Ich fahre am frühen Nachmittag zum Wat und verbringe mehrere Stunden mit den Hunden. Die Antibiotikgabe an Rashid ist beendet. Ich verteile an Satya und Panya die letzte Dosis Cephalexin. Ihre Bäuche sehen nun wieder sauber aus. Rocky und Toby bekommen weitherhin Cephalexin. Rocky wegen der nackten Schweifspitze und Toby wegen eines entzündeten Nasenrücken. Ich füttere Nacho wieder mit Reisfutter und gebe ihm Amoxicilin. 

Alana kann ich nicht entdecken und finde sie schließlich am Wasserbasin. Als ich auf sie zugehe, läuft sie mit eingekniffenem Schweif davon. Offensichtlich ist sie von anderen Hunden drangsaliert worden. Nach einiger Zeit kann ich mich ihr nähern und versuche sie aufzumuntern. Es sind nun einfach zu viele Hunde von verschiedenen Orten in der Vorhalle und so ist es kein Wunder, dass es Reibereien gibt. Im Unterschied zu Alana haben sich Satya und Panya recht gut mit den anderen Hunden zusammengerauft. 

An den Booten finde ich Aisha, Ava, Roscoe und auch Kyah. Kyah ist definitiv an Staupe erkrankt. Sie hustet allerdings nur leicht, aber weist gewisse Lähmungserscheinungen auf. Ich hebe sie auf ein Boot, damit sie in Ruhe das Reisfutter fressen kann, das ich für sie mitgebracht habe. Mit dabei ist eine Frau, sie heißt Pai, die häufig in den Tempel kommt und Kontakt zum Abt hat. Ich bitte sie den Abt zu fragen ob der Wassertank gefüllt werden könne. Sie sagt zu und verspricht morgen wieder vorbei zu kommen.

Nachdem ich Kyah wieder auf den Strand gesetzt habe, machen wir unseren Strandgang. Ich bleibe mit den Hunden eine gute Stunde an einem Strandabschnitt. Alana ist auch wieder dabei, hält sich jedoch abseits und wird wieder attackiert als wir zurückkehren. Nacho hält sich immer dicht bei mir. Später sehe ich Alana wieder an der Vorhalle in der Nähe von Satya und Panya im Sand liegen. 

Auf dem Rückweg lege ich Trockenfutter für Tessa und Bonnie aus und fahre bei Khun Gai vorbei. Sie hat ein Stück Land ausgemacht und ich möchte es mir ansehen. Wir vereinbaren uns morgen um 9 Uhr bei ihr zu treffen und zum Land zu fahren.

Abends versorge ich die Hunde im Slum, im Talat, am Bauholzplatz und am Freigelände. Nora hat sich nun auch den Resten ihres Shirts entledigt und Bees Wunde ist so gut verheilt, dass ich bald die Fäden ziehen kann.

Freitag, 22. August 2014

Nach der üblichen Routine morgens und mittags hole ich mir nach Büroschluss das Reisfutter bei Amporn ab und fahre dann zur Nongprue-Klinik um nach Sunita zu sehen. Der Arzt erklärt mir, dass sie morgen sterilisiert werden kann. Ich könne sie dann am Montag Abend abholen. 

An der Tempelmauer mache ich ein paar Fotos vom Shitzu und fahre dann zur Vorhalle. Alle Hunde sind versammelt, auch Jaha und Nacho. Ich füttere zuerst Nacho, dem es zusehends besser geht und verteile danach die Medikamente an die Hunde. Dann gehe ich runter zum Strand um nach Kyah und den beiden Welpen zu sehen. Kyah läuft unkoordiniert was auf Lähmung hindeutet. Ich gebe ihr 500 mg Amoxicilin. Mehr kann ich nicht für sie tun. Sie ist auch weitgehend isoliert von den anderen Hunden und ich hoffe, dass sich die Staupe nicht noch auf die Hunde in der Vorhalle ausbreitet. Die Welpen hocken in der Röhre. Ich stelle ihnen Wasser und Futter hinein.

Danach mache ich mit den Hunden in der Dunkelheit unseren Strandgang. Die Hunde sind guter Dinge und toben miteinander herum. Ich sehe das mit stiler Freude und meditiere dabei über die Vergänglichkeit allen Seins.

Zurück in der Vorhalle fülle ich die Behälter auf. Der Wassertank ist fast leer und die Wasserleitung ist immer zugesperrt wenn niemand sonst an der Vorhalle ist. Ich muss mich morgen mal darum kümmern.

Auf dem Rückweg halte ich am kleinen Tempeltor und lege dort Futter für Tessa, Bonnie und die anderen Hunde aus. Dann fahre ich zurück nach Pattaya und erledige meine Futterrunde in Naklua.

Donnerstag, 21. August 2014

Füttere morgens wie üblich die Katzen am Apartmenthaus. Seit einiger Zeit gesellt sich ein hübscher schwarz-weißer Kater, den ich schon einige Male in der Gegend gesehen habe, zu Leila und Lala. Mittags sind die Katzen auf dem Dach ebenfalls dran und nach Büroschluss hole ich mir das Reisfutter für Nacho von Amporn ab.

Am Wat kaufe ich zuerst 20 kg Trockenfutter und verschwinde dann mit Nacho in einer Toilette. Während er dort in Ruhe das Reisfutter fressen kann, versorge ich Rashid, Satya, Panya, Rocky mit ihren jeweiligen Medikamenten. Anschließend gebe ich Nacho Amoxicilin. Wenn ich Nacho hochhebe, fühlt er sich doch recht schwer an. Ich denke, er hat schon wieder ein Pfund zugenommen. Es scheint ihm auch recht gut zu gehen. Allerdings höre ich nun ein Husten von Kyah. Das muss nichts zu bedeuten haben aber ich gebe ihr zur Sicherheit auch Amoxicilin. Ihre Wunde fühlt sich trocken an und die Naht ist noch vorhanden. Die roten Stellen an Panyas und Satyas Bauch sind verschwunden.  

Nacho und Shana bleiben beim anschließenden Strandgang zunächst zurück, folgen uns aber dann. Bei der Rückkehr schaue ich nach den beiden Welpen in der Röhre und stellen ihnen Trockenfutter und Wasser hinein. Dann säubere ich die Behälter und fülle sie nach. Dabei höre ich wieder Gekeife und sehe, dass es dieses Mal Jaha getroffen hat. Ich versuche sie zu trösten, verliere sie dann aber aus den Augen und sehe sie nicht mehr bis ich wieder fahre.

Am Nebentor treffe ich auf Tessa, Bonnie, die kleine schwarze Hündin und den Shitzuverschnitt, den die Anwohner gern loswerden wollen. Ich lege für die Hunde Trockenfutter aus. Als ich den Shitzu fotografieren will macht die Batterie schlapp. Karin hat mich um ein Foto von der Kleinen gebeten, da sie wohl jemanden hat, der einen kleinen Hund aufnehmen möchte. Ich muss morgen einen neuen Anlauf machen.

Später am Abend mache ich meine gewohnte Runde. Die Hunde im Slum bekommen Trockenfutter. Bliss, die ja Junge haben sollte, sieht nicht so aus, als würde sie stillen. Ich muss mal am Wochenende die Anwohnr fragen, ob sie überhaupt lebende Junge zur Welt gebracht hat.

Im Talat bekommen Mom, Bobby und Bee Doxyciclin und ich lege Trockenfutter aus. Bei Diana habe ich es aufgegeben ihr die Wurststückchen schmackhaft zu machen. Ich muss es morgen mal mit Fleisch versuchen.  Das Shirt hat Bee jemand abgenommen. Die Naht ist noch vorhanden und die Wunde fühlt sich trocken an. Anschließend versorge ich die Hunde am Bauholzplatz und am Freigelände und wie immer auch Nadia. Meistens ist auch Arkan dabei, wenn ich sie füttere. Die beiden verstehen sich gut. Zum Schluss bekommen Aiwa und Rudi jeweils 8 mg Ivermectin.

Mittwoch, 20. August 2014

Fahre direkt nach der Arbeit zum Wat. Auf dem Wege dorthin halte ich bei Amporn und hole mir das von ihr zubereitete Reisfutter für Nacho ab. Unterwegs versorge ich einen stark räudigen Hund, den ich vor zwei Wochen entdeckt und schon Ivermectin gegeben hatte, mit weiteren 24 mg.

Im Wat sind alle Hunde versammelt. Nachos Zustand ist unverändert. Ich nehme ihn mit in eine Toilette, damit er in Ruhe fressen kann. Nacho hat guten Appetit und frisst alles auf. Anschließend verteile ich Medizin an Rashid, Satya und Panya. Rocky bekommt auch Cephalexin, da er Haarverlust an der Schweifspitze aufweist. Am Strand bekommt Kyah ebenfalls ihre Medizin. Ich entferne ihr das nur noch halb haftende Pflaster. Es ist feucht und ich denke, dass die Wunde nun an der Luft besser trocknet.

Wir machen unseren Strandgang. Dieses Mal bleibt Nacho zurück und überraschenderweise auch Shana. Vielleicht habe ich sie die vergangenen Tage zu sehr gescholten weil sie Nico, Prince und weitere Hunde angegangen war. Das wird sich aber wieder einrenken.

Zurück in der Vorhalle sitzt Nacho an meinem Bike und Shana liegt dahinter. Ich trage Nacho auf den Treppenabsatz auf dem Asa gern liegt und hoffe er hat eine gute Nacht. Dann säubere ich die Behälter, fülle sie auf und fahre zurück nach Pattaya. Dort mache ich die Naklua-Runde, lege Trockenfutter aus und gebe Bee, Mom und Bobby Doxyciclin. 

Dienstag, 19. August 2014

Bevor ich zur Arbeit fahre versorge ich die Katzen am Apartmenthaus und mittags die Katzen auf dem Dach vom Pattaya Bazaar. 

Nach der Arbeit fahre ich direkt zum Wat. Als erstes schaue ich nach Nacho; er ist bei den anderen Hunden. Nacho zeigt weiterhin keine offensichtlichen Symptome. Ich gebe ihm wieder Amoxicilin und füttere ihn mit Wurmstückchen, da er das Trockenfutter, dass ich ihm hinstelle, nicht fressen mag. Morgen werde ich ihm Reisfutter mitbringen.  

Rashid gebe ich seine Medikamente. Er ist ziemlich grummelig und deswegen nehme ich ihm mal den Kragen ab. Rashid fängt jedoch sofort an, an seiner Bandage zu knabbern, sodass ich gezwungen bin ihm den Kragen wieder anzulegen. Seine Augen sind auch leicht verklebt und deswegen säubere ich sie und verabreiche ihm Augentropfen. Jira bekommt auch Augentropfen, da ihre Augen immer etwas rot sind. Ich gebe ihr 8 mg Ivermectin genauso wie Chuki. Panya und Satya bekommen Cephalexin. Die roten Stellen an ihren Bäuchen sind kaum noch sichtbar.

Danach gehen wir alle an den Stand. Nacho folgt uns überraschenderweise auch, was mich sehr freut, vielleicht kriegt er ja die Kurve. Nacho ist immer in Gefahr von hauptsächlich Nema, Jaha und Jake angegangen zu werden. Ich muss sofort dazwischengehen, damit einige der anderen Hunde sich nicht auch noch auf Nacho stürzen. Ich fordere Nacho deswegen auf immer dicht bei mir zu bleiben. 

Zurück bei den Booten verabreiche ich Kyah ihre Medikamente. Das Pflaster auf ihrer Wunde ist noch intakt und sie scheint wohlauf zu sein. Ich fülle die Behälter auf und verlasse die Hunde, die friedlich in der Vorhalle und auf dem Sandplatz davor liegen. 

Am Seitentor sehe ich Tessa und zwei weitere Hunde, die dort auf der Soi leben. Sie haben sich mittlerweile auch mit mir angefreundet. Einen von ihnen behandele ich gegen leichte Räude und der Erfolg hat sich schon eingestellt. Der andere, ein kleiner Shitzu Mischling, ist auf meiner Sterilisationsliste. Bonnie sehe ich nicht und auch von Kobi ist nach wie vor keine Spur zu sehen.

In Pattaya kaufe ich 15 kg Trockenfutter und liefere ihn bei den Wachleuten am Schrottplatz ab. Ich habe Goyo seit einigen Tagen nicht mehr gesehen und frage nach ihm. Die Wachleute vermissen ihn auch seit vier Tagen. Abends versorge ich Aiwa, Rudi, Ivan, Josy und den alten Rüden aus der Parallel Soi mit Ivermectin. Danach mache ich meine Naklua-Runde.

Montag, 18. August 2014

Ich füttere die Katzen am Apartmenthaus und fahre dann zum Best, wo ich Rudi erwische. Ich stelle bei ihm nun auch nach vier Wochen die Cephalexinbehandlung ein und gebe ihm von nun an nur noch Ivermectin.

Mittags füttere ich die Katzen auf dem Dach und hole mir Cephalexin und Amoxicilin. Nach Büroschluss fahre ich zum Wat. Alle Hunde einschließlich Nacho sind anwesend. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Nacho auch an Staupe leidet. Er wird von Tag zu Tag dünner. Allerdings hustet er noch nicht und atmet normal. Ich gebe ihm wieder 500 mg Amoxicilin. Vielleicht kann ich ihn ja retten. 

Rashid bekomt Kalzium, Antibiotika und Antiinflamation. Panya und Satya bekommen Cephalexin. Es scheint, dass die roten Stellen etwas abgeklungen sind. Wie machen unseren Strandgang, nur Nacho bleibt zurück und das ist mir ganz recht. Ich versuche ihn so gut als möglich von den anderen Hunden fernzuhalten. Auf dem Rückweg verabreiche ich Kyah Antibiotika und Antiinflamation. Die beiden Hunde in der Röhre sind auch versorgt. Ich sehe, dass jemand Wasser zu ihnen gestellt hat und es ist auch noch Puppyfutter für sie da. 

Nachdem ich Wasser und Futter aufgefüllt habe, fahre ich durch das Watgelände und treffe dort den Mann, der immer Toby und Rocky extra versorgt. Er ist auch derjenige, der die beiden Welpen in der Röhre füttert, wie er mir sagt. Der Mann hat einen großen Topf Reisfutter dabei, den er an die Hundefamilie im Busch verteilen will. Am Seitentor treffe ich auf Tessa und Bonnie. Ich lege Trockenfutter für sie aus. Scottie und Arnie tauchen auch auf und ich verschwinde schnell, damit es keinen Aufruhr gibt.

Zurück in Pattaya kaufe ich 15 kg Trockenfutter und liefere den Sack bei dem Mann ab, der Cherry, Ebony und Sarah versorgt. Am frühen Abend fahre ich zuerst in den Slum und lege Trockenfutter für die Hunde dort aus. Dann fahre ich rüber auf den Talat. Ich lege Trockenfutter für die Hunde aus und verteile Doxyciclin an Mom, Bobby und Bee. An Aiwa und Rudi werde ich von heute an nur noch jeden zweiten Tag 8 mg Ivermectin verteilen. Die Hunde am Bauholzplatz und am Freigelände versorge ich mit Trockenfutter wie Nadia auch.

Sonntag, 17. August 2014

Am frühen Nachmittag bin ich mit Rani verabredet, die so freundlich ist mir beim Transport von Boss zum Wat zu helfen. Ich bin um ein Uhr am Strand und suche nach Boss, jedoch vergebens. Ich schaue auch nach Sunita und den Welpen. Sunita finde ich in den Rabatten, aber die Welpen sind verschwunden. Ich gehe zu Daeng und er teilt mir mit, dass jemand die Welpen mitgenommen habe. Angeblich sollen sie gut versorgt werden. Die Welpen waren aber noch viel zu klein um von Sunita genommen zu werden, denn sie hatte noch lange nicht abgestillt. 

Ich entschließe mich umzudisponieren und anstatt Boss zum Wat zu bringen, Sunita in die Nongprue Klinik zu fahren. Sie verkriecht sich jedoch in ein Abflussrohr. Daeng hat die Idee Wasser dort hineinzuleiten und so muss sie hervorkriechen und ich kann ihr einen Harness anlegen. 

Rani ist mittlerweile auch angekommen und so fahren wir Sunita in die Klinik. Dort stellt der behandelnde Arzt fest, dass sie erst in ca. einer Woche sterilisiert werden kann, da die Zitzen noch voller Milch sind. Sunitas Bein wird geröngt und es stellt sich glücklicherweise heraus, dass kein Bruch sondern nur eine kleine Knochenverschiebung vorliegt, die sich hoffentlich von selbst einrenkt. Ich lasse Sunita bis auf Weiteres in der Klinik, damit sie sich erholen kann und werde am Donnerstag wieder nach ihr schauen.

Ich fahre weiter zum Wat, kaufe wieder 20 kg Trockenfutter und schaue nach den Hunden an der Vorhalle. Einer der Abszesse an Yokos Hals hat sich geöffnet. Nachdem ich Futter und Wasser nachgefüllt habe, rufe ich Pat an, ob er mich mit Yoko in die Bang Saray Klinik fahren kann. Pat kommt sofort vorbei und wir nehmen auch Ada mit. 

In der Klinik wird der Abszess versorgt und als ich frage, ob Yoko für einige Tage in der Klinik bleiben kann, meint die Ärztin sie müsse erst einen Staupe Test vornehmen, da Symptome auf die Krankheit hindeuten. Der Test ist positiv und ich bin kurz vor der Verzweiflung. In der Klinik kann Yoko nicht bleiben und zurück in die Vorhalle kann ich sie auch nicht nehmen. Sie würde dort andere Hunde anstecken, falls das bisher noch nicht passiert ist. Ich bitte die Ärztin Yoko einzuschläfern und nach einigem Zögern und nach Rückfrage mit ihrem Mann, mit dem sie gemeinsam die Klinik betreibt, stimmt sie zu. Ich bleibe bei Yoko in ihren letzten Minuten ihres kurzen Lebens und frage mich ob es richtig gewesen war, sie vom Pattaya Bazaar zum Wat zu bringen.

Anschließend wird Ada untersucht. Ihre Symptome gleichen denen Chukis und Jiras was mich noch weiter runterzieht. Ada wird ebenfalls auf Staupe getestet und ist auch positiv. Ich gehe raus zu Pat und unterrichte ihn davon. Er hat ja zu Ada ein engeres Verhältnis als ich und ich möchte wissen was er denkt. Nach einem zehnminütigen Gespräch stimmt er einer Einschläferung zu und als ich in den Behandlungsraum zurückkehre ist Ada schon eingeschläfert. Es ist alles sehr niederdrückend und wir fahren schweigend zurück zum Wat. 

Dort gebe ich Pat Amoxicilin für Aisha und Ava und verabreiche Nacho vorsorglich ebenfalls 500 mg Amoxicilin. Staupe ist zwar mit Antibiotika nicht heilbar aber zumindest können Sekundärinfektionen damit unter Kontrolle gehalten werden und der Körper hat die Chance den Staupevirus zu bekämpfen. An Panya und Satya, die in einwandfreiem Zustand in den Tempel gekommen waren entdecke ich an der Bauchseite rote, leicht infizierte Stellen. Ich gebe beiden Cephalexin.

Voller Sorge mache ich mich auf den Weg zurück nach Pattaya. Nico und Asa folgen mir nun nicht mehr. An der Außenseite der Tempelmauer finde ich Tessa und Bonnie. Ich hatte gehofft, dass sich Kobi vielleicht zu ihnen gesellen würde, aber diese Hoffnung kann ich nun auch begraben. Ich lege Trockenfutter für die beiden Hunde aus. Prince kommt von der Innenseite auch hinzu aber es geht recht friedlich ab. Ich bin immer etwas unter Stress dort, weil die Leute an der Außenseite der Tempelmauer mir unfreundlich gesinnt sind und dagegen sind, dass ich die Hunde füttere.

Später am Abend versorge ich zuerst Aiwa. Sie bekommt von nun an nur noch Ivermectin; die Cephalexinkur ist nach vier Wochen beendet. Anschließend lege ich Trockenfutter für die Hunde am Bauholzplatz und am Freigelände aus. Danach versorge ich Mom, Bobby und Bee mit Doxyciclin und Trockenfutter. Bee finde ich erst nachdem ich mit dem Scooter um dem Markt gefahren bin. Sie ist eine rechte Frohnatur, freut sich und springt herum wenn sie mich sieht. Ich bin sehr froh, dass ich ihr helfen kann.

Samstag, 16. August 2014

Ich füttere die Katzen am Morgen. Yolanda ist auch mal wieder gekommen und eine andere schwarz-weiße Katze kommt nun auch ziemlich regelmäßig; ein brauner Kater ebenfalls ab und zu. Ständig am Geisterhäuschen ist nur Leila. Lala hat ihrem Hauptwohnsitz irgendwo in der Nachbarschaft und kommt nur morgens und abends zu Fütterung.

Für Rudi habe ich die Medikamente vorbereitet aber ich finde nur Bo, die Hündin vom Best, die nun auch sehr zutraulich zu mir ist. Mittags füttere ich die Katzen auf dem Dach. Ich vermute, die graue Katze hat Junge, aber gesehen habe ich bisher noch keines. 

Bevor ich zu den Hunden an der Vorhalle fahre, suche ich nochmal die Gegend an der Nordseite des Tempels ab und schaue auch am Haus von Khun Gai vorbei. Sie ist jedoch nicht zu Hause. Danach suche ich den gesamten Watbereich ab, aber auch dort finde ich keine Spur von Kobi. 

An der Vorhalle sehe ich alle Hunde bis auf Yoko. Auf dem Strandgang taucht sie jedoch unvermittelt auf und hält sich dicht bei mir. Zurück in der Vorhalle untersuche ich sie. Sie ist total abgemagert und hustet. Außerdem hat sie an beiden Seiten ihres Halses Abszesse. Ich vermute das Schlimmste und werde sich morgen, wenn Pat Zeit hat, in der Bang Saray Klinik vorstellen. 

Nacho ist auch nicht besonders wohlgenährt, aber scheint sonst relativ wohlauf zu sein. Rashid trägt noch seinen Kragen. Ich gebe ihm Kalzium, Antibiotika und Antiinflamation. Kyah hat sich ihres Kragens entledigt, aber das Pflaster ist noch intakt. Ich hoffe, sie geht nicht ins Wasser, denn sie liegt immer gern dicht an den Booten. Ich gebe ihr ebenfalls Antibiotika und Antiinflamation.

Auf dem Rückweg schaue ich mal wieder nach den Hunden am alten Ducati Laden vorbei. Ich finde auf der Rückseite des Geländes Coco, Faye und die junge namenlose Hündin, nicht aber Bessie und Roxy. Die drei Hunde freuen sich wie verrückt mich zu sehen. Sie sind recht gut genährt obwohl ich keine Futterschüsseln mehr am Laden entdecken kann. Ich werde die Hunde weiterhin unter Beobachtung halten.

Abends versorge ich die Hunde in Naklua. Nora bekommt die letzte Dosis Doxyciclin. Sie hat sich ihres Shirts teilweise entledigt. Nora hat ja laut Aussage der Ärztin eine selbstauflösende Naht erhalten. Den Rest des Shirts werde ich ihr wohl schon abnehmen können. Bee trägt noch ihr Shirt. Ich fühle nach der Wunde und sie scheint in Ordnung zu sein. Ich werde noch einige Tage warten und dann die Fäden ziehen. Bee bekommt bis auf Weiteres, genau wie Mom und Bobby, Doxyciclin gegen Blutparasiten. Diana verweigert die Wurststückchen. 

Am Bauholzplatz scheint soweit alles in Ordnung zu sein. Ich verteile die letzte Dosis Doxyciclin an alle Hunde. Mae Song hat sich nun auch des Restes ihres Shirts entledigt. An der Freifläche versorge ich Arkan, Rita und Terje. Jule liegt immer etwas abseits und lässt mich nicht an sie heran. Als letztes sind Cherry, Ebony, Sarah und Nadia dran. Auch sie bekommen die letzte Dosis. Nadia bekommt außerdem Trockenfutter genau wie die Hunde am Bauholzplatz und am Freigelände auch. Wasser fülle ich für die Hunde auch immer nach, da der Zapfhahn nun dauerhaft offen ist.

Freitag, 15. August 2014

Nach einer kurzen Nacht fahre ich um halb sechs nach Phutaluang und komme dort um halb sieben an. Ein Arbeiter führt mich herum und ich finde Alana, Satya und Panya relativ schnell. Satya nehme ich auf den Arm, Panya und Alana folgen mir Richtung Haupttor, wo ich die Hunde anleine.  

Rani kommt um halb acht und wir verstauen alle drei Hunde in die Box, die ja recht geräumig ist. Randy prügelt sich wieder im Käfig, sodass ich keine Chance habe ihn auch mitzunehmen. Im Wat finden sich die drei Neuankömmlinge überraschend schnell zurecht da die anderen Hunde recht kooperativ sind. Ich fülle die Behälter auf und fahre dann schnell nach Pattaya, denn um neun Uhr muss ich im Büro sein. Es ist gerade noch Zeit, um die Leila und Lala zu versorgen; Rudi muss ich heute Abend verarzten.

Nach Büroschluss fahre ich schnell Trockenfutter für die Naklua-Hunde kaufen und dann zum Wat. Als ich ankomme, gibt es eine wüste Prügelei, die von Shana gegenüber Nico angezettelt wird. Als ich die Hunde schließlich auseinanderbringe, stelle ich fest dass Nico aus dem Genital blutet und ich schimpfe ernsthaft mit Shana und lasse sie danach für eine Weile links liegen.  

Alana, Satya und Panya sind nicht zu sehen und auch Yoko nicht. Nacho ist sehr mager geworden und kann wohl seinen Platz nicht recht finden. Er tut mir leid und ich versuche ihn separat zu füttern, aber er will nicht fressen. Danach gehe ich die drei Neuen suchen und finde sie kurze Zeit später. Sie kommen aus dem Busch neben der Tempelmauer angelaufen und nachdem ich die Ordnung im Rudel hergestellt habe folgen sie uns auf einem Strandgang. Nico ist auch dabei und auch Asa. Es ist sicher nicht einfach für die Hunde mit den immer neuen Gegebenheiten klar zu kommen. 

Pat ist mittlerweile angekommen und ich finde ihn bei den Hunden an den Booten. Ich gebe ihm Cephalexin für Ada. Kyahs Shirt ist durchgeblutet und so entschließen wir uns sie erneut in die Bang Saray Klinik zu bringen. Dort wird allerdings festgestellt, dass die Wunde nur ein wenig aufgescheuert ist, die Fäden aber noch vorhanden sind. Das Shirt wird entfernt und Kyah bekommt einen Kragen verpasst. Wir bringen sie zurück und setzen sie auf das Boot zu Aisha.  

Rashid hat seinen Kragen noch um und humpelt mit seinem Gipsverband herum. Es geht ihm aber vergleichsweise gut. Ich suche nach Yoko, kann sie jedoch nirgendwo entdecken. Auch Kobi bleibt verschwunden. Den beiden Welpen im Wasserrohr stelle ich Puppyfutter und Wasser hin. Alana, Satya und Panya sind auch an der Vorhalle und richten sich relativ problemlos ein. Alana ist allerdings recht zickig und legt sich mit einigen Hunden an die jedoch kaum reagieren. Ich versuche ebenfalls besänftigend auf Alana einzuwirken. Schließlich müssen alle Hunde miteinander auskommen, sonst bekomme ich große Schwierigkeiten. Als ich fahre, folgen mir dieses Mal Nico und Asa nur ein Stück weit und ich hoffe sie haben nun begriffen, dass ich zurückkomme.

Auf dem Rückweg fahre ich beim Amari-Strand vorbei, um nach Boss und Sunita mit ihren Welpen zu sehen. Daeng zeigt mir die Welpen, die nun an einem etwas anderen Platz liegen. Sunita ist auch dabei. Boss sehe ich ebenfalss. Ich mache Fotos von Sunita und den Welpen und schicke sie Karin.

Heute Abend muss die Futterrunde ausfallen. Ich bin einfach zu kaputt nach der kurzen Nacht und dem langen Tag und falle schon um zehn Uhr todmüde ins Bett.

Donnerstag, 14. August 2014

Wie jeden Morgen versorge ich die Katzen und Rudi. Im Internet lese ich, dass die Amari-Hunde angeblich einen Jungen, der am Meer spielte, angefallen haben. Daraufhin wurde die City Hall tätig. Außer Randy, tragen ja alle Hunde ein Halsband mit meiner Telefonnummer darauf, gemeldet hat sich allerdings niemand bei mir. Ich hoffe keine Schwierigkeiten zu bekommen, wenn ich die Hunde aus Phutaluang herausholen will.

Um halb sieben bin ich im Wat und versorge die Hunde. Kurze Zeit später kommen Rani und Quim und dann auch Pat. Wir fahren mit zwei Wagen nach Phutaluang. Als wir um viertel nach sieben dort ankommen, ist die Anlage schon geschlossen und es ist stockdunkel dort. Ich entdecke trotzdem im ersten Gehege Randy und dann auch den Rüden, der mit Sunita Welpen hat. Randy fetzt sich mit einem anderen Hund als ich den Käfig betrete und weigert sich mit mir zu kommen. Der Rüde aber ist ganz freundlich. Ich trage ihn aus dem Gehege und wir bugsieren ihn in die Box auf dem Pick-up von Rani. Natürlich ist der Hund traumatisiert und tobt in der Box ohne dass ich ihn beruhigen kann.

Der Manager wird gerufen und teilt uns mit, dass wir die anderen Hunde heute Abend nicht herausholen können und dass die City Hall zudem die Erlaubnis dazu geben muss. Wir müssen also versuchen Alana, Boss, Satya und Panya morgen herauszuholen. Pat hat morgen früh keine Zeit aber Rani verspricht die Hunde zu transportieren, wenn ich sie zuvor gefunden habe. Sie wird den Rüden an der Vorhalle absetzen.

Ich fahre mit Pat in die Bang Saray Klinik wo wir Rashid und Kyah abholen. Rashid hat einen Gips angelegt bekommen und ist wie Kyah sterilisiert worden. Die Rechnung ist saftig. Wir fahren zurück zum Wat und laden Kyah und Rashid aus. Rashid wird von den Hunden in der Vorhalle begrüßt und Kyah trage ich auf das Boot zu Aisha und Ava.

Nachdem ich nochmal die Behälter nachgefüllt habe fahre ich zurück nach Pattaya. Soi, die Frau, die mich über das Schicksal der Amari-Hunde informiert hatte, hatte mir mitgeteilt, dass Boss wohl nicht eingefangen wurde. Ich fahre deshalb an den Strand um nach ihm zu suchen und versuche auch Sunita mit ihren Welpen zu finden. Ich spreche einen Mann der am Strand haust an, und nachdem er mich misstrauisch beäugt hat, führt er mich an eine Stelle an der Sunita und die Welpen liegen. Sunita ist nur noch Haut und Knochen und hat sich nach Aussagen des Mannes, er nennt sich Daeng, ein Bein gebrochen. Ich kann das in der Dunkelheit nicht überprüfen. Sunita hat drei gesund aussehende Welpen. Daeng sagt, dass Sunita und die Welpen ebenfalls fortgeschafft werden sollen. Ich verspreche ihm eine Lösung zu finden und denke dabei an Karin.

Ich gehe den Strand entlang und sehe tatsächlich Boss dort. Er ist ein wenig scheu zu Beginn, verständlich nach der bösen Erfahrung und dem Verlust von Alana, Satya, Panya und Randy, taut aber schnell wieder auf.

Wegen der Aktion mit den Amari-Hunde hatte ich keine Gelegenheit Trockenfutter zu kaufen und so verteile ich die Medikamente an die Hunde und die Slumhunde bekommen etwas Futter wie auch Bee und Nadia. Aiwa wird ebenfalls versorgt.

Mittwoch, 13. August 2014

Ich füttere morgens Leila und Lala und verabreiche beim Best Rudi seine Medikamente. Mittags versorge ich die Katzen auf dem Dach. 

Am frühen Abend ruft mich die Frau, die die Amari-Hunde versorgt an und teilt mir mit, dass die City Hall die Hunde nach Phutaluang verbracht hat. Ich rufe Pat und Rani an und wir verabreden uns morgen Abend um halb sieben im Wat zu treffen um die Hunde aus dem Lager herauszuholen.
 
Am Abend versorge ich die Hunde in Naklua mit Trockenfutter, Wasser und Doxyciclin. Aiwa bekommt wie jeden Abend Cephalexin und Ivermectin. Sie humpelt immer noch und ich nehme an, es ist etwas Ernstes. Ich kann ihr jedoch nicht helfen, da ich sie mir wieder ausweicht.

Dienstag, 12. August 2014

Ich versorge morgens Leila und Lala und fahre dann zum Best um Rudi zu verarzten. Anschließend fahre ich zu Karin um nach Chula und ihren Welpen zu schauen. Ich zähle sieben von ihnen. Chula liegt ruhig unter einem Baldachin, das Bua für sie gebastelt hat und das sie und die Welpen vor der Sonne schützt. 

Ich fahre weiter nach Tongklom und sehe dort Anika und Cleo. Beiden scheint es gut zu gehen. Am Wat will ich Futter kaufen, aber der Laden ist geschlossen. So befürchte ich zurück nach Pattaya fahren zu müssen, da der Vorrat aufgebraucht ist. 

Meine Hoffnung Kobi im Wat bei Nico und Asa zu sehen wird enttäuscht. Natürlich gibt es wieder einige Kabbeleien als ich ankomme aber die Integration von Nico und Asa hat Fortschritte gemacht. Um den Zusammenhalt der Gruppe zu stärken machen wir trotz der grausamen Hitze einen ausgedehnten Strandspaziergang, den auch Nico und Asa genießen. Wir machen Halt am Wasserloch und ich mache ein paar Fotos dort. Wir gehen auch an den Strandabschnitt auf der anderen Seite der Soi die entlang der Tempelmauer verläuft und laufen durch den Busch. Kobi bleibt verschwunden. 

Wir gelangen an eine andere Soi und es hält ein Wagen, gerade als die Hunde auf Soi laufen. Die Fahrerin öffnet die Tür und spricht mich an. Sie habe schon von mir gehört und betreue ebenfalls Straßenhunde, die sie auf ihrem Grundstück ganz in der Nähe aufgenommen habe, insgesamt sechzig wie sie sagt. Die Frau bietet mir ihre Hilfe an und ich frage sie ob es in der Gegend noch eine Tierfutterhandlung gibt. Khun Gai, so heißt die Frau, sagt darauf, dass ich einen 20 kg Sack von ihr bekommen könne. Ich gehe mit den Hunden zurück zur Vorhalle und wenige Minuten später liefert Khun Gai den Sack Futter ab. Geld will sie dafür nicht. 

Wir unterhalten uns eine Weile und Khun Gai bietet mir weitere Hilfe an. Sie habe mit einem Veterinär zusammengearbeitet und könne Spritzen setzen, Infusionen legen und kenne auch eine Klinik bei der sie Discount bekommt. Ich erzähle ihr die Geschichte mit Nico und Kobi. Sie weiß von Phutaluang und sagt, dass sie nach Kobi Ausschau halten wolle.

Kurz nachdem sie gefahren ist, trifft überraschend Stuart McFarlane  ein. Er hat mir ja damals geholfen Prince vom Talat in den Tempel zu bringen. Wir unterhalten uns eine ganze Weile und er lädt mich zu sich ein. Ich nutze die Gelegenheit ihn zu bitten Nico festzuhalten wenn ich fahre und Stuart erzählt mir später bei sich, dass das auch ganz gut geklappt habe. 

Auf dem Rückweg kaufe ich Rippchen für die Slumhunde und die Talathunde, da es keine Knochen gibt. Ich erkundige mich in der Naklua-Klinik ob ich eventuell noch heute Abend einen Hund zum sterilisieren bringen könne, aber es ist nicht möglich. So muss ich eine Aktion mit Kali, Maya oder Cassie, die noch übrig sind, um ein paar Tage verschieben.

Abends versorge ich Nora mit Doxyciclin und gebe allen Hunden Rippchen. Dann fahre ich zum Talat und gebe Mom, Bobby, Bee und Diana Doxyciclin und Mom und Bee bekommen auch Rippchen. Anschließend fahre ich zu Aiwa und dann zu den anderen Hunden am Bauplatz und am Freigelände. Sie bekommen alle wie auch Nadia, Ebony, Sarah und Cherry Doxyciclin. Die Verabreichung an die Schrottplatzhunde ist nach einem Monat beendet. Die anderen Hunde müssen noch eine weitere Woche verarztet werden. Ich habe mich entschlossen nun auch Bobby, Diana, Mom und Bee einen Monat lang Doxyciclin zu geben.

Montag, 11. August 2014

Morgens früh ruft mich Pat an. Er ist an der Vorhalle gewesen und hat Nico dort entdeckt wie er bei Asa liegt. Kobi hat er nicht ausmachen können. Ich  fahre ich zum Best um nach Rudi zu schauen. Er ist anwesend und bekommt seine Medizin. Danach versorge ich die Katzen auf dem Dach und besorge ein paar Meter Baumwolltuch, das ich in der Klinik abgeben will. Der Arzt versicherte mir, dass er Kyah ein Shirt verpassen kann. 

Am frühen Vormittag fahre ich zum Wat. Ich treffe tatsächlich Nico zusammen mit Asa dort an. Mit meiner Ankunft endet erstmal das bisher friedliche Beisammensein, denn alle Hunde und vor allem Nico erwarten, dass ich mich um sie kümmere. Nico ist offensichtlich sehr froh mich zu sehen und klammert sich regelrecht an mich, was er zuvor nie getan hat. Ich brauche eine gute Stunde um die Situation etwas zu entspannen. Die alten Hunde haben eigentlich kein Problem mit Nico aber Nico ist nun, da ich da bin, aggressiv zu ihnen. Die einzige allerdings, die darauf reagiert, ist Shana. Arnie, Scottie und Prince bleiben ganz cool, die kleineren Hunde sind entweder nicht interessiert oder halten sich zurück. 

Sandra hatte mir zwei Packungen Protein Sticks mitgegeben, die ich an die Hunde verteile. Danach bekommen alle die dritte Entwurmung. Asa taut nun auch auf seitdem Nico da ist und nach einem Rundgang um das Vorhallengebäude entschließe ich mich zu einem Strandgang.  

Nico und Asa folgen uns nach meiner Aufforderung und scheinen den Spaziergang am Meer zu genießen. Sie sind nun relativ entspannt und wir gehen zum Wassertümpel wo es schattig ist, denn dieser Tage ist es unmenschlich heiß. Auf meinem Balkon habe ich in der Sonne 48 Grad gemessen. Ich gehe auch zum ersten Mal mit den Hunden durch den Busch auf der anderen Seite des Tempels und rufe nach Kobi, allerdings ohne ihn zu entdecken.

Anschließend mache ich mich auf um in die Bang Saray Klinik zu fahren. Nico und Asa rennen hinter mir her und so muss ich wieder umkehren um sie zurückzubrigen. Ich mache einen neuen Versuch und fahre schnell davon. Sie rennen wieder hinter mir her aber ich hoffe, dass sie zurückkehren wenn sie mich nicht mehr sehen. In der Klinik gebe ich das Baumwolltuch ab und der Arzt teilt mir mit, dass der Bluttest bei Rashid normal ausgefallen ist. Rashid hat einen Gipsverband angelegt bekommen, den er einen Monat lang tragen muss. Er kann sterilisiert werden. Kyah ist bereits sterilisiert worden. Ich schaue nach beiden Hunde aber störe sie nicht, da sie schlafen. 

Zurück im Wat sehe ich weder Nico noch Asa. Deswegen mache ich mich auf und fahre die gleiche Soi ab, auf der ich zur Sukhumvit gefahren bin. Am Ende der Soi sehe ich Nico und Asa auf dem Grünstreifen des Highways sitzen. Sie erblicken mich auch sogleich und ich befürchte schon das Schlimmste, da der Highway stark befahren ist. Asa läuft als erste zu mir herüber und wird knapp von einem Auto verfehlt. Nico wartet auf eine Lücke im Autostrom und kommt auch unversehrt herüber. Ich setze mich auf meinen Scooter und beide Hunde rennen hinter mir her und zurück zum Wat.

Bisher hatte ich das Problem nur mit Prince. Auch ihn hatte ich ja lange Zeit täglich sozusagen exklusiv versorgt und er war wie nun auch Nico und Asa stark auf mich fixiert. Prince hat nach einigen Tagen verstanden, dass ich immer wieder zurückkomme und ich hoffe, dass Nico das auch kapiert. Asa ist ja nur mit ihm mitgelaufen.

Mit Einbruch der Dämmerung machen wir einen erneuten Strandgang. Ich setze mich auf einen Autoreifen und schaue dem Sonnenuntergang zu. Die Hunde liegen um mich herum oder rennen durch das hohe Gras hinter der Böschung. Nico wird wieder etwas knurrig und steckt damit Asa an, die Chuki, Jaha und Yoko bedient. Scottie kommt zu mir und Nico knurrt und schnappt nach ihm. Scottie, der ja der größte und vermutlich auch stärkste Hunde im Rudel ist, bleibt jedoch ganz cool. Jedes Mal, wenn Nico anfängt zu knurren bekommt er von mir einen Klaps auf den Kopf und leckt mir dann die Hand. Ich habe deswegen auch keine Sekunde das Gefühl, dass die Situation aus dem Ruder laufen könnte.

Wir gehen zur Vorhalle zurück und ich muss akzeptieren, Kobi wieder nicht gefunden zu haben. Ich mache dieses Mal den Versuch durch den Watbereich davonzufahren, muss aber mehrmals wieder anhalten weil Nico und Asa mit mir kommen wollen. Schließlich fahre ich davon und hoffe, dass Nico und Asa nicht an den anderen Tempelhunden vorbeikommen. Heute ist Markt vor dem Tempeltor und das hält dann die beiden davon ab mir weiter zu folgen. Ich halte und sehe sie unschlüssig am Tempeltor stehen. Bei den vielen Menschen um sie herum sehen sie mich nicht.

Am Abend fahre zuerst zu Aiwa und dann zu den Slumhunden und anschließend auf den Talat Rung Roht. Nora bekommt wie auch Bee Doxyciclin. Im Slum lege ich Trockenfutter aus. Ich vermisse Bliss und gehe davon aus, dass sie ihre Jungen bekommen hat. Mom sieht mir sehr dünn aus, stürzt sich jedoch nicht auf das Trockenfutter, das ich für die Hunde auslege. Bee ist hungrig und frisst. Ich gebe Mom ebenfalls Doxyciclin falls er Blutparasiten hat. Bobby bekommt auch eine Tablette. Diana verweigert sich. Anschließend fahre ich zu den Bauholzplatz-Hunden und versorge sie mit Trockenfutter und Doxyciclin. Mae hat sich nun endlich ihres Shirts entledigt. Einfangen muss ich sie trotzdem um ihr die Fäden zu ziehen. Vielleicht schaffe ich das ja am Wochenende. Zum Schluss versorge ich Nadia, Ebony, Sarah und Cherry und anschließend die Schrottplatz-Hunde.

Sonntag, 10. August 2014

Ich fahre frühmorgens zuerst zum Best, Rudi ist jedoch abwesend. Im Wat bin ich um neun Uhr, da ich mit Pat verabredet bin Kyah in die Bang Saray Klinik zu bringen. Ich sehe weder Kobi noch Nico und suche deswegen den gesamten Bereich und den Strand ab. Sie bleiben verschwunden. Pat ist mittlerweile auch gekommen und teilt mir mit, dass er um sechs Uhr schon mal im Wat war und die Hunde auch nicht gesehen hat. Wir dehnen unsere Suche aus aber wiederum ohne Erfolg. 

Da Rashid immer noch humpelt und ich nicht erkennen kann woran es liegt, entschließe ich mich ihn mit in die Klinik zu nehmen. Ich habe ja zu Rashid mittlerweile ein gutes Verhältnis, auf den Arm genommen habe ich ihn bisher aber noch nicht. Er lässt sich jedoch willig ins Auto tragen. Anschließend hole ich mir Kyah vom Boot und auch sie macht keine Probleme. Rashid und sie vertragen sich im Auto gut und so verläuft die Fahrt problemlos. In der Klinik wird festgestellt, dass Rashid starkes Fieber hat. Sein Lauf wird geröntgt und es stellt sich heraus, dass ein glatter Bruch vorliegt. Ich verabrede mit dem Arzt beide Hunde bis Mittwoch Abend in der Klinik zu lassen. 

Zurück in Baan Amphur suchen Pat und ich noch einen an den Wat-Strand angrenzenden Strandabschnitt und den Busch dahinter ab, aber wiederum ohne Erfolg. Pat kümmert sich um Aisha, Ava, Ada und auch Roscoe die zu ihm ein vertrauensvolleres Verhältnis haben als zu mir. Die beiden neuen Welpen haben sich in einem Abflussrohr eingerichtet und kommen heraus wenn die Hunde aus der Vorhalle nicht am Strand sind. 

Ich stelle ihnen Puppyfutter in das Rohr. Ich sehe nun, dass der weiße Welpe ein Rüde ist. Der schwarze Welpe ist sehr ängstlich und kommt kaum aus der Röhre heraus. Der Mann, der insbesondere Toby und Rocky mit Reis füttert, äußert seine Besorgnis, dass die Hunde bei Flut in der Röhre eingeschlossen werden könnten und ertrinken. Ich jedoch stelle fest, dass die Röhre relativ lang und ansteigend ist, sodass diese Gefahr kaum besteht. Allerdings könnte es sein, dass die Hunde nicht mehr aus der Röhre herausgelangen können wenn sie noch ein wenig wachsen, da der Zugang extrem eng ist. Da werden wir aber eine Lösung finden. 

Pat hat mittlerweile Ada gebadet, da ihr Fell struppig ist. Es könnte beginnende Räude sein und deswegen geben wir ihr 16 mg Ivermectin. Anschließend fahren wir zum Apartmenthaus und ich schnappe mir dort Asa. Asa ist ja sowieso relativ ängstlich und auf der gesamten Fahrt zum Wat sehr besorgt was mit ihr wohl passieren wird. Im Wat dauert es eine Weile bis die anderen Hunde sie als Neuzugang halbwegs akzeptiert haben und ich sehe Asa zum ersten Mal böse knurren und schnappen als sich einige Hunde ihr zu nahe kommen. Sie läuft aber nicht weg, auch nicht als ich mich kurz entferne, um die Behälter zu säubern und zu füllen. 

Ich gebe allen Hunden die zweite Entwurmung. Dann wage ich es mit den Hunden einen Strandgang zu mache in der Hoffnung Nico und Kobi irgendwo auszumachen. Die beiden bleiben verschwunden, aber als wir zur Vorhalle zurückkehren, liegt Asa noch an der gleichen Stelle neben den Wasser- und Futterbehältern. 

Ich setze mich zu den Hunden und widme mich jedem Einzelnen. Chukis gesundheitlicher Fortschritt hält an und auch bei Jira kann ich zumindest keinen Rückfall feststellen. Yoko hat sich auch wieder zum Rudel gesellt und hat uns auch auf dem Strandgang begleitet. Lizzy macht mir etwas Sorgen. Sie ist sehr ruhig und entfernt sich nicht aus der Vorhalle. Ich kann sie sogar ausgiebig streicheln, was sie sonst nicht zulässt. Ich schaue mir ihren Gaumen an, aber der ist in Ordnung also deutet nichts auf Blutparasiten hin. Wenn sich ihr Zustand nicht bessert, werde ich sie am Mittwoch Abend mit in die Bang Saray Klinik nehmen um einen Bluttest vornehmen zu lassen. Nacho wird ein wenig von den größeren Hunden drangsaliert aber es hält sich in Grenzen. Er ist allerdings sehr anlehnungsbedürftig. Yoshi ist voll integriert und wird von den anderen Hunden gemocht. Arnie, Shana, Scottie sind meistens zusammen. Shana ist ja ein wenig hysterisch und hat ein Problem mit Prince. Es kann aber sein, dass Prince der Schuldige ist, da er einen etwas zweifelhaften Charakter hat. Prince hält sich immer abseits von Arnie und Scottie und wartet darauf, dass ich auf ihn zugehe, während alle anderen Hunde auf mich zukommen. Sein Verhältnis zu mir ist aber sehr gut. Toby und Rocky sind meistens zusammen und halten sich auch schon mal bei Tessa und Bonnie auf. Jake und Jimbo haben auch ihren Platz gefunden. Jake hat ein besonderes Verhältnis zu Raschid und nun auch zu Yoshi gefunden. Jimbo ist eher ein Einzelgänger. Jaha und Nema bleiben unauffällig wenn sie nicht gerade herumzicken; sie haben auch ihren Platz gefunden. Alle Hunde akzeptieren mich als ihren guten und manchmal auch strengen Vater und ich fühle mich auch entsprechend so für jeden Einzelnen von ihnen verantwortlich.

Am späten Nachmittag, als die Hunde in der Vorhalle dösen und auch Asa die Augen zufallen, entferne ich mich für eine gute Stunde um etwas zu essen. Karin ruft mich an und eröffnet mir, dass Chula einen Wurf von neun hat. Mich erwartet also ein neues, unerwartetes Problem. Bei meiner Rückkehr in die Vorhalle liegt Asa noch an ihrem Platz und die Lage ist entspannt. 

Mit Einbruch der Dämmerung fahre ich dann zurück nach Pattaya. Ich entschließe mich bei der Gelegenheit bei Paul und Sandra vorbeizufahren um sie zu fragen ob sie Leila und Lala aufnehmen können. Sie müssen mich allerdings enttäuschen, denn ihr Haus ist mit über 50 Katzen übervoll und sie sind beide auch am Ende ihrer Kraft. Sie teilen mir mit, dass sie in 18 Monaten Thailand verlassen wollen um zurück nach England gehen. Was sie mit all den Katzen machen wollen, wissen sie auch nicht.

Später am Abend mache ich dann meine Runde in Naklua. Im Slum lege ich Trockenfutter aus. Nora hat ihr Shirt noch um und ich sehe auch die beiden Welpen. Ich lege für sie und für Nicky, die immer etwas abseits liegt, ebenfalls Trockenfutter aus. Nora bekommt Doxyciclin. 

Anschließend fahre ich auf den Talat wo mich Mom, Bobby und Diana begrüßen. Ich rufe nach Bee, die am Ende des Talats liegt und sie kommt angerannt. Sie ist wieder hocherfreut mich zu sehen, springt an mir hoch und leckt meine Hände. Sie hat auch noch ihr Shirt um und ich kann auf ihre Wunde drücken ohne dass es ihr wehtut. Ich lege ebenfalls Trockenfutter für die Hunde aus. 

Danach verarzte ich Aiwa, die immer noch hinkt und versorge die Katzen auf dem Dach des Pattaya Bazaar. Anschließend fahre ich zu den Amari Hunden. Sie sind noch alle beisammen. Auch ihnen gebe ich Trockenfutter, denn heute am Sonntag werden sie ja nicht gefüttert. Ich fahre weiter zu den Bauplatzhunden, den Hunden am Freigelände, zu Nadia, Cherry, Ebony und Sarah und schließlich zu den Schrottplatzhunden. Alles bekommen Doxyciclin und die Hunde am Bauholzplatz und an der Freifläche sowie auch Nadia Trockenfutter.

Samstag, 9. August 2014

Auf dem Weg zum Büro sehe ich im Eingangsbereich des Apartmenthauses, die Tagesschicht sitzen. Ich frage sie direkt wo Kobi und Nico sind und sie drucksen herum. Nachdem ich mehr Druck mache geben sie schließlich zu, dass die Besitzerin des Apartmenthauses die Anweisung gegeben habe, die Hunde zu entfernen. Ich teile den Frauen mit, dass ich am Mittag wissen will wo die Hunde sind, damit ich sie dort abholen kann. Wenn ich Nico und Kobi wiederfinde, bleibt mir keine andere Wahl als sie auch im Wat Amparahm unterzubringen.

Ich fahre beim Best vorbei und gebe Rudi seine Medikamente. Er mag nicht fressen, sodass ich ihm die Kapsel Cephalexin und die Ivermectintablette in den Rachen schieben muss.

Nach Büroschluss am Mittag teilt mir die Rezeption vom Apartmenthaus mit, dass Kobi und Nico in Phutaluang sind. Ich rufe einen Verantwortlichen dort an und teile ihm mit, dass ich die Hunde heute Abend abholen werde.

Am Nachmittag fahre ich zum Wat. Ich verteile an alle Hunde eine halbe Entwurmungstablette. Kurz nach 18 Uhr trifft Pat ein, den ich gebeten habe mit mir nach Phutaluang zu fahren. Als wir in Phutaluang ankommen ist es schon dunkel. Wir kontaktieren die Angestellten dort und einer von ihnen zeigt mir das Gehege der Neuzugänge. Nico und Kobi sind nicht darunter. Nachdem wir weitere Gehege abgesucht haben finde ich schließlich die beiden, die panisch von uns davonrennen. Erst als ich sie rufe kommen sie zu mir und folgen mir aus dem Gehege. Pat gibt einem Angestellten 40 Baht und wir laden Nico und Kobi ins Auto. 

Mit mir zusammen beruhigen sie sich schnell und wir fahren zurück zum Wat wo ich Nico und Kobi den anderen Hunden vorstelle. Die üblichen Verdächtigen, Chuki und Shana versuchen zwar Stress zu machen aber ich stelle mich vor Nico und Kobi und nach einer Weile beruhigt sich die Szene. Ich bleibe noch etwa eine Stunde bei den Hunden bis ich das Gefühl habe, dass ich sie allein lassen kann, fahre zurück nach Pattaya und versorge die Hunde dort. Josy bekommt 24 mg Ivermectin.

Freitag, 8. August 2014

Nachdem ich die Tiere am Apartmenthaus versorgt habe, schaue ich beim Best nach Rudi, finde ihn jedoch nicht. In der Mittagspause sehe ich ihn dann im Schatten schlafend und gebe ihm seine Medikamente. Anschließend füttere ich die graue Katze auf dem Dach. Die braun-weiße habe ich seit drei Tagen nicht mehr gesehen.

Als ich nach der Arbeit zum Apartment zurückkehre ich nur Asa, nicht aber Nico und Kobi. Sie sind auch am Abend nicht zu sehen und ich suche das gesamte Areal nach ihnen ab ohne sie zu finden. Das ist außerordentlich seltsam, denn sie waren niemals unterwegs solange ich in dem Apartmenthaus wohne und das sind nun fast zweieinhalb Jahre. Ich befrage den Manager und den Wachmann nach dem Verbleib der Hunde; sie haben angeblich keine Ahnung wo sie sind. Der Wachmann, ein junger Kambodschaner, der freundlich zu den Hunden war und sie als einziger außer mir greifen konnte, macht auf mich den Eindruck, dass er weiß, was mit den Hunden geschehen ist. Ich konfrontiere ihn aber er bleibt dabei nicht zu wissen was passiert ist.

Später am Abende mache ich die übliche Runde in Naklua. Nora und Bee bekommen genauso wie die anderen Hunde Doxyciclin. Aiwa erhält auch ihre Medikamente. Sie humpelt immer noch und ist wieder anhänglich. Rudi spare ich mir lieber und versorge ihn lieber am Morgen.

Donnerstag, 7. August 2014

Nico bekommt wie jeden Morgen Cephalexin und Ivermectin. Sein Fellzustand ist leicht verbessert aber immer noch nicht zufriedenstellend. Ich fülle die Schalen für Hunde und Katzen auf und fahre dann zum Best. Rudi ist anwesend und da ich mich mittlerweile auch mit Bo, dem Hund vom Best, angefreundet habe, gibt es eine kleine Bitcherei. Rudi spuckt die Cephalexinkapsel wieder aus, sodass ich sie ihm in den Schlund schieben muss. Das Fleischstückchen mit der Ivermectintablette geht gut runter.

Abends mache ich die übliche Runde. Kobi, Asa, Nico und die Schrottplatzhunde bekommen zusätzlich eine Entwurmungstablette verpasst. Die anderen Hunde werden in den kommenden Tagen auch bedient.  

Nadia ist wie immer sehr anhänglich aber scheint sich nun allmählich in das Gefüge Sarah, Ebony, Cherry, Arkan und Raita einzufügen. Es ist erstaunlich zu sehen wie nach und nach alle Hunde mich als ihren Boss akzeptieren und verstehen, dass sie sich miteinander arrangieren müssen. 

Ein großer, alter Rüde der in der Nähe des Bauholzplatzes lebt und den ich ab und zu auch mit Trockenfutter und einmal mit Ivermectin versorgt habe, ist nun auch sehr freundlich. Ich gebe ihm eine erneute Dosis Ivermectin.

Ich fahre weiter zu Aiwa. Sie humpelt nicht mehr so stark und lässt sich von mir ausgiebig streicheln. Ich denke, dass nun auch das Eis zu ihr gebrochen ist, denn sie schmiegt ihren Kopf an meine Beine. Aiwas Fellzustand ist noch immer sehr bedenklich aber immerhin hat sie keine wunden Stellen. 

Ich fahre weiter zum Strand um nach den Amari-Hunden zu sehen. Sie sind an ihrem Platz. Ich mache einige Fotos von ihnen und fahre anschließend in den Slum. Dort gebe ich Nora Doxyciclin und lege Trockenfutter aus. Die beiden Welpen sind auch da und kommen auf mich zu. 

Zum Schluss fahre ich rüber zum Talat Rung Roht und gebe Bee Doxyciclin. Bee scheint auch wohlauf zu sein. Sie ist wieder einer der Hunde, die mich von Anfang an zu mögen scheinen. Mom, Bobby und Diana sind auch anwesend. Sie tragen noch ihre Halsbänder.