Donnerstag, 28. Februar 2013

Ich sagte ‚normalerweise‘, lol. Als ich heute Abend zu Futterplatz von Prince fahre stellt sich auch Nina wieder ein, und nachdem ich beiden ein Rippchen gegeben habe, fängt zwischen ihnen eine wüste Keilerei an, die ich nur beenden kann, nachdem ich ihnen mit einem Stock drohe. Gewinner ist Nina, die Prince in die Flucht schlägt. Ich schaue später noch mal nach ihm, nachdem ich die anderen gefüttert habe, sehe ihn aber nicht. Vor der Beißerei konnte ich ihm aber immerhin noch 8mg Ivermectin als Erhaltungsdosis geben.

Zuvor bin ich noch in die Klinik nachdem ich Ja angerufen hatte wie es Leila geht und ob ich sie abholen könne. Unglücklicherweise musste mir Ja mitteilen, dass die Operation erfolglos verlaufen ist und die Wunde nun noch größer sei, da sie die Wundränder beschnitten hat. Ich entschließe mich Leila wieder zurückzunehmen. Zumindest erlässt mir Ja die Kosten.

Ich schreibe an “Free Cats 4 You” und frage sie um Rat, denn ich weiß nun allmählich nicht mehr weiter. Die Sukhumvitklinik hat zwar auch eine operative Behandlung angeboten, aber ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, wie diese Wunde operativ geschlossen werden kann.

Mittwoch, 27. Februar 2013

Ich fahre zur Straße und füttere Nora, Billy, Jerry und Nina. Dann suche ich Prince aber finde ihn nicht. Fahre dann zurück zu Diana, Bobby, Charly und Mom. Zu meiner Freude sehe ich auch Boris. Da ich kein Ivermectin dabei habe und er schon längst wieder für eine erneute Dosis dran ist, fahre ich schnell zurück ins Apartment und besorge es mir. Es ist mittlerweile die vierte Dosis und Boris Fellzustand hat sich sehr gebessert. Äußerlich sieht man es ihm nicht mehr an, dass er räudig ist. Nur wenn man ihm über das Fell streicht, entdeckt man noch unebene Stellen.

Ich fahre noch zum Best und sehe Rudi auf dem Parkplatz. Ich kaufe ein Päckchen Rippchen, wovon er aber nur zwei frisst. Ich bewahre den Rest auf und fahre noch einmal zum Talat in der Hoffnung Prince doch noch anzutreffen und siehe da, er erwartet mich und auch Nina ist wieder dabei. Sie ist mir offensichtlich besonders zugetan. Das Gleiche gilt aber auch für Bobby, Diana und Mom. Wenn alle vier um mich herum sind, gibt es schon mal Geknurre von Bobby gegenüber Mom oder Nina gegenüber Diana und ich muss schlichten. Aber da sie alle auf mich hören, gibt es normalerweise keine Probleme.

Dienstag, 26. Februar 2013

Ich füttere weiterhin Mona morgens mit Trockenfutter. Sie tut mir so leid, dass ich ihr die Jungen weggenommen habe, aber es musste sein und ich hoffe es ist gut für sie und die Welpen.

Auf dem Weg zu meiner Wäscherei fahre ich noch mal am Pattaya Bazaar vorbei. Dort, wo vor ein paar Monaten noch die Bars standen an denen ich Shana, Lizzy, Arnie und Prince immer gefüttert hatte, werden nun im großen Stil Markstände aufgebaut. Normalerweise liegen zur Hauptstraße hin immer Greg und Yuri dort. Yuri habe ich allerdings schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen. Greg treffe ich jedoch und verpasse ihm 24mg Ivermectin und die dritte Entwurmung. Gregs Fell auf dem Rücken ist immer noch lückenhaft aber sein Allgemeinzustand ist recht gut.

Am Abend frage ich die Frau vom Laden ob Nina schon sterilisiert worden sei. Sie teilt mir mit, dass sie Nina alle drei Monate eine Verhütungsinjektion verpasst und erlaubt mir Nina am kommenden Wochenende zum Sterilisieren zu bringen.

Nora wird wohl bald ihre Jungen bekommen. Ich frage die Frau, was mit ihnen geschehen solle, sie zuckt mit den Schultern. Sie sagt, dass Nora sich von ihr nicht anfassen lässt. Ich habe sie auch auch noch nicht streicheln können im Gegensatz zu Nina, Jerry, Billy und Toto. Alle Hunde, einschließlich Prince der mich am verlassenen Haus erwartet, bekommen ihre Ration.

Montag, 25. Februar 2013

Ich hole mir mittags das Auto von Jörg und fahre zuerst um nach Rudi zu sehen. Tatsächlich finde ich ihn auf dem Best Parkplatz und verpasse ihm 24mg Ivermectin und die dritte Entwurmungsdosis.

Anschließend fahre ich in die Klinik nachdem ich Ja und Fred informiert habe, dass ich komme. Tara, Pema, Sönam, Norbu und Chica werden in drei Körbe gepackt und ich fahre mit ihnen zu Fred nach Huay Yai. Dort wird für sie ein eigener Pferch freigemacht und sie scheinen sich auch recht wohl darin zu fühlen. Für Tara, Pema, Sönam und Norbu ist es der erste Sonnentag ihres Lebens.

Auf dem Rückweg halte ich bei Oscar und gebe ihm die dritte Entwurmungsdosis.

Am Abend bekommt Josy 16mg Ivermectin, Billy, Nina und Toto je 24mg und Mom und Nora je 8mg verabreicht.

Prince finde ich schon den zweiten Abend nicht. Es treiben sich nun zwei von den drei Hunden, die normalerweise vor dem Apartmenthaus nebenan an der Straße liegen, vor dem Eingang zum ehemals verlassenen Haus, vor dem ich Prince immer füttere, herum. Es kann sein, dass er sie zu vermeiden sucht. Ich hoffe, er taucht wieder auf. Bobby ist auch nicht zu sehen, das kommt aber schon mal häufiger vor.

Nina folgt mir nun immer auf den Talat und auch Mom ist sehr anhänglich. Ich habe vor, Nina am kommenden Wochenende sterilisieren zu lassen. Muss allerdings vorher mit der Frau vom Laden, vor dem sie immer liegt, sprechen.

Sonntag, 24. Februar 2013

Mittags rufe ich Karin von Care for Dogs an. Ich teile ihr mit, dass ich ihr vor einigen Tagen geschrieben hatte, aber bisher noch keine Antwort von ihre erhalten habe, und dass ich gern mit jemandem von ihrer Organisation der/die hier in Pattaya ansässig ist, Kontakt aufnehmen würde. Sie teilt mir mit, dass sie von Chiang Mai nach Pattaya gezogen sei, da ihr Mann jetzt hier in der Nähe arbeite.

Wir unterhalten uns lange und tauschen Informationen aus. Ich frage sie auch, ob sie eventuell Hunde aufnehmen könne aber sie sagt, dass ihr Haus schon voll sei. Zwei wichtige Informationen kann sie mir aber geben. Erstens, dass sich in der Soi Siam Country ein Petshop befinde der Welpen vermittelt und zweitens, dass sie günstig Impfstoffe und auch Vincristine zur TVT Behandlung besorgen könne.

Anschließend fahre ich zu Mona und den Welpen und füttere sie. Danach fahre ich gleich weiter in Richtung Klinik um nach dem Petshop zu suchen. Den finde ich zwar nicht aber stattdessen ein Pet-Hotel. Ich spreche mit Gavin, dem Eigentümer und er macht mir das Angebot Mona und die Welpen und auch Chica für sechs Wochen gegen eine Gebühr von 6,000 Baht aufzunehmen. Ich entschließe mich sein Angebot anzunehmen. Dann fahre ich in die Klinik, um nach Chica und Leila zu sehen. Ich nehme sie aus ihren Käfigen und lasse sie in einem abgeschlossenen Raum frei herum laufen. Beide werden von mir ausgiebig geknuddelt.

Auf dem Rückwege komme ich bei Oscar, dem räudigen Hund an der Autobahnauffahrt, vorbei und gebe ich die zweite Dosis Entwurmung. Den anderen räudigen Hund entdecke ich nicht.

Rufe dann Jörg an, um mir sein Auto zu leihen und fahre in die Tiefgarage. Dort gelingt es mir die vier Welpen einzufangen aber an Mona komme ich nicht heran. Ich weiß, es ist grausam Mona die Welpen wegzunehmen, aber wenn ich sie retten soll und Mona nicht mitkommen will, muss es eben so sein.

Im Pet-Hotel angekommen stellen Gavin und ich fest, dass die Welpen verfloht sind. Gavin meint, dass er sie so nicht annehmen könne. Ich verstehe das und fahre mit ihnen zurück in die Klinik. Dort werden sie gebadet und mit einem Antiflohmittel behandelt, entwurmt und sie bekommen auch die erste Kombinationsimpfung, die u. a. gegen Staupe immunisiert. Nach dieser Tortur scheinen sie ordentlich müde und recht zufrieden zu sein. Ich lasse sie über Nacht in der Klinik um sicherzugehen, dass sie keine Flöhe mehr haben.

Ich rufe Fred an um ihn zu fragen ob wir es wagen können die Hunde bei ihm zu halten. Er sagt, dass es möglich sei sie separat von den staupegefährdeten Hunden unterzubringen. Ich werde also morgen versuchen noch einmal Jörgs Auto zu bekommen und sie dann gemeinsam mit Chica zu Fred bringen. Ich informiere auch Gavin, dass ich eine andere Lösung gefunden habe.

Später am Abend zur Hunderunde finde ich zwar Prince nicht, dafür fangen mich aber Diana und Nina ab. An der Ausfahrt vom Talat sehe ich auf der anderen Straßenseite Billy und Nora, die zu mir herüberkommen und gleich danach auch Toto. Billy hat nun seine Reserviertheit mir gegenüber aufgegeben und schmiegt seinen Kopf an meine Hand. Ich sehe jetzt auch dass Nora trächtig ist, also wartet schon das nächste Problem auf mich. Dafür entdecke ich überhaupt keine kahlen Stellen mehr auf Totos Rücken, selbst als ich sein Fell gegen den Strich bürste. Nur eine Ivermectindosis hat also schon Wunder gewirkt.

Ich fahre dann zum Best Supermarket um ein paar Rippchen für Mona zu kaufen. Überraschenderweise sehe ich Rudi auf dem Parkplatz und so kaufe ich auch ein Päckchen für ihn. Er sieht recht gut aus. Die räudige Stelle auf dem Kopf ist völlig zugewachsen, nur an den Ohren und auf dem Rücken hat er noch einige Verschorfungen. Ich hoffe, dass ich ihn morgen wieder treffen werde, um ihm eine weitere Dosis Ivermectin und die zweite Entwurmung zu verpassen.

Dann fahre ich weiter zu Mona, um zu sehen, wie sie den Verlust ihrer Welpen verkraftet hat. Sie begrüßt mich ganz freundlich und ich füttere sie mit ein paar Rippchen. Zwei Rippchen bekommt auch die schwarz-weiße Hündin, die sich auch immer in der Nähe aufhält.

Samstag, 23. Februar 2013

Während der Fütterung von Mona mache ich einige Fotos von den Welpen um sie Ja zu zeigen zu können. Ich möchte von ihr wissen, wie alt sie die Welpen einschätzt.

Ich kaufe dann die geräucherten Würstchen, die die Hunde so gern fressen um sie bei Bedarf mit Ivermectin präpariert, einem Hund zu geben, den ich vorige Woche an der Autobahnauffahrt, die ich immer nehme, wenn ich von der Klinik nach Naklua fahre, gesehen habe. Er hat vollausgebrochene Räude. Ich nehme auch Entwurmungstabletten mit.

Ja hat dienstfrei und so zeige ich die Fotos von den Welpen der diensthabenden Ärztin. Sie bestätigt Freds Angabe vom Zeitpunkt der Erstimpfung und schätzt die Welpen auf schon drei Monate. Die Erstimpfung könnte also gemacht werden. Allerdings ist ein Schutz nur dann gewährleistet, wenn auch eine Zweitimpfung nach zwei Wochen und eine Drittimpfung nach wiederum einem Monat erfolgt. Mit anderen Worten, ich kann die Welpen frühestens in sechs Wochen zu Fred bringen und auch sinnvollerweise nur dann, wenn er die Epidemie unter Kontrolle hat. Also habe ich schon wieder einen Kopfschmerz.

Ich setze mich eine ganze Weile zu Chica und spiele mit ihr. Sie ist quicklebendig und genießt es, dass sich jemand um sie kümmert. Sie kann ich somit auch nicht zu Fred bringen und muss einen neuen Platz für sie finden.

Leila ist nun wieder voll da und hat auch keine Lust mehr im Käfig zu hocken. Immerhin faucht sich mich nicht mehr an, sondern schmiegt sich an mich. Mit ihr habe ich hoffentlich die wenigsten Probleme.

Auf der Rückfahrt finde ich tatsächlich den räudigen Hund an der Autobahnauffahrt. Ich präpariere einige Wurststückchen mit 24mg Ivermectin und zwei Entwurmungstabletten. Nach einigem Zögern nimmt er alle zu sich. Ich sehe auch einen anderen Hund, der Räude hat, allerdings eine nicht so schlimme wie der andere. Ihm die Medizin zu verabreichen ist nicht so einfach, da er offensichtlich ein Underdog ist und ich muss mich zwischen die beiden Hunde stellen, damit er auch seine Ration frisst. Es laufen noch einige andere Hunde dort herum, die wohl aber von den Slumbewohnern halbwegs versorgt werden, da sie sich in einem wesentlich besseren Zustand befinden.

Ich werde morgen wieder in die Klinik fahren und dann hoffentlich den beiden Hunden die zweite Entwurmung verpassen können.

Mache am Abend die Hunderunde und auch noch einen Abstecher zu Mona und den Welpen. Soweit alles in Ordnung. Die Welpen werden allmählich zutraulich und den dicksten von ihnen kann ich schon streicheln. Es ist ein Rüde, ich werde ihn Sid nennen.

Freitag, 22. Februar 2013

Heute Vormittag erlebe ich eine böse Überraschung. Ich rufe Fred an ob wir an diesem Wochenende Mona und die Welpen umsiedeln können und er teilt mir mit, dass die Staupe bei ihm grassiert. Wer meinen Blog liest, wird sich erinnern können, dass ich fast alle meine Katzen durch Staupe verloren habe und deshalb bin ich ziemlich fassungslos. Fred meint, er könne die Hunde erst aufnehmen, wenn sie gegen Staupe geimpft seien und die Krankheit bei ihm unter Kontrolle sei. Die Erstimpfung könne nicht vor der sechsten Lebenswoche erfolgen.

Nachdem ich Mona gefüttert habe, mache ich die Hunderunde. Prince ist wieder aufgetaucht. Mir dämmert nun auch, dass Rita womöglich Staupe gehabt haben könnte, denn sie zeigte einige der Symptome: Apathie, Fressunlust, Auszehrung und Nasenbluten. Ich hoffe allerdings, dass das nicht der Fall ist, sonst könnte es noch schlimme Folgen für die anderen Hunde an der Straße haben.

Donnerstag, 21. Februar 2013

Nachdem ich Mona und die Welpen versorgt habe, fahre ich direkt nach Büroschluss zur Klinik. Ja hatte mich zuvor angerufen und mir mittgeteilt, dass Leila operiert worden ist. Leila ist allerdings noch halb sediert, als ich ankomme und ich verabrede mit Ja sie noch in der Klinik zu lassen, bis die Fäden gezogen werden können. Ich möchte sichergehen, dass ich keine Komplikationen mit ihr erlebe.

Chica ist wohlauf und springlebendig. Sie ist zwar nicht happy in ihrem Käfig aber muss noch einige Tage in der Klinik bleiben, bis die grundlegende medizinische Behandlung abgeschlossen ist.

Fahre am Abend dann zuerst zu Prince, aber er ist nicht da. Dafür hatte mich Nina entdeckt, als ich zu seinem Platz fahre, und kommt den ganzen Weg zu mir angelaufen. Ich gebe ihr ein Rippchen und füttere dann Diana, Bobby, Mom und Charly. Nina gesellt sich auch noch dazu aber Prince bleibt verschwunden.
Für Nora, Billy und Jerry bleibt heute Abend nichts mehr übrig, aber sie werden ja von den Anwohnern gefüttert.

Mittwoch, 20. Februar 2013

Ich rufe Fred am Morgen an um ihn zu fragen ob wir noch diese Woche Mona und die Welpen zu ihm bringen können. Fred sagt zu.

Nach der Arbeit informiere ich einen der Pattaya Bazaar Angestellten, der öfter in der Tiefgarage ist, dass ich die Hunde noch in dieser Woche herausnehme.

Ich füttere Mona mit Rippchen und mache die Hunderunde. Rita ist und bleibt verschwunden. Ich werde sie wohl nie wiedersehen. R.I.P. Rita.

Dienstag, 19. Februar 2013

Ich füttere wie jeden Morgen nun Mona mit Trockenfutter.

Am Vormittag ruft mich Fred an und bittet mich herauszufinden, mit welcher Fluggesellschaft man einen Hundetransport von Bangkok nach München organisieren kann. Bei der Gelegenheit bietet er mir an Mona und die Welpen aufzunehmen. Ich freue mich. Ich hoffe wir können das schnell organisieren bevor den Hunden etwas passiert. Es wird jedoch nicht so leicht sein, denn wenn die Welpen im Gerümpel verschwinden haben wir keine Chance sie wiederzufinden. Wir werden sehen.

Nach Büroschluss sehe ich wieder nach Mona und den Welpen. Sie kommen nun schon näher an mich heran, nur Mona ist noch sehr misstrauisch und bellt mich an, wenn ich ihnen zu Nahe komme.

Im Apartmenthaus angekommen verfrachte ich Leila in einen Korb und wir fahren in die Klinik. Ja ist nicht im Dienst und so gebe ich Leila an die diensthabende Ärztin weiter. Die Angestellten kennen ja auch Leila und so mache ich mir erst einmal keine Sorgen. Werde morgen Ja vom Büro aus anrufen und sie noch einmal instruieren.

Dann gehe ich zu Chica, die sich freut aus dem Käfig herauszukommen und spiele mit ihr einige Zeit. Sie ist nun sehr lebendig und springt vergnügt herum. Auf ihren Namen hört sie auch schon, zumindest kommt sie, wenn ich sie mit ihrem Namen rufe. Die Mädels, die in der Klinik arbeiten, scheinen sie auch in Herz geschlossen zu haben. Sie ist aber auch wirklich liebenswert.

Als ich mich von Leila verabschiede, faucht sie mich mehrmals an. Sie scheint nicht besonders glücklich über den erneuten Klinikaufenthalt zu sein. Verstehen kann ich es ja.

Prince hat noch sein Halsband um, aber Bobbys Halsband ist verschwunden. Ich kann es eigentlich nicht glauben, dass er sich selbst davon befreit hat, andererseits, wer sollte wohl ein Interesse daran haben es ihm wieder abzunehmen?

Zum Schluss fahre ich noch einmal zu Mona und den Welpen. Mona bekommt die dritte Dosis Entwurmung und ein dickes Rippchen. Die Welpen laufen nun schon vor dem Garagentor herum und zwei von ihnen entdecke ich unter einem parkenden Auto. Es wird wirklich Zeit sie umzuquartieren. Ich werde versuchen morgen mit Fred eine Regelung zu treffen.

Montag, 18. Februar 2013

Vor Bürobeginn versorge ich Mona mit Trockenfutter. Direkt nach Büroschluss das Gleiche noch einmal. Die Welpen wagen sich nun schon ein wenig mehr nach draußen. Ich kaufe dann für Chica ein paar Snacks und fünf Halsbänder.

Bevor ich zu den Hunden fahre, bekommt Nico und Kobi ein Halsband von mir. Dann fahre ich zu den Hunden an der Straße. Dieses Mal ist auch Toto dabei und ich gebe ihm 24mg Ivermectin. Anschließend fahre ich zu Prince und lege ihm ein neues Halsband um und füttere ihn. Danach geht’s zu Diana, Bobby und Charly. Bobby kann ich ein Halsband umlegen aber Diana weigert sich.

Dann sehe ich noch einmal nach Rudi auf dem Wege zu Mona für die ich noch ein paar Rippchen übrig habe. Rudi bleibt verschwunden wie übrigens auch Boris.

Ich fahre zurück zum Apartmenthaus und setze mich noch ein wenig zu Nico und Kobi. Einer der Thai Anwohner kommt vorbei und die Hunde bellen ihn wütend an. Seine Reaktion ist ebenso wütend, er läuft auf sie zu, versucht sie zu treten, hebt einen Stein auf und zielt damit auf Nico. Ich pfeife die Hunde zurück. Nach fünf Minuten kommt der Mann zurück und fragt mich ob das meine Hunde seien. Ich verneine das und sage ihm, dass ich im Apartmenthaus wohne. Er schleicht sich, aber ich habe mal wieder ein ungutes Gefühl. Ich denke sofort daran, dass Jenny vergiftet worden ist und diesem Schlag Menschen hier ist alles zuzutrauen. Ich glaube, die Hunde wissen genau mit wem sie es zu tun haben, denn die Gäste, auch ihnen völlig fremde, bellen sie nie an.

Der Manager bedeutet mir, dass es besser sei die Halsbänder den Hunden wieder abzunehmen, da ich sonst als deren Eigentümer ausgemacht werden könnte was Probleme verursachen könnte. Ich folge seinem Rat und nehme Nico und Kobi die Halsbänder wieder ab.

Am liebsten wäre es ich könnte mich mit den Tieren in ein Anwesen mit einer drei Meter hohen Mauer drum herum zurückziehen und die Welt draußen vor lassen. Aber das wird so lange eine Illusion bleiben, so lange ich kein Geld dazu habe.

Sonntag, 17. Februar 2013

Als ich heute Morgen meine Facebook Seite öffne sehe ich, dass Fred auf meine Fotos von Chica reagiert hat und mir mitteilt, dass er sie bereit ist aufzunehmen. Das ist natürlich eine freudige Überraschung, mit der ich nicht gerechnet habe. Ich werde Chica aber noch zwei Wochen in der Klinik lassen, bis sich ihr Zustand soweit gebessert hat, dass Fred sie weiter behandeln kann.

Mittags fahre ich zum Best, um nach Rudi zu schauen; er bleibt verschwunden. Dann fahre ich rüber zu Mona und versorge sie mit Trockenfutter und Rippchen. Die Welpen kommen auch aus ihrem Versteck und ich schaffe es ein paar Fotos zu machen.

Am frühen Abend mache ich die Hunderunde und finde Nina, der ich die zweite Dosis Ivermectin verpasse. Jerry, Billy und Nora bekommen je ein Rippchen.

Ich habe die letzten zwei Tage Rita vermisst und nun sagt mir die Frau im Laden, vor denen die Hunde liegen, dass sie sie auch schon vermisst. Wenn sie nicht bald wieder auftaucht, wird sie wohl gestorben sein. Das wäre dann schon der zweite Todesfall in dieser Woche und jeder dieser Verluste schmerzt.

Ich fahre dann zu Prince und stelle fest, dass sein Halsband verschwunden ist. Es ist kaum möglich, dass er sich selbst davon befreit hat - seltsam. Ich werde ihm ein neues Halsband kaufen und dann auch eines für Diana und Bobby. Die Chance, dass sie nicht eingefangen werden, wenn der Hundefänger kommt, ist somit größer. An Charly komme ich nicht heran und Mom wird wohl noch von anderen versorgt, da will ich nicht intervenieren.

Später am Abend schaue ich noch einmal nach Rudi, der aber nach wie vor verschwunden ist, und füttere dann noch Mona, die jetzt schon immer freudig auf mich zugelaufen kommt wenn sie mich sieht, aber wenn ich mich dem Welpenversteck nähere bellt, sich mich an. Ich hoffe, dass ich durch ihre Fütterung auch die Welpen durchbringen kann.

Samstag, 16. Februar 2013

Ich füttere Mona vor der Arbeit mit Trockenfutter und mittags mit Rippchen. Schaue auch nach Rudi auf dem Best Parkplatz, aber er ist nicht zu sehen.

Fahre nach Büroschluss zum Petshop in der Soi Siam Country und hole fünf Streifen Ivermectin. Dann gehts weiter zur Klinik, um nach Chica zu sehen. Zu meiner großen Freude entdecke ich, dass es ihr wesentlich besser geht. Ich lasse sie aus dem Käfig und spiele mit ihr eine halbe Stunde bis Ja eintrifft. Ja teilt mir mit, dass Chica die schlimmste Diarrhoe überstanden hat und nun noch täglich stärkende Medizin verabreicht bekommt und dazu wöchentlich eine Ivermectinbehandlung. Ich werde Chica noch einige Wochen in der Klinik lassen, bis sie einigermaßen über den Berg ist. Die Behaarung wird allerdings erst laut Ja in gut zwei Monaten vollständig sein.

Ich frage Ja ob sie es für sinnvoll hält Leilas Wunde operativ zu behandeln. Sie ist positiv und wir vereinbaren, dass ich Leila am Dienstag oder Mittwoch zu ihr bringe.

Am späten Nachmittag präpariere ich Wurststückchen mit Ivermectin und fahre zuerst um nach Billy, Nina und Toto zu suchen. Finde nur Billy vor und gebe ihm drei Wurststückchen mit je 8mg. Das wäre dann die zweite Dosis von 24mg für ihn.

Dann fahre ich zu Mona und gebe ihr zwei Wurststückchen mit Entwurmungstabletten und finde anschließend auch Greg dem ich 24mg Ivermectin und die zweite Dosis Entwurmungstabletten verabreiche.

Ich suche auch nach Rudi, der wäre auch wieder mit 24mg dabei, finde ihn jedoch nicht. Auf dem Rückwege sehe ich Josy, die immer noch um den Verlust von Jenny trauert, und sie bekommt auch die zweite Dosis von 24mg.

Bevor ich die Hunderunde mache, bekommt Kobi 8mg Ivermectin zur Erhaltung. Fahre dann direkt um nach Prince zu schauen. Finde ihn zunächst nicht, dafür finden mich Jerry und Nina als ich eine Runde um den Talat mache. Leider habe ich das Ivermectin für Nina nicht dabei, aber so bekommen beide eben einen Knochen und Nina werde ich morgen schon finden.

Ich suche weiter nach Prince und sehe ihn dann sich vor drei anderen Hunden verstecken, die in der Nachbarschaft hausen und die ich auch kenne. Ich rufe Prince und er kommt hervor, da sich die anderen Hunde vor mir zurückhalten und ich fahre mit ihm zum gewohnten Futterplatz, wo plötzlich auch Nina auftaucht. Es gibt nur eine leichte Knurrerei von Prince aber ich beruhige ihn und außerdem ist das Verhältnis von Rüden zu Hündinnen normalerweise kein Problem, selbst wenn sie sich nicht kennen. Prince bekommt seine übliche Ration und Nina kriegt dann auch noch etwas ab.

Ihr Fellzustand hat sich schon gebessert und wenn ich die Gelegenheit habe sie weiter zu behandeln wird sie sich vermutlich ganz erholen, da ihr Gesamtzustand nicht schlecht ist.

Da es schon spät ist und die Hunde um diese Zeit schon schlafen fahre ich nicht mehr zu Diana, Bobby, Charly und Mom.

Freitag, 15. Februar 2013

Jenny ist tot. Sie ist vergiftet worden. Angeblich von einem Anwohner, einem Koreaner, dessen Katze sie angeblich getötet hat. Nun liegt ihr Kadaver neben dem Weg zum Apartment im Busch.

Ich wende mich an alle möglichen Leute um jemanden zu finden der sie entsorgt oder sich zumindest für ihre Entsorgung verantwortlich fühlt. Natürlich fühlt sich niemand verantwortlich und ich bekomme noch dumme Kommentare zu hören. Der einzig halbwegs Ansprechbare ist der Angestellte des koreanischen Restaurants, der mich auf ihr Verschwinden aufmerksam gemacht hatte. Ich bitte ihn die koreanische Besitzerin des Restaurants, die Jenny hat sterilisieren lassen, zu benachrichtigen.

Ich werde morgen Nachmittag zur Pattaya-Tierstation fahren, um zu erfahren, ob die Stadt sich in einem solchen Falle verantwortlich fühlt. Ich hoffe die Station ist am Samstag geöffnet.

Morgens und Abends füttere ich Mona. Die Welpen kommen schon aus ihrem Versteck heraus und wollen die Umwelt erkunden. Die ist allerdings sehr trist. Immerhin hat sie noch keiner umgebracht.

Abends füttere ich die ganze Rasselbande mit je einem Knochen, auch Prince ist dabei. Boris hatte ich zuvor glaube ich im Vorbeifahren auch entdeckt, sehe ihn aber dann nicht mehr.

Donnerstag, 14. Februar 2013

Ich füttere wie jeden Morgen Nico, Kobi, Leila und Serena und nun auch Mona vor Arbeitsbeginn. Ihre Welpen würde ich mir gern mal anschauen, möchte sie jedoch nicht stören. Sie verkriechen sich meistens im Dunkel des Gerümpels. Die Sonne haben sie noch nicht gesehen.

Am Nachmittag kommt Ron überraschend ins Büro und teilt mir mit, dass der Hund, den er in die Klinik gebracht hat, eingeschläfert werden musste da er sich das Rückgrat gebrochen hatte. Er zeigt mir eine Rechnung von etwas über 1,000 Baht und ich beteilige mich mit 500 Baht.

Nach der Arbeit schaue ich noch einmal nach Mona und den Welpen. Das Trockenfutter ist weg und deswegen fahre ich noch schnell zum Best und hole ihr eine Packung Rippchen.

Nach Einbruch der Dunkelheit mache ich die Hunderunde; es sind alle da, auch Prince, nur Boris bleibt verschwunden.

Verschwunden ist auch Jenny. Ein Mitarbeiter des koreanischen Restaurants macht mich darauf aufmerksam, dass er sie seit zwei Tagen nicht mehr gesehen hat. Ich meine, ich hätte sie noch gestern zusammen mit Nico und Kobi auf dem Parkplatz gesehen. Kann aber auch sein, dass es vorgestern war.

Ich mache eine Runde durchs Viertel, um nach ihr zu schauen. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass sie sich verlaufen hat, aber wer weiß. Dabei komme ich wieder an einen Platz, an dem ich vor ein paar Wochen einen Mutterhund mit vier Welpen gesehen hatte. Alle vier sind noch am Leben und gewachsen. Da hat die Mutter einen guten Job gemacht. Vier Junge allein durchzufüttern ist für einen Straßenhund eine Leistung. Auf dem Rückweg treffe ich noch eine ganz junge Hündin, die sehr zutraulich ist. Ich setze mich zu ihr und knuddele sie eine Weile. Jenny ist nirgendwo zu sehen.

Mittwoch, 13. Februar 2013

Vor der Arbeit fahre ich bei Mona, der Hündin mit den vier Jungen, vorbei und stelle ihr Trockenfutter hin.

Am Vormittag ruft mich die Sukhumvit Klinik an und teilt mir mit dass Kobis TVT Test negativ ist. Eine Behandlung sei nicht notwendig. Ich solle Kobi nur beobachten, ob er möglicherweise Problem beim Wasserlassen habe. Ich bin erst mal erleichtert.

Abends fahre ich erst mal zum Platz von Prince, aber er ist wieder nicht da. So fahre ich also dorthin zurück, wo sich Diana, Bobby und Charly immer aufhalten. Gerade als ich die Rippchen herausholen will, höre ich ein Heulen und sehe am Marktende eine Gestalt, die wie Prince aussieht. Ich gehe auf ihn zu und tatsächlich, er ist es.

Natürlich folgen mir die drei anderen und zu viert gehen wir wieder zum Scooter zurück. Dort gebe ich Diana, Bobby und Charly je ein Rippchen, schwinge mich auf den Scooter und fahre zu dem Platz an dem ich Prince immer füttere. Prince kommt hinterher gelaufen.

Ich füttere ihn und fahre dann zum Marktausgang, wo mich sogleich Nina, Billy und Jerry ausmachen und zu mir auf die andere Straßenseite kommen. Sie bekommen auch alle ein Rippchen.

Zwei Rippchen lasse ich noch übrig, die will ich Mona geben. Ich fahre also in die Tiefgarage und dort ist sie dann auch. Sie bellt jetzt nicht mehr, wenn sie mich sieht, und frisst gierig die Rippchen und zwei Wurstenden mit Entwurmungstabletten. Ich lasse ihr auch noch Trockenfutter da.

In der Nähe ist auch immer eine junge schwarz-weiße Hündin, die aber sehr scheu ist. Ich kann nicht erkennen, welches Verhältnis Mona zu dieser Hündin hat, nehme aber an, dass diese sich auch am Trockenfutter bedient, denn es immer alles aufgefressen.

Ich fahre danach rüber in den Best Supermarkt und kaufe einige Lebensmittel für mich ein. Als ich wieder herauskomme, sehe ich Rudi auf dem Parkplatz. Natürlich bin ich froh ihn zu sehen und kaufe ihm ein ordentliches Stück Fleisch. Sein Fellzustand hat sich weiter verbessert und es scheint ihm sehr gut zu gehen. Die nächste Ivermectin Dosis ist ja für ihn auch bald wieder fällig.

Dienstag, 12. Februar 2013

Ich mache abends eine kleine Hunderunde. Ugo bekommt auch ein Rippchen aber Prince und Boris sind weiterhin abwesend.

Montag, 11. Februar 2013

Nach der Arbeit präpariere ich eine Flasche mit Ivermectinspray und fahre dann zu den Welpen. Ich sehe nur eines, alle anderen seien gestorben. Ich fasse den Entschluss, Chica, so nenne ich das Baby nun, in die Klinik zu Ja zu bringen. Ich hole einen Plastikkorb aus dem Apartment, fahre zurück in den Slum und lade Chica ein.

In der Klinik schaue ich nach Bessie. Sie freut sich wie wild mich zu sehen aber ich stelle schnell fest, dass sie nicht sterilisiert wurde. Ja hatte mich offenbar falsch verstanden und nur geimpft, entwurmt und Ivermectin gespritzt.

Ich frage Ja ob sie Chica für einige Zeit aufnehmen und behandeln kann und sie sagt zu. Sie erklärt mir, dass Chica an Diarrhoe leidet und eine Überlebenschance von 80% hat. Ich muss mal sehen, wie teuer mich die Behandlung kommt und wie lange ich sie mir leisten kann.

Ich rufe Tony an, um ihm zu sagen, dass er nicht zu kommen braucht, Bessie könne morgen sterilisiert werden. Tony hat jetzt aber Bedenken, da er glaubt dass Bessie zu jung für eine Sterilisierung sei. Ja ist zwar anderer Meinung aber schließlich ist ja Tony für Bessie verantwortlich. Er möchte Bessie noch heute Abend abholen. Allerdings hat er kein Auto zur Verfügung und fragt mich ob wir Bessie auf dem Scooter zurückbringen können. Ich bin darüber nicht glücklich, denn Bessie könnte unterwegs unruhig werden und dann hätten wir ein Problem. Das sage ich Tony und er legt daraufhin wortlos auf.

Ich fahre zu seinem Laden aber Tony ist nicht mehr da und antwortet auch nicht auf meine Anrufe. Es taucht nur sein sein Fahrer auf der mich wieder bedroht und beschimpft. Ich fahre zu Tonys Hotel und frage in der Lobby nach ihm. Er ist angeblich nicht da. Ich rufe ihn an, er meldet sich nicht. Ich versuche es nach ein paar Minuten noch einmal und da meldet sich Tony und antwortet auf meine Frage, wo er sei, im Hotel.

Er kommt herunter und meint wir sollten Bessie mit dem Scooter holen. Ich willige wider besseren Wissens ein und Tony fährt los wie ein Verrückter. Er sagt unterwegs, dass er einen Pick-up in der Stadt stehen hat und ich versuche ihn zu überzeugen lieber mit dem Wagen zu fahren. Tony meint, dass der Verkehr zu dicht sei und dass er dann lieber einen seiner Angestellten morgen früh Bessie holen lassen will. Wir fahren zurück zu seinem Hotel. An seiner Fahrweise ist unschwer festzustellen dass Tony wütend auf mich ist. Er hält mir vor Bessie ohne seine Einwilligung in die Klinik gefahren zu haben und dass Bessie meinetwegen eine Nacht in einem Käfig verbringen musste obwhl sie doch so gern mit ihre Mutter spielt.

Ich versuche einzuwenden dass die Bessies Sterilisirung doch für den Sonntag zwischen uns verabredet war, aber stoße damit auf taube Ohren. Tony meint, dass ich Bessie niemals ohne seine ausdrückliche Erlaubnis hätte in die Klinik nehmen dürfe. Er wirft mir auch noch vor, dass ich Babe, Ronnie, Gina und Holly in Sakaeo ausgesetzt habe und mich nicht um sie kümmere. Seine Angestellten seien auch sauer auf mich und es wundere ihn nicht, dass sie mir Schläge androhen. Tony steigert sich soweit hinein, dass er mir verbietet, jemals wieder in die Nähe der Hunde zu kommen und seinen Laden zu betreten. Ich erkläre ihm noch dass Bessie noch mindestens 5 Wochen weiter mit Ivermectin behandelt werden müsse, aber Tony dampft offensichtlich hochgradig erregt ab.

Ich gebe einer seiner Angestellten Jas Telefonnummer und die Adresse der Klinik und rufe Ja an dass Bessie morgen früh abgeholt wird. Ich mache anschließend die Hunderunde; Prince ist wieder abwesend.

Sonntag, 10. Februar 2013

Ich fahre mittags mit Leila zur Sukhumvit Klinik um mir einmal die Meinung der Ärztinnen dort anzuhören. Die behandelnde Ärztin erklärt mir, dass die Wunde nicht infiziert sei und deshalb eine Antibiotikumbehandlung nicht erforderlich. Sie teilt mir mit, dass die Wunde nicht heile weil Leila sie lecke und schlägt mir zwei Behandlungsmethoden vor: Entweder Leila einen Kragen zu verpassen, sodass sie die Wunde nicht mehr lecken kann oder eine Operation, mit der die Wunde geschlossen wird. Danach muss allerdings Leila auch einen Kragen tragen. Ich entscheide mich für die erste Lösung und werde mal zwei Wochen warten um zu sehen, ob sich die Wunde schließt. 

Als ich zum Apartment zurückkehre stelle ich fest das Kobi versucht Wasser zu lassen aber es mit einem erigierten Glied nicht kann. Mit einigem Entsetzen meine ich an seiner Penisspitze eine kleine Geschwulst feststellen zu können. Ich hole mir sofort das Auto von Jörg und fahre zurück in die Sukhumvit Klinik. Ein Abstrich wird gemacht und ich kann das Analyseresultat in fünf Tagen abholen. 

Nachdem ich Kobi zurückgebracht habe fahre ich bei Tony vorbei, lade Bessie ein und wir fahren in die Soi Siam Country Klinik. Bessie ist etwas verwirrt aber ihr Vertrauen zu mir hilft ihr sich schnell zu beruhigen. In der Klinik stelle ich fest, dass sie einige kahle Stellen im Fell aufweist, sie hat also auch die Räude. Ich bitte Ja ihr eine Ivermectinspritze zu verabreichen und sie auch zu impfen. Dann verfrachten wir sie in einen Käfig und ich verabrede mit Ja Bessie morgen wieder abzuholen.

Ich rufe Tony and und bitte ihn mit mir zusammen Bessie am Montag Abend von der Klinik zu holen. Wir verabreden uns um sieben Uhr bei ihm im Laden zu treffen.

Heute Abend bekommen alle Hunde einen Knochen. Prince ist auch wieder aufgetaucht. Als ich Kobi und Nico einen Knochen gebe, interveniert wieder der Manager vom Apartmenthouse und verbietet mir den Hunden Knochen zu geben. Seine Begründung: Hunde, die mit rohem Fleisch gefüttert werden, werden aggressiv und bissig. Kein Kommentar dazu.

Samstag, 9. Februar 2013

Ich fahre heute Morgen beim Best vorbei um nach Rudi zu schauen und tatsächlich liegt er an einem Platz hinter einem der parkenden Autos. Er kommt zu mir, ich gebe ihm einen Klaps und fahre ins Büro.

Rufe dann Fred an und frage ihn ob ich ihn heute besuchen kann, es geht. Ich werde bei der Gelegenheit die Spendenbox mitnehmen und wieder in Jörgs Laden aufstellen.

Mittags sehe ich Rudi wieder, als ich im Best einkaufe und gebe ihm ein paar Rippchen. Er ist wirklich ein cooler customer.

Dem Mutterhund mit seinen vier Welpen stelle ich nun regelmäßig Trockenfutter hin. Die Hündin ist ziemlich ausgezehrt aber das ist häufig so wenn die Hündinnen Junge haben. Die Welpen scheinen noch ok zu sein, ich habe sie mir aber noch nicht aus der Nähe angeschaut, da ich sie nicht stören will.

Dann fahre ich nach Huay Yai. Die meisten Hunde im hinteren Bereich bestürmen mich auch die, mit denen ich zuvor wenig bis gar nichts zu tun hatte. Besonders Scottie, Shana und Lizzy bringen sich halb um, auch Lucky springt an mir wie wild hoch während sich Arnie mehr im Stillen freut mich wieder zu sehen. Ich habe gar nicht so viele Hände um alle Hunde zu tätscheln.

Bevor ich mich auf den Rückweg mache rufe ich Fred an der auswärts ist. Er trifft einige Minuten später ein und wir unterhalten uns ausgiebig. Auf dem Rückweg bringe ich noch die Spendenbox wieder bei Jörg vorbei.

Am Abend mache ich die Hunderunde und nehme auch Ivermectinpulver für Toto mit. Die Frau von der Suppenküche ist allerdings nicht da. Prince ist immer noch verschwunden.

Freitag, 8. Februar 2013

Von den Hunden hinter dem Pattaya Bazaar kenne ich nur zwei gut, die aber schon einige Monate. Yuri hat sich den Hinterlauf gebrochen und Greg den Vorderlauf. Beide Brüche sind nicht behandelt worden und deshalb schief zusammengewachsen. Ich habe beiden dann und wann was gegeben und besonders Greg lässt sich gern von mir streicheln. Yuri ist sehr vorsichtig ich lässt sich von mir allenfalls am Kopf tätscheln.

Während der Mittagspause mache ich eine Runde um den Block und stelle fest, dass Greg einige kahle Stellen auf dem Rücken hat. Direkt nach der Arbeit fahre ich ins Apartment und präpariere einige Wurststückchen mit 24mg Ivermectin, die er auch alle vertilgt.

Fahre dann noch im Hellen zu Ritas Platz und gebe der Frau vom Essensstand wie versprochen ein Tütchen mit Ivermectinpulver für Rita. Gehe dann noch in den Slum, um nach den Welpen zu sehen. Ich entdecke nur eines; zwei sind angeblich gestorben und die beiden anderen nicht zu sehen.

Die Slumbewohner sind nicht interessiert nach ihnen zu schauen und betrachten mich als lästige Plage. Immerhin scheint es dass der Welpe tatsächlich gebadet wurde denn er läuft ein wenig lebendiger herum.
Ich frage nach einer räudigen Hündin die zögernd hinzukommt und eine Anwohnerin teilt mir mit, dass sie der Mutterhund der Welpen sei. Die Hündin hat augenscheinlich schon abgestillt hat und zeigt kein Interesse an dem Welpen, der versucht zu säugen. Ich sage der Anwohnerin, dass ich für den Hund auch Ivermectin geben könne, aber sie sagt, dass er zum angrenzenden Slum gehöre und bissig sei. Ein Wunder ist das ja nicht. Mal sehen was ich tun kann.

Ein größerer Hund, dem ich bisher noch keinen Namen gegeben habe, nennen wir ihn mal Toto, hat sich mittlerweile auch mit mir angefreundet. Toto ist ebenfalls leicht räudig, also auch ein Kandidat für die Verabreichung von Ivermectinpulver.

Da ich schon mal in der Gegend bin, schaue ich auch nach Prince, kann ihn aber nicht entdecken. Am Abend ist er dann wieder da und scheint in Ordnung zu sein.

Ich fahre dann zu Dianas Platz und siehe da, Boris ist auch wieder zur Stelle. Da ich kein Ivermectin dabei habe fahre ich schnell zurück und präpariere auch gleich Wurststückchen für Billy und Toto. Toto ist allerdings, als ich zurückkomme, nicht mehr da und so verteile ich 24mg je an Billy und an Boris und jeweils 8mg an Diana, Charly und Mom. Bobby ist nicht zu sehen.

Donnerstag, 7. Februar 2013

Rudi war mittags anwesend und ich habe ihn gefüttert.

Nachmittags erhalte ich von Derek eine Email in der er mir mitteilt, dass er tatsächlich sein Haus verkaufen will. Er ist schon dabei die Hunde nach Thamai zu bringen, wo sie unter Malis Obhut sein werden.

Am Abend treffe ich zufällig Tony beim Essen. Wir unterhalten uns wie schon lange nicht und verabreden wieder mehr zusammenzuarbeiten. Ich bin froh, dass wir wieder zusammengefunden haben. Auf meine Frage nach Saddam und Randy erklärt mir Tony, dass sie beide adoptiert worden seien. Tony unterstützt weiterhin den Wat in Sakaeo und sagt, dass ich nichts zu überweisen brauche, da er genug gibt. Er schlägt vor, sobald er Zeit hat, zusammen nach Sakaeo zu fahren. Wollen mal sehen, was sich so ergibt. Ich schlage ihm vor, dass ich Bessie zum Sterilisieren bringen kann und wir verabreden das zum nächsten Wochenende zu arrangieren.

Fahre später zu den Hunden. Prince ist immer noch verschwunden und die Frau, die die Hunde im Hinterhof versorgt, sagt mir, dass Rita wieder aus der Nase geblutet hat. Ich verspreche ihr morgen Ivermectin Pulver zu bringen, dass sie Rita unter den Reis mischen kann.

Auf dem Rückweg zum Apartment kommen mir Nico und Kobi entgegen und sogleich entwickelt sich eine üble Keilerei zwischen ihnen und Castor. Erst als ein Junge mit einem Besen kommt, lassen sie voneinander ab. Ich gehe ohne Stock nicht mehr dazwischen, denn es besteht eher die Gefahr, dass ich mich verletze, als dass die Hunde zu Schaden kommen. Kobi sieht danach aus als hätte er sich im Müll gewälzt. Beide bekommen von mir einen Einlauf und verdrücken sich, sie wissen wohl genau was sie gemacht haben.

Mittwoch, 6. Februar 2013

Ich bin mittags noch mal nach Rudi schauen, aber er ist nach wie vor verschwunden.

Nach der Arbeit fahre ich zum Big C um die leckeren geräucherten Würste zu kaufen, die die Hunde so gern fressen und mit denen ich ihnen die Tabletten verabreiche.

Auf der Fahrt zu dem Supermarkt komme ich immer an einem Tempel vorbei an dem sich etliche Hunde aufhalten. Im Vorbeifahren sehe ich einen Ausländer mit einer Spritze in der Hand umgeben von einigen Hunden. Ich drehe und spreche ihn an. Er teilt mir mit, dass er im Bereich des Tempels Hunde mit Ivermectin behandelt und auch dafür sorgt, dass sie sterilisiert werden. Er gibt mir den Tipp Ivermectin in Pulverform zu besorgen, das es in einer Tierhandlung an der Banglamung Polizeistation zu kaufen gibt. Dort gibt es auch Ivermectin in Flüssigform.

Wir kommen auch auf Tierasyle in Pattaya zu sprechen und er sagt, dass Derek sein Haus zum Verkauf gestellt hat und dass ein neues Asyl in der Nähe vom Elephant Village aufgemacht habe. Ich gebe ihm meine Karte und bitte ihn mich anzurufen, um mir zu sagen, wo genau ich das Asyl finden kann.

Nach dem Einkauf fahre ich in den Hinterhofslum, um im noch im Hellen nachzuprüfen, ob die Welpen gebadet worden sind. Die ältere Frau teilt mir mit, dass sie drei Welpen behandelt hat, eines ist wohl gestorben und eines nicht auffindbar. Immerhin hat sich wenigstens etwas getan.

Danach mache ich mich auf um die Tierhandlung in Banglamung zu suchen. Ich finde sie auch ziemlich schnell und es stellt sich heraus, dass es in Wirklichkeit eine kleine Tierklinik ist. Ich spreche mit dem Inhaber und er erklärt mir genau, wie das Pulver zu dosieren ist. Ich muss mal schauen, wie ich es am Besten verabreiche.
Ich frage den Inhaber auch nach seinen Preisen für eine Sterilisierung und er teilt mir mit, dass sie bei Rüden ab 10 Kilogramm mit 600 Baht und bei Hündinnen mit 800 Baht beginnen.

Anschließend fahre ich ins Apartment und bereite das Futter und jeweils 8mg Ivermectin für Diana, Charly, Bobby und Prince vor. Prince ist wieder mal verschwunden aber die anderen Drei fressen die Wurststückchen.

Später am Abend fahre ich noch einmal beim Best Supermarkt vorbei und zu meiner großen Freude sehe ich Rudi dort. Die Behandlung mit Ivermectin hat ihm gut getan. Sein Fell ist nicht mehr so struppig, die Verschorfung auf seinem Kopf ist weiter zurückgegangen, auf seinen Ohren wächst das Fell wieder und seine Vorderpfoten sind abgeschwollen und nicht mehr blutig. Es geht ihm offensichtlich viel besser. Ich kaufe ihm ein Päckchen Rippchen, füttere ihn und fahre dann direkt wieder ins Apartment und bereite weitere 24mg Ivermectin und eine Dosis Entwurmung für ihn vor. Tatsächlich finde ich Rudi auch noch vor, als ich zurückkomme. Nach einigem Zögern frisst er die Wurststückchen alle auf.

Solche Erlebnisse wie diese entschädigen mich für alle Mühe und Sorgen die ich mit den Tieren habe denn sie verschaffen mir pure Freude. Ich hoffe nur, dass Rudi noch eine Weile in der Gegend bleibt, damit ich ihn weiter behandeln kann.

Dienstag, 5. Februar 2013

Als ich heute Morgen meinen Scooter in der Tiefgarage abstelle, höre ich ein Bellen, von dem ich vermute, dass es von einem Hund kommt, der seine Jungen verteidigt. Ein Angestellter des Pattaya Bazaar, den ich als jemanden einschätze, der sich gegenüber dem Schicksal der Tiere, die auf dem Gelände hausen nicht völlig taub stellt, zeigt mir im hinteren Bereich der Tiefgarage einen Platz, an dem vier Welpen liegen. Der Mutterhund ist nur zu hören aber nicht zu sehen, denn er hat sich im Gerümpel verkrochen. Die Welpen sehen auf den ersten Blick gut aus und werden augenscheinlich von der Mutter gesäugt. Der Angestellte fragt mich, ob ich die Hunde nicht nehmen könne, aber ich muss ihm sagen, dass mir die Hände gebunden sind. Ich komme mir zurzeit mal wieder wie Don Quijote vor.

Mittags schaue ich noch einmal nach Rudi, aber wieder Fehlanzeige. Er wird wohl weitergezogen sein, immerhin hat er zwei Mal Ivermectin erhalten, vielleicht hilft es ihm ein wenig.

Direkt nach der Arbeit fahre ich nach den Welpen schauen, um nachzuprüfen, ob sie jemand gebadet hat. Eine alte Frau, die dort lebt und die ich schon öfter gesehen habe, teilt mir mit, dass nichts passiert ist, aber sie verspricht es noch heute Abend zu tun.

Am Abend schaue ich noch mal in den Slum aber es ist schon alles dunkel und Welpen sind nicht zu sehen. Wenn es nach mir ginge, würde ich die Würmchen liebend gern selbst baden aber ich weiß nicht wo. Wenn sich morgen immer noch nichts getan hat, werde ich Jörg fragen, ob ich es in seinem Haus tun kann.

Zur Rippchenrunde sind alle da, nur Rita kann ich nicht sehen und Boris ist auch weiterhin verschwunden. Ron hat sich auf meine Email immer noch nicht gemeldet.

Montag, 4. Februar 2013

Fahre direkt nach der Arbeit zur Siam Country Klinik und Ja empfiehlt mir die Welpen erst einmal mit einem Spezialshampoo zu behandeln und dann nach einer Woche mit einer verdünnten Lösung einzusprayen. Ich fahre in den Slumhinterhof und beauftrage zwei Bewohner die Welpen zu shamponieren. Ich werde morgen den Erfolg überprüfen.

Ich versuche Josy die dritte Entwurmung zu verpassen, aber sie hat keinen Appetit. Ich muss es also morgen wieder versuchen.

Nina, Billy, Nora und Jerry bekommen je zwei Rippchen, Rita nimmt wieder nichts zu sich. Sie scheint Reisgerichte vorzuziehen, die ihr die Anwohner vorsetzen. Immerhin sieht sie ein wenig erholter aus und nicht mehr ganz so klapprig.

Prince ist wieder aufgetaucht und ist wohlauf. Nachdem ich ihn gefüttert habe, fahre ich zu Diana, Bobby und Charly. Die letzten Rippchen bekommt Mom und Ugo, der auch erscheint.

Ugo ist das ganze Gegenteil von Mom, so verspielt wie Mom ist, so vorsichtig ist Ugo. Bisher hat er sich von mir noch nicht anfassen lassen, während Mom sich schon vor mir auf den Rücken legt.

Ron hat sich auf meine Email nicht gemeldet. Rudi und Boris bleiben weiterhin verschwunden.

Sonntag, 3. Februar 2013

Ich mache am Nachmittag einige Fotos von Serena, Leila, Nico und Kobi und fahre dann zu Rita und den anderen um Fotos zu machen . Ich stelle fest, dass Nina beginnende Räude hat, denn ihre Ohren sind befallen.

Bei der Gelegenheit gehe ich auch in den hinteren Slumbereich, um nach den anderen Hunden dort zu sehen. Ich entdecke nur einen großen Hund aber fünf Welpen, die total räudig sind. Die Frau, die vorn an der Straße, wo Rita, Nina, Jerry, Billy und Nora gewöhnlich liegen, ihren Essensstand hat und die in dem Slum lebt, erklärt mir, dass die Welpen die Räude schon eine Weile haben, was auch offensichtlich ist. Ich mache Fotos von ihnen um diese an Ja zu schicken damit sie mir sagen kann was wir für die Welpen tun können. Ja schreibt zurück, dass für acht bis zehn Wochen Ivermectin Tropfen verabreicht werden müssten.

Ich versuche Ron telefonisch zu erreichen und schaue auch nach der Adresse, die auf seiner Visitenkarte vermerkt ist, aber ich kann ihn nicht erreichen. Auf meine Email antwortet er nicht.

Abends fahre ich zu den Hunden und verabreiche Nina problemlos 24mg Ivermectin. Prince ist wieder nicht zu finden und so bekommen Diana, Bobby, Charly und Mom je ein großes Stück Rippchen.

Boris ist auch nicht zu sehen und nach Rudi habe ich nun schon mehrere Male geschaut ohne ihn zu sehen.

Samstag, 2. Februar 2013

Auf dem Weg in die Stadt sehe ich am Pattaya Bazaar auf der Straße einen Hund liegen, den ich zuvor schon einige Male auf dem neu betonierten Teil hinter dem Pattaya Bazaar gesehen habe und der an Räude leidet. Immer wenn ich ihn gesehen hatte, hatte ich keine Ivermectin dabei und wenn, sah ich ihn nicht.

Nun, da ich ihn direkt vor Augen habe, sehe ich, dass er Räude im stark fortgeschrittenen Zustand hat. Der Hund liegt bewegungslos auf dem Bauch und atmet schwer. Irgendwer hat ihm ein gebratenes Hühnerteil und Wasser hingestellt, aber er hat offensichtlich nichts zu sich genommen. Als ich ihm die Hand auflege, rührt er sich kaum.

Ich fahre zurück und präpariere Ivermectin. Als ich ihm ein präpariertes Wurststückchen hinhalte, nimmt er es nicht. Mittlerweile kommt ein Angestellter vom Hotel gegenüber und erklärt mir, dass der Hund schon den ganzen Vormittag dort gelegen hat und dass er wohl angefahren worden sei und sich die Hüfte verletzt hat.
Ein Schulmädchen kommt auch dazu und ein Thaipärchen bleibt auch stehen. Wir beraten was wir machen können. Ich rufe Fred an ob er uns helfen könne. Er sagt dass er augenblicklich in Jomtien im Verkehr stecke und dass es dauern könne bis er uns erreicht.

Wir warten. Ich erkläre den Dreien, dass sie nicht zu warten bräuchten, aber sie bleiben und erklären mir, dass sie auch auf Fred warten wollten, um zu wissen, was mit dem Hund passiert. Der Hotelangestellte kommt zurück und bringt ein großes Betttuch, mit dem wir den Hund einwickeln können, um ihn hochzuheben. Wir legen es über den Hund, sodass er sich etwas geschützt fühlt.

Ein Auto hält und ein Ausländer steigt aus. Er fragt, was los sei und wir erklären ihm die Lage. Er sagt, dass er den Hund in die Naklua Klinik fahren könne. Wir versuchen den Hund aufzuheben, aber er beißt um sich. Der Ausländer, ein Holländer namens Ron Holländer erklärt sich bereit in die Klinik zu fahren und eine Veterinärin zu holen. Zwanzig Minuten später kommt er mit der Ärztin, die dem Hund einen Maulkorb anlegt, in den Kofferraum hebt und Ron fährt mit ihr und dem Hund in die Klinik.

Vor der Abfahrt tauschen wir Visitenkarten aus und ich sage ihm, dass ich ihn morgen anrufen werde.

Abends werden Katzen und Hunde von mir wie üblich versorgt. Josy bekommt die zweite Entwurmung.

Freitag, 1. Februar 2013

Mittags und Abends ist Rudi nicht zu sehen.

Josy bekommt ihre erste Entwurmungsdosis und Jenny die dritte. Wenn Castor mich sieht, läuft er mit eingekniffenem Schwanz davon. Ich bin für ihn wohl ein Mitglied aus dem Rudel von Nico und Kobi und mit Nico hat er ja ein Problem.

Ich versuche Rita die dritte Dosis Ivermectin zu geben aber sie nimmt nichts an.

Dann fahre ich um Prince zu füttern aber er ist nicht aufzufinden. Ich laufe den ganzen Talat ab aber er bleibt verschwunden. So verteile ich die restlichen Rippchen an Bobby, Diana, Charly, Mom und Ugo.

Boris hat sich auch schon mehrere Tage nicht blicken lassen.