Montag, 31. Dezember 2012

Nico bekommt seine dritte Dosis Entwurmung und Kobi seine Zweite. Nico bekommt weiterhin seine Standardmedizin.
 
Leilas Wunde behandele ich mit Antibiotikpuder. Die Heilung wird lange dauern. Ich werde am 2. Januar Ja fragen, ob Leila eine Antibiotik Injektion bekommen kann. Zuvor muss sichergestellt werden, dass sie nicht trächtig ist. 

Nach Mitternacht, nachem die Böllerei aufgehört hat, fahre ich zum Talat aber Prince ist nicht zu sehen, nur Bobby und ein junger Hund, der anscheinend zu jemandem dort gehört, begrüßen mich. Auch Diana hat sich offensichtlich verkrochen. 

Sonntag, 30. Dezember 2012

Fahre heute Morgen wieder mit Nico in die Klinik. Er bekommt die fünfte Chemo und Ja meint, dass wir erst mal zwei Wochen warten sollten und dann schauen, ob der Tumor noch vorhanden ist. Ich frage sie auch nach einem Termin für Serenas Sterilisation und sie meint, dass ich sie am zweiten Januar bringen könne.
 

Ich erkundige mich auch nach dem Schicksal des Hundes, der im angefahrenen Zustand zu Ja gebracht wurde. Der Hund sieht sehr schlecht aus und leidet. Er kann den Kot nicht halten und zittert am ganzen Körper. Ja meint sie wolle warten ob die Thaifrau, die den Hund zu ihr gebracht hat, noch einmal wieder kommt. Ich halte das für unwahrscheinlich und schlage vor den Hund zu einzuschläfern. Ja sagt, sie habe das noch nie gemacht könne es aber tun.

Am Abend nehme ich Leila mit zu mir hoch und behandele die Wunde mit antibiotischem Puder. Ich hoffe, dass diese Maßnahme Wirkung zeigt. Nico bekommt zusätzlich zu seiner Routinemedizin die zweite Dosis Entwurmung und Kobi bekommt eine Nachfolgedosis nach der Ersten vor zwei Wochen.
 
Prince erwartet mich an der Zufahrt zum verlassenen Haus und ich versorge ihn. Er ist immer noch etwas schreckhaft aber scheint sich etwas besser eingefunden zu haben.

Samstag, 29. Dezember 2012

Ich mache mir Sorgen um Leilas Wunde, die nicht recht verheilen will. Werde morgen in der Klinik fragen, ob ich sie mit antibiotischem Puder behandeln soll.

Kobi und Prince bekommen Knochen und ihre Medizin, Kobi die dritte Dosis Ivermectin und Nico neben dem Leberpräparat und dem blutbildenden Medikament auch eine Dosis Entwurmung.

Prince kommt mir auf dem Wege zu verlassenen Haus entgegen und ich füttere ihn mit Knochen. Auf dem Wege zur Wasserstelle kommen uns Bobby und Diana entgegen. Diana folgt uns ein Stück weit zum verlassenen Haus, und als ich dann zurückfahre, folgen mir alle drei und am Weitesten Prince. Ich hoffe aber, dass er nun begriffen hat, dass ich immer wieder komme.

Freitag, 28. Dezember 2012

Fred informiert mich, dass er massiven Ärger mit der Nachbarin hat, die jemand hat kommen lassen, um meine Hunde zu erschießen. Fred hat ihr gesagt, dass ich bereits alle abgeholt habe. Er bittet mich in den kommenden Wochen nicht mehr zu erscheinen, damit die Nachbarin mich nicht mehr sieht.
 
Das ist wieder ein Mal ein schönes Beispiel dafür, dass ich hier an zwei Fronten kämpfe: auf der Seite der Tiere und gegen ignorante Mitmenschen.

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Abends finde ich Prince auf dem Talat und er folgt mir zum verlassenen Haus, wo ich ihn füttere und tränke. Er scheint tagsüber Futter und Wasser gefunden zu haben denn er trinkt erst, nachdem er einige Knochen gefressen hat und selbst die nicht alle, die ich ihm anbiete. Prince scheint sich wohl allmählich einzugewöhnen und liegt ganz ruhig bei mir, als ich mich zu ihm setze. Die Umgebung ist auch nicht die Schlechteste für ihn, denn normalerweise kommt dort nachts niemand hin. Als aber wieder die Knallerei anfängt, läuft er weg und ich nutze die Gelegenheit und fahre.

Ich versorge Leilas Wunde wieder mit Betaisodona. Trocken ist sie immer noch nicht und auch noch ziemlich groß, aber ich kann eigentlich nicht mehr machen.

In der Nacht wache ich von ihrem lang anhaltenden Miauen auf und gehe noch mal zu Leila runter. Ich nehme sie und streichele sie eine Weile und gebe ihr noch ein wenig zu fressen und sie beruhigt sich. Ich weiß nicht, ob sie Schmerzen hat, zu verstehen wäre es ja.

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Leila ist jetzt wohl wieder dauerhaft am Geisterhäuschen, zumindest ist sie über Nacht geblieben und ist auch am Tage zu sehen. Ich behandele sie abends mit Betaisodona was sie sich willig gefallen lässt. Überhaupt ist sie nun schon genauso zutraulich wie Serena.

Am Abend fahre ich zum Talat. Diana macht mich als Erste aus und dann erscheint Bobby und sogar Charly kommt angerannt. Ich gebe ihnen ein paar Knochen und fahre weiter um nach Prince zu schauen.
Da ich ihn nicht sehe, fahre ich zum verlassenen Haus und er kommt mir entgegen. Es scheint, dass er in dem Bereich dort ein Plätzchen gefunden hat. Prince humpelt immer noch. Ich gebe ihm ein paar Knochen und Wasser zu trinken. Im Haus scheint er nicht zu hausen, denn als ich es betrete, folgt er mir nur sehr vorsichtig. Ich gehe mit ihm noch ein Weilchen spazieren und werde dabei von einem Thai angesprochen, den ich schon lange kenne. Wir spielen zwei Partien Pool in der Bar in der er arbeitet. Ich bin zwar noch nicht so sicher mit meinem gebrochenen Arm, aber es geht schon wieder einigermaßen.

Prince bleibt die ganze Zeit in der Nähe und auch Bobby und Diana. Ich lege ihm das Halsband um und beim Abschied gibt es wieder ein bisschen Geknurre von Prince als ich auch Bobby tätschele, es hält sich aber in Grenzen. Als ich schließlich fahre, läuft mir Prince noch ein Stück hinter her, gibt dann aber auf, als ich Stoff gebe.

Dienstag, 25. Dezember 2012

Leila ist am Abend wieder aufgetaucht. Ich nehme sie mit zu mir hoch, entferne den Verband und schmiere die Wunde mit Betaisodona ein. Soweit ich es beurteilen kann, sieht die Wunde so aus als würde sie allmählich zuheilen. Leila ist ganz lieb und lässt sich die Prozedur gefallen.

Fahre danach zum Talat und Prince kommt mir auf dem Wege zum ehemals verlassenen Haus entgegen. Er humpelt etwas und ist ein wenig verstört. Ich setze mich zu ihm und versuche ihn zu beruhigen. Aber hier in Thailand fängt die Böllerei schon zu Weihnachten an, und jedes Mal wenn es knallt, läuft Prince weg, kommt aber immer nach kurzer Zeit zurück. Ich stelle ihm Trockenfutter hin aber er frisst nicht. Dann führe ich ihn zu einer Wasserstelle und er säuft ausgiebig. Diana und Bobby finden sich auch ein und gemeinsam gehen wir zu einem Platz, an dem ich die Beiden normalerweise füttere. Ich bleibe noch ein Weilchen und hoffe, dass sich Prince allmählich einfügt.
  
Jörg legt mir ans Herz den Hunden doch ein Halsband zu verpassen, damit eventuelle Hundefänger vielleicht etwas mehr Zurückhaltung üben. Werde ich machen. 

Ulrike schreibt mir, dass sie mir 1,200 Baht für die Hunde gespendet hat. Das ist eine nette Weihnachtsüberraschung.

Montag, 24. Dezember 2012

Fahre am Abend nach Prince zu schauen und er findet mich schließlich nachdem ich einige Zeit auf dem Talat Rung Roht herumgelaufen bin. Muss dabei aufpassen, dass ich nicht zu auffällig bin und damit die Anwohner darauf aufmerksam zu machen, dass sich Prince wieder eingefunden hat. 

Diana, Bobby und Charly hatten mich natürlich schon vorher entdeckt. Versorge die Hunde mit Knochen und Trockenfutter und laufe dann noch ein bisschen mit Prince herum, um ihm zu vermitteln, dass ich weiterhin für ihn da bin. Er weicht mir nicht von der Seite und will mit mir mit aber er muss ja lernen, dass er mir nicht folgen darf. Es bleibt mir nichts anderes übrig als schnell wegzufahren, sodass er mir nur ein kleines Stück folgen kann und zu hoffen, dass er wieder zum Talat zurückkehrt.

Leila habe ich den ganzen Tag nicht gesehen. Eigentlich müsste ich ihr den Verband abnehmen und die Wunde mit Betaisodona versorgen. Ich schaue nach ihr kann sie jedoch nicht entdecken. In der Nacht werde ich etliche Male von Katzengejaule aufgeweckt und denke, dass es Leila sein könnte. Mehrfach gehen ich auf den Balkon, kann aber in der Dunkelheit nichts von ihr oder einer anderen Katze ausmachen. Ich kann nur warten, dass Leila wieder zurückkehrt. Vielleicht hat sie ja auch ihre Jungen bekommen.

Sonntag, 23. Dezember 2012

Fahre früh morgens in die Klinik. Ja ist nicht da und eine andere Ärztin verabreicht die Chemo, die nur sehr kurz dauert, allerdings zwei weitere Injektionen beinhaltet. Leider stellt die Ärztin fest und ich kann es mit eigenen Augen sehen, dass der Tumor noch vorhanden ist. Die Behandlung soll nun noch zwei Mal fortgesetzt werden.

Leilas Wunde ist immer noch ziemlich groß, aber laut Aussage der Ärztin kann ich Leila nun mitnehmen und die Wunde mit Betaisodona weiter versorgen, ohne dass sie verbunden werden muss, da sich die Unterhaut erholt hat und die Oberhaut dann hoffentlich allmählich zuwächst. Ich bezahle 3,400 Baht und bekomme wieder Tabletten für Nico.

Nachdem ich Nico und Leila zurückgebracht habe, fahre ich nach Huay Yai. Fred hatte mir schon mitgeteilt, dass er nicht da sei und so sehe ich nur die Nichte, die mir auch noch mal sagt, dass ich Prince mitnehmen solle.

Zuerst aber kümmere ich mich um Arnie, Prince, Shana, Lizzy und Scottie. Ich schaffe es sie in ein separates Gehege zu bugsieren, in dem sich nur noch zwei andere Hunde befinden und so kann ich mich ihnen mehr oder weniger ungestört widmen. Insbesondere schaue ich nach Prince, der wie immer mir gegenüber etwas verhalten ist, aber das ist so seine Art und ich weiß, dass er sich trotzdem freut, mich zu sehen. Nach etwas einer Stunde nehme ich Prince auf den Arm und trage ihn aus dem Gehege und an den anderen Hunden vorbei aus dem Tor und verfrachte ihn ins Auto.

Auf dem Wege zurück nach Pattaya fasse ich den Entschluss ihn erst mal wieder im Talat Rung Roht unterzubringen. Dort kennt er sich aus und es ist in meiner Nähe. Es braucht ein paar Überredungskünste ihn freiwillig aus dem Auto zu bekommen aber dann nehme ich ihn mir und wir machen einen Spaziergang durch das Gelände und zu dem ehemals verlassenen Haus, in dem die Hunde einige Monate hausten und das jetzt offenbar einen Käufer gefunden hat, denn es wird renoviert.

Nach etwa einer Stunde hat sich Prince wieder mit der Gegend angefreundet und wir gehen zu Auto zurück, wo uns Diana, Bobby und Charly erwarten. Bobby und Prince hatten sich ja schon mal geprügelt zu der Zeit, als die Hunde noch im verlassenen Haus waren und so bin ich alarmiert. Ich nehme beide beim Schlafittchen und rede ihnen ins Gewissen. Diana scheint auf Prince auch einen positiven Einfluss zu haben und so passiert auch außer ein wenig Geknurre nichts weiter. Ich verteile an alle Knochen und passe einen Moment ab an dem Prince mit seinem Knochen beschäftigt ist und fahre erst mal wieder.

Nach Einbruch der Dunkelheit schaue ich wieder nach Prince und finde ihn auch. Er ist ganz außer sich vor Freude mich zu sehen und gar nicht mehr zurückhaltend und sicher auch erleichtert, dass ich immer noch da bin. Ich bleibe noch eine Weile bei ihm und sehe dass er sich schon recht vorsichtig einem anderen Hund, den ich noch nie vorher im Talat Rung Roht gesehen habe, nähert. Ich fahre dann ganz schnell, damit er nicht hinter mir herläuft.

Am Abend treffe ich noch zufällig einen guten Bekannten, den schon einige Zeit nicht mehr gesehen habe und er spendet mir 2,000 Baht für die Hunde. Das, und dass ich nach meiner Rückkehr feststelle, dass sich Leila wieder am Geisterhäuschen eingefunden hat und sogar der Verband noch intakt ist, ist ein schöner Abschluss des heutigen Tages.

Samstag, 22. Dezember 2012

Habe während der vergangenen Woche Nico täglich seine Tabletten verabreicht. Den Hunden geht es soweit gut und auch Serena ist zufrieden. Ich glaube nicht, dass sie trächtig ist, denn sie wird nicht dicker.

Fred ruft mich an und teilt mir mit dass ich an diesem Wochenende Prince herausholen müsse, da er angeblich eine Katze der Nachbarin totgebissen hat und die Nachbarin verlangt, dass er verschwinden müsse. Ich frage Fred ob ich auch Arnie ausquartieren müsse, aber Fred sagt dass Arnie brav sei.

Sonntag, 16. Dezember 2012

Fahre heute früh mit Nico und Kobi in die Klinik. Kobi bekommt seine dritte Chemo und Kobi will ich einfach nur mal vorstellen. Ja meint, dass Kobi eine leichte Tendenz zur Räude hat und rät mir ihn 4 Wochen lang mit Ivermectin zu behandeln. Sie gibt mir wieder Medikament mit, darunter eine ganze Tüte mit Entwurmungstabletten, die sich nicht berechnet. Ich bezahle nur für die Chemotherapie 1,800 Baht.

Ja sagt, dass die Wunde unter Leilas Achsel allmählich zuheilt. Leila ist ganz lieb und tapfer. Nun will ich noch hoffen, dass sie auch nicht trächtig ist. Ja wird sie am kommenden Sonntag röntgen dann wissen wir mehr. Serena soll ich auch in 2 Wochen wieder vorstellen, und damit sich nach einem weiteren Röntgen sterilisiert werden kann, falls sie wirklich nicht trächtig ist.

Der Kater, der die vergangenen Tage mehrfach aufgetaucht ist, ist heute auch wieder da. Ich nenne ihn Kasimir. Eine schwarz-weiße Katze kommt jetzt auch öfter um sich ihr Futter abzuholen und bleibt zuweilen länger im Geisterhäuschen. Ich nenne sie Yolanda.

Nachdem ich Nico und Kobi wieder zurückgebracht habe, fahre ich zum Tierasyl. Heute fahre ich mit etwas Zurückhaltung dort hin. Das hat zwei Gründe: Zum einen habe ich das Gefühl nicht mehr recht willkommen zu sein und zum Anderen habe ich mir beim letzten Besuch so an die 100 Flohbisse zugezogen, die tagelang gejuckt haben. Ich weiß nicht von welchen Hunden sie stammen, nehme mir also vor den Körperkontakt etwas vorsichtiger anzugehen.

Im Asyl ist wie immer schwer was los, wenn ich am hinteren Bereich ankomme und ich bekomme kaum die Tür auf, weil 10 Hunde gleichzeitig auf mich einstürmen. Ich gehe sofort in ein hinteres Gehege um die Bellerei auf ein Minimum zu reduzieren, da ich weiß, dass das Fred nervt.

Ich begrüße erst mal meine Fünfe und versuche die anderen Hunde ein wenig auf Abstand zu halten. Nur Lucky scheint mich besonders zu mögen und lässt auch nicht von mir ab. Das sieht Prince gar nicht gern und so gibt es wieder Knurrerei. Als ich Prince mal allein erwische verändern sich seine Augen und er schaut mich ganz freundlich an, springt an mir hoch und beißt mir ins T-Shirt wie es so seine Art ist mir seine Zuneigung zu zeigen. Dort wo wir nicht mit allen anderen Hunden zusammen sind, sind auch Shana und Lizzy ganz zugänglich und zeigen ihre Freude.

Seit einiger Zeit lebt auch ein neuer Einzelgänger in dem Gehege, der sich nicht recht einpassen kann oder die anderen Hunde lassen es nicht zu. Es kommt zu einem Zwischenfall, wo sich mindestens 10 Hunde auf ihn stürzen und Arnie verbeißt sich regelrecht mit ihm. Auch Ronnie mischt mit und holt sich dabei eine blutende Nase. Arnie hat eine kleine Wunde über dem linken Auge. Es ist sowieso ein Wunder dass nicht mehr passiert, denn wenn die Hunde miteinander kämpfen geht es richtig zu Sache. Beenden kann man solche Kämpfe eigentlich nur, wenn man mit einem Stock dazwischen geht. Ich hatte aber keinen dabei und so dauert bestimmt 30 Sekunden, bis ich sie wieder auseinander habe.

Ich säubere noch einen Tontopf und fülle ihn mit Wasser, Trockenfutter habe die Hunde im Überfluss, meiner Meinung zu viel, aber frisches Wasser ist nicht immer ausreichend vorhanden.

Während der ganzen Zeit sehe ich nur die Anns Nichte, nicht aber Fred oder Ann. Ich weiß nicht, ob Fred ein Problem mit mir hat, die Nichte ist jedenfalls sehr unfreundlich zu mir.

Dienstag, 11. Dezember 2012

Bin heute wieder bei Diana und Bobby gewesen. Beide sind ok. Auf dem Wege zu Big C sehe ich Saddam und Bessie etwas abseits von Tonys Shop am Straßenrand. Natürlich halte ich an und beide freuen sich wie Bolle mich zu sehen. Auf ihr freudiges Gebelle hin kommen auch Bella, Faye, Foxi und Coco. Randy scheint verschwunden zu sein.

Übrigens, Tony hat auf meine Email nicht geantwortet. Er scheint mit mir abgeschlossen zu haben. In der Email habe ich ihn darauf aufmerksam gemacht, dass Bessie alt genug ist um sterilisiert werden zu kann und ihn auch gefragt, ob die Bankverbindung nach Sa Kaeo immer noch uptodate ist. Ich hatte vor etwas Geld zu überweisen, aber nun weiß ich nicht, ob das Geld dann auch in die richtigen Hände gerät.

Ich denke oft daran wie es Babe, Ronnie, Gina und Holly wohl gehen mag, kann aber im Moment nichts weiter für sie tun. Sobald ich es mir erlauben kann, werde ich mal in das Wat fahren, um mich nach ihnen umzusehen.

Nico scheint die Chemo gut überstanden zu haben, er verhält sich ganz normal und blutet auch nicht mehr. Er bekommt täglich seine Tabletten nachdem ich nach der Behandlung von TVT mit Chemotherapie gegoogelt habe und die Erfolgsaussichten als sehr gut beschrieben wurden, bin ich guter Hoffnung, dass Nico geheilt werden kann.

Ein passendes Haus habe ich nicht gefunden, war auch nicht zu erwarten, aber immerhin hat mir Ja mitgeteilt, dass sie auf dem Röntgenbild keinen Nachweis von Trächtigkeit bei Serena entdeckt hat.

Sonntag, 9. Dezember 2012

Ich hole mir morgens früh das Auto von Jörg und fahre mit Nico und Serena in die Klinik. Nico bekommt die zweite Chemo und Serena wird geröntgt damit sichergestellt wird, ob sie trächtig ist. Das Ergebnis bekomme ich telefonisch mitgeteilt.

Leilas Wunde sieht nicht besser aus. Sie ist bei der Wundversorgung ganz tapfer und lässt sich von mir halten und streicheln. Die Wunde unter ihrem Vorderbein lässt sich schlecht versorgen scheint aber nun bakterienfrei zu sein. Damit Leila sich den Verband nicht abreißt, muss sie einen Kragen tragen. Angenehm ist ihr Dasein zurzeit sicher nicht aber wenn ich sie mitnehmen würde, würde die Wunde wohl nie heilen.

Ich rufe dann Fred an um zu erfahren ob ich Arnie und Prince schon heute abholen muss. Seine lapidare Antwort darauf ist "Nein, musst du nicht."

Mir ist erst mal eine Last genommen und so fahre ich mit dem Scooter zum Tierasyl. Als ich ankomme, ist Fred schon wieder unterwegs aber das Tor ist immer offen und so gehe ich zu den Hunden in den hinteren Bereich und bleibe für zwei Stunden bei ihnen. Am liebsten würde ich ja alle Fünfe sofort mit mir nehmen und ich glaube sie würden mir auch willig folgen, aber das geht ja nun mal nicht.

Prince legt sich immer wieder mit Lucky, einem von Freds persönlichen Hunden, an. Ich mag Lucky und er mich anscheinend auch, und wenn ich ihn streichele, fängt Prince an zu knurren und Lucky knurrt zurück. Arnie ist ganz anhänglich und lässt kaum von mir ab. Scottie kommt auch häufig zu mir aber auf Lizzy und Shana muss ich immer erst zugehen. Sie sind sehr zurückhaltend, das hat aber weniger mit mir zu tun denn als ich mich mit einer neuen Hündin beschäftige, die vom ersten Augenblick auf mich zu kam, stürzen sich Shana und Lizzy eifersüchtig auf sie und beißen sie weg.

Es ist einfach so, dass die eingespielte Gemeinschaft zwischen mir und den Fünfen, so wie sie im Haus am Talat Rung Roht bestand, nicht mehr so natürlich funktioniert. Das ist ja auch kein Wunder. Ich bin aber davon überzeugt dass, wenn es mir mal möglich sein sollte sie wieder zu mir zu nehmen, sich die alte Ordnung wieder einspielen würde.

Nachdem ich wieder im Apartment bin, rufe ich Fred an und wir haben ein langes, gutes Gespräch. Er sagt mir, dass die Hunde eine seiner Lieblingskatzen getötet haben und er deshalb so reagiert hat. Ich verstehe ihn sehr gut, schließlich habe ich selbst zwei Katzen, ganz zu schweigen von all den Katzen, die ich in der Vergangenheit bei mir hatte.

Ich verspreche Fred mich um ein Haus zu kümmern, eine Zusage, dass es in Kürze damit klappt, kann ich ihm jedoch nicht geben.

Freitag, 7. Dezember 2012

Nico bekommt von mir jeden Abend die Tabletten in kleinen Würstchen versteckt und schlingt sie auch gierig herunter. Kobi bekommt auch immer was ab.

Heute Morgen versetzt mir Fred einen Schock. Er schreibt mir eine SMS dass ich Arnie und Prince wieder aus dem Asyl holen soll, da sie schon wieder eine seiner Katzen gejagt und getötet haben.

Ich habe keine Ahnung was ich machen soll. Ich denke daran ein Haus zu suchen aber mit meinen kümmerlichen Finanzen kann ich mir das nicht leisten. Also muss ich einen Platz für sie suchen an dem sie sich aufhalten können, ohne von Anwohnern oder anderen Hunden vertrieben zu werden, wo sie bei Regen unterkriechen können und wo ich sie versorgen kann. Ich werde mich morgen auf die Suche machen und hoffe eine Eingebung zu bekommen. Am Sonntag werde ich sie dann abholen, bevor ich Nico in die Klinik fahre für die zweite Chemo.

Eine gute Nachricht gibt es aber doch: Bobby ist wieder aufgetaucht und auch Charly und der große neue Rüde, den ich nun Boris nenne.

Dienstag, 4. Dezember 2012

Komischerweise werden Serenas Ohrenspitzen nach einer gewissen Zeit immer ganz schmutzig. Habe ihr die Ohren schon mal gewaschen aber nun ist eine neue Säuberung fällig. Ich versuche es draußen am Geisterhäuschen hinzukriegen aber das klappt nicht. Deshalb nehme ich sie einfach mit nach oben in mein Zimmer und dort lässt sich Serena die Ohrenwäsche unter Protest gefallen. Bei der Gelegenheit lasse ich sie über Nacht bei mir und sie fühlt sich sichtlich wohl.

Nico scheint es den Umständen entsprechend gut zu gehen, er ist allerdings nun noch anhänglicher als zuvor. Als ich zum Supermarkt um die Ecke gehe, folgt er mir, solange es geht und fiept, als ich ihn zurücklassen muss. Das hat er sonst nicht getan. Ich hoffe, dass er sich am nächsten Wochenende nicht allzu sehr sträubt, wieder in die Klinik zu fahren.

Montag, 3. Dezember 2012

Während des Tages bekomme ich einen Anruf von Ja, der Ärztin in der Siam Country Klinik, dass ich Nico abholen könne. Ich leihe mir nach der Arbeit Jörgs Auto und fahre zur Klinik. Ja teilt mir mit, dass der Bluttest mehr oder weniger Normalität ergeben hat, und gibt mir nur Tabletten zur Stärkung der Leberfunktion und zur Vermehrung weißer Blutkörperchen. Ja hat mit ihrer Chefin gesprochen und diese hat den Satz für eine Chemo von 2,000 auf 1,800 Baht gesenkt.

Nico hat die erste Chemo gut überstanden und freut sich riesig mich zu sehen. Ich lade ihn ins Auto und wir fahren zurück zum Apartmenthaus wo sich Kobi und Nico begrüßen.

Nachdem ich das Auto zurückgebracht habe, schaue ich nach Diana. Bobby und Charlie sind immer noch nicht zu sehen, auch der andere Hund nicht. Hoffentlich sind nicht wieder die Hundefänger unterwegs gewesen. Wenn Bobby bis zum Sonntag nicht wieder aufgetaucht ist, muss ich ihn wohl im Auffanglager suchen müssen. Ich muss mir dann ja auch wieder das Auto leihen, um Nico für die zweite Chemo in die Klinik zu fahren.

Sonntag, 2. Dezember 2012

Nachdem ich Kobi und Serena versorgt habe fahre ich um die Mittagszeit zum Huay Yai Tierasyl. Auf dem Wege dorthin halte ich an Tonys Laden an. Tony scheint von mir keine Notiz zu nehmen dafür Bella, Foxi, Saddam, Bessie und Faye umso mehr. Sie bellen freudig und springen an mir hoch, besonders Saddam und Bessie wollen gar nicht von mir lassen. Coco liegt etwas entfernt und kommt erst zu mir als ich ihn rufe; Randy sehe ich gar nicht. Ich habe eigentlich vor Tony anzusprechen ob er noch den Tempel in Sa Kaeow unterstützt, in den ich ja Babe, Ronnie, Gina und Holly geben musste. Tony hat aber offensichtlich keine Zeit für mich und sein Angestellter macht mich darauf aufmerksam, dass ihn das Gebell der Hunde störe. Bessie hustet und sieht sehr zierlich aus, ich hoffe sie ist nicht ernsthaft krank. Sie müsste eigentlich sterilisiert werden, denn sie ist nun schon siebeneinhalb Monate alt. Ich werde Tony eine Email schreiben.

Für die Hunde im Asyl habe ich Knochen mitgebracht und alle die zu mir kommen, bekommen einen. Die Begrüßung durch 'meine' Hunde ist wie immer stürmisch, aber da sie wohl mittlerweile wissen, dass ich wieder komme, ist der Abschied nicht mehr so problematisch.

Mit Fred kann ich mich nur kurz austauschen, da er auf dem Wege zur Klinik ist. Ich gebe ihm die fertigen Handzettel und informiere ihn darüber dass im Frühsommer ein Vortrag von ihm im Expat Club organisiert werden kann. Ich verabrede mit ihm auch für die kommende Woche ein Interview für das norwegische Monatsblatt „Thailands Tidende“zu arrangieren, dass ich schon vorbereitet habe. Mittlerweile ist auch schon ein Artikel im „Wochenblitz“ erschienen mit einer kostenlosen Daueranzeige für die kommenden Ausgaben.

Ich frage Fred, welche Erfahrungen er mit Chemotherapie hat und was er in der Nernplubwan Klinik dafür bezahlt. Er sagt, dass manche Therapien erfolgreich sind, manche nicht. Er bezahlt rund 1,000 Baht für eine Behandlung. Das ist die Hälfte der Kosten, die mir die Siam Country Club Klinik berechnen will und deshalb fahre ich bei der Nernplubwan Klinik vorbei um mich schlau zu machen.  Vor der Klinik treffe ich Fred und Ann mit mehreren Hunden im Schlepptau. Ann legt mir nache, keine Knochen mehr mitzubringen weil es sonst Beißereien gibt. Also gibt es nächstes Mal keine Knochen. In der Klink spreche ich mit einer Ärztin die mir mitteilt, dass die Kosten von verschiedenen Variablen abhängen, aber nicht mehr als 1,500 Baht betragen.

Ich fahre anschließend bei der Siam Country Club Klinik vorbei, um nach Nico und Leila zu sehen. Beide sind natürlich nicht sehr glücklich und besonders Nico freut sich mich zu sehen. Ich teile der Ärztin mit, dass mir die Nernplubwan Klinik einen Preis von nicht mehr als 1,500 Baht pro Behandlung genannt hat und sie verspricht mit ihrer Chefin zu sprechen ob am Preis noch was zu machen ist. Das Testergebnis von Nicos Blut ist noch nicht fertig und soll am späten Nachmittag vorliegen. Ich werde informiert, wann ich noch mal vorbei kommen kann.

Samstag, 1. Dezember 2012

Fahre mit Leila und Nico in die Klinik. Es wird festgestellt, dass Leila eine starke Infektion hat und ein bis zwei Wochen in der Klinik bleiben muss, da die Wunde täglich versorgt werden muss. Möglicherweise ist sie auch trächtig, ich mag gar nicht daran denken, falls es so ist. Was soll ich denn dann mit den Jungen machen?

Das Resultat der Untersuchung bei Nico ist noch niederschmetternder. Er hat einen Tumor am Penis und benötigt Chemotherapie. Er bleibt heute auch in der Klinik und muss dann jede Woche wieder hin, bis der Tumor verschwunden ist, hoffentlich.

Es kommen nun erhebliche Kosten in diesem Monat auf mich zu, für die Behandlung von Nico und Leila hat man mir 12 bis 15,000 Baht in Aussicht gestellt, 4,000 Baht gehen an Dogs Paradise und Rattana habe ich auch versprochen etwas zu überweisen. Gut, dass ich den Unfall gehabt habe, dadurch bekomme ich ja etwas Geld von der Versicherung und die Krankenhauskosten sind durch das Schmerzensgeld bezahlt worden.

Ich dachte schon, dass ich in diesem Monat nicht wieder jeden Baht dreimal umdrehen muss bevor ich ihn ausgebe, offensichtlich war das ein Trugschluss.

Freitag, 30. November 2012

Habe Manfred Rupert einen Teil der neuen Handzettel zum Verteilen im Expat Club gegeben. Manfred hat angeboten dass Fred im Frühjahr, wenn wieder ein Termin frei ist, Dogs Paradise im Expat Club vorzustellen.
 
Leilas Wunde sieht nicht besser aus. Werde am Wochenende versuchen das Auto von Jörg zu bekommen und mit ihr und Nico zur Siam Country Club Klinik fahren.

Donnerstag, 29. November 2012

Leila bleibt jetzt immer auch nachts am Geisterhäuschen. Ich habe sie abends wieder mit Betaisodona behandelt.

Mittwoch, 28. November 2012

Habe heute Abend unter Leilas rechter Achsel eine große offene Wunde entdeckt und mit Betaisodona behandelt. Leila ließ sich das gefallen und scheint auch keine Schmerzen zu haben, sonst hätte es das wohl früher gesehen.

Montag, 26. November 2012

Fred ruft mich morgens an und klagt, dass er die Nacht nicht schlafen konnte, da die Hunde sehr unruhig waren. Er bittet mich nicht später als am frühen Nachmittag wieder zu fahren, wenn ich am nächsten Sonntag komme. Wenn ich zu spät fahre, beruhigen sich die Hunde vor Einbruch der Dunkelheit nicht und sind die ganze Nacht unruhig.

Abends fahre ich, nachdem ich Kobi, Nico, Serena und Leila versorgt habe, um nach Bobby und Diana zu schauen. Sie kommen auf mich zu als hätten wir uns erst gestern zuletzt gesehen. Habe noch ein paar Knochen übrig, die ich ihnen gebe und auch Charly bekommt einen ab.

Zurück am Apartmenthause, drückt mir der Wachmann zwei Teller in die Hand und bedeutet mir die Hunde nicht mehr am Geisterhäuschen zu füttern. Auch die Katzen soll ich dort nicht mehr versorgen. Angeblich hätte die Besitzerin sich beschwert, weil einige Figürchen zu Bruch gegangen sind. Man kann den Thais ja nicht ihren Aberglauben nehmen, den sie für die Buddhalehre halten und so unterdrücke ich meinen aufwallenden Unwillen und willige ein, die Hunde nun an anderer Stelle zu versorgen und den Katzen ihr Futter auf der Begrenzungsmauer zum Nachbargrundstück zu geben.

Mein Karma ist es wohl mich mein Leben lang mit selbstsüchtigen Neurotikern herumplagen zu müssen. Welche Wohltat ist es doch sich in der Gesellschaft von Tieren zu befinden.

Sonntag, 25. November 2012

Habe mir heute am Sonntag das Auto von Jörg geliehen und bin das erste Mal wieder zu den Hunden gefahren. Sie hatten mich wohl schon abgehakt, denn sie gehen etwas verhalten auf mich zu. Als sie dann wohl realisieren, dass ich nicht gleich wieder verschwinde, tauchen sie doch auf und suchen meine Nähe. Arnie, Shana, Lizzy und Scottie sind eigentlich unverändert, aber Prince scheint sich negativ verändert zu haben. Er knurrt häufig und scheint ein Problem mit Lucky zu haben. Er zeigt mir auch, wie er mühelos auf die Mauer springen kann, was nur er macht aus der ganzen Meute, die sich im hinteren Bereich befindet. Prince scheint wohl in der Hierarchie aufgestiegen zu sein. Zu mir ist er aber so wie immer und lässt sich auch von mir schelten. Arnie ist sanft wie zuvor, Scottie hat sich wohl völlig assimiliert, Shana und Lizzy halten sich immer ein wenig im Hintergrund.

Die Frau, die ich Fred vermittelt habe, scheint nun doch ein Ausfall zu sein. Ich habe sie nur ganz kurz gesehen und meine festgestellt zu haben, dass sie ein psychisches Problem hat. Fred meint, er hätte ein Problem sie wieder zu entlassen.
 
Fred scheint im Übrigen so ziemlich am Ende seiner Kräfte zu sein und die ganze Atmosphäre kommt mir gespannt und gestresst vor. Fred hat offensichtlich auch nur wenig Lust sich mit mir auszutauschen. Um fünf Uhr fahre ich wieder zurück.

Auf dem Rückweg fahre ich bei der Klinik in der Soi Siam Country vorbei und erkundige mich, was der Grund für die anhaltende Blutung aus dem Penis von Nico sein könnte. Eine klare Aussage bekomme ich nicht und deswegen werde ich Anfang Dezember Nico in der Klinik vorstellen.

Dienstag, 20. November 2012

Fred teilt mir mit, dass beim gestrigen großen Regen sein gesamtes Anwesen unter Wasser stand, aber dass die Hunde alle wohlauf sind.

Nico, Kobi, Serena und Leila haben die Sintflut auch gut überstanden. Leila kommt nun regelmäßig morgens und abends und scheint mir zu vertrauen, denn sie lässt sich jetzt willig von mir streicheln und sucht auch meine Nähe. Serena und Leila sind zwar nicht die besten Freundinnen aber haben auch keine Konflikte miteinander.

Samstag, 17. November 2012

Es sind heute nun fast 4 Wochen nach meinem Unfall vergangen und ich bin heute das erste Mal wieder ohne Krücke zur Arbeit gefahren. Am nächsten Wochenende werde ich versuchen mich wieder in Dogs Paradise sehen zu lassen, damit die Hunde wissen, dass ich sie nicht verlassen habe.

Kobi und Nico geht es gut, obwohl Nico immer noch eine leichte Schmierblutung hat, die Antibiotikumbehandlung hat also keine Heilung ergeben. Sollte es eine Entzündung vorgelegen haben, sollte sie eigentlich behoben sein. Nicos Verhalten ist jedenfalls ganz normal und er scheint keine Beschwerden zu haben.

Serena ist auch ständig in der Nähe des Geisterhäuschens und auch Leila kommt nun regelmäßig am Abend vorbei, um sich ihr Futter abzuholen. Sie lässt sich mittlerweile von mir auch vorsichtig streicheln und Serena sucht nach wie vor meine Nähe.

Ich denke auch öfters an Diana und Bobby, hoffe es geht ihnen gut und dass sie versorgt werden. Auch und die Welpen und den Mutterhund auf dem geräumten Platz denke ich, bin aber ziemlich sicher, dass ich sie nicht mehr sehen werde. Natürlich gehen meine Gedanken auch oft an Babe, Ronnie, Gina und Holly, die im Wat in Sa Kaeow untergebracht sind. Ich habe keine Information, wie es ihnen geht, kann nur das Beste hoffen.

Vor einigen Tagen habe ich einen Anruf von Rattana aus Pakchong bekommen. Sie hat gefragt, ob ich ihr wieder Geld schicken kann. Sie hat mittlerweile an die 500 Hunde auf ihrem Gelände und ist in ernsten finanziellen Schwierigkeiten. Ich habe ihr mitgeteilt, dass ich aufgrund meines Unfalls ihr in diesem Monat nichts überweisen kann, es aber im Dezember nachholen werde. Sa Kaeow muss ich auch wieder unterstützen, mal sehen, ob ich das alles hinkriege.

Sonntag, 11. November 2012

Heute ist wieder Sonntag und es ist nun schon das dritte Wochenende, an dem ich die Hunde nicht besuchen kann und mich auch nicht um Diana und Bobby kümmern kann. Ganz zu schweigen von den Welpen und ihrer Mutter auf dem Trümmergrundstück am Pattaya Bazaar. Ich kann nur hoffen, dass sie von den Thais weiter versorgt worden sind.
 
Kobi, Nico und Serena versorge ich natürlich täglich morgens und abends und auch Leila kommt nun ziemlich regelmäßig.
 
Michael, mein Bekannter, hat nun auch den Handzettel fertiggestellt und wird einige Exemplare drucken, die ich dann Fred zum Verteilen gebe, wenn ich ihn wieder treffe.

Fred hatte mir vor einigen Wochen erklärt, dass Anns Nichte, die im Haus und mit den Hunden helfen sollte, häufig ihre Arbeit vernachlässigt und er gern eine oder zwei Frauen beschäftigen würde, um ihn und Ann zu entlasten. Ich erklärte mich bereit mich umzuhören und schaltete auch Pat von der Rezeption ein. Sie gab mir vor zwei Tagen eine Telefonnummer von einer Frau, die Arbeit sucht und ich habe sie an Fred weitergegeben.

Heute teilt mir Fred mit, dass die Hilfe seit zwei Tagen bei ihm ist und sich auch recht ordentlich anstellt. Wollen wir hoffen, dass die Zusammenarbeit klappt.

Donnerstag, 8. November 2012

Heute Abend hat Nico seine letzten Medikamente bekommen. Er hat noch immer eine leichte Schmierblutung. Im Moment kann ich aber nicht mehr für ihn tun, er scheint ja auch keine Beschwerden zu haben und tollt wie sonst auch immer mit Kobi herum.

Serena ist auch ok, sie hält sich häufig in dem Balkon des Apartments auf aus dem ich sie immer hereingelassen hatte und wenn sie mich auf meinem Balkon sieht, mauzt sie und will, dass ich sie hereinhole. Leider ist das nach wie vor nicht möglich und wir müssen warten, bis sich die Situation ändert. Leila kommt nun auch regelmäßig um sich ihre Futterration abzuholen. Sie reagiert bereits auf ihren Namen, wenn ich sie rufe.

Habe auch Fred angerufen, da ich dabei bin einen verbesserten Handzettel mithilfe eines Bekannten zu erstellen. Den Hunden geht es gut sagt er. Ich hoffe ich kann sie bald wieder besuchen, muss aber noch geduldig sein, denn ich gehe nach wie vor auf einer Krücke und kann meinen rechten Arm kaum gebrauchen.

Sonntag, 4. November 2012

Nico bekommt wieder seine Medikamente zusammen mit den letzten Wurstscheiben die er sich mit Kobi teilt. Heute ist Kobi brav und knurrt Nico nicht an. Übrigens sind nun die offenen Stellen auf seinem Rücken vollständig verheilt. Nico hat immer noch eine leichte Schmierblutung. Ich habe auch noch eine andere Schürfwunde an der Innenseite seines rechten Hinterlaufs entdeckt, die jedoch genauso gut verheilt wie die Wunde an seinem rechten Vorderlauf.

Seit ein paar Tagen kommt ab und zu eine neue Katze vorbei die ich Leila getauft habe. Sie ist eine richtige Straßenkatze, die mich immer noch anfaucht, wenn ich ihr zu Nahe komme. Auf das Katzenfutter stürzt sie sich aber immer gierig.

Serena hat nun akzeptiert, dass ich sie nicht mehr aufs Zimmer nehmen kann, geholfen hat wohl auch, dass die neuen Bewohnerinnen des Apartments unten auch eine Katze haben. Ich habe ein paar Mal Gefauche gehört, wahrscheinlich sind sich die Beiden in die Haare geraten.

Samstag, 3. November 2012

Serena hat jetzt wohl eingesehen, dass ich sie momentan nicht hereinholen kann, und mauzt nur noch ab und zu, wenn sie mich auf dem Balkon sieht. Nico bekommt nach wie vor seine tägliche Ration Antibiotika und hat nur noch eine leichte Schmierblutung.
 
Heute Abend mache ich allerdings eine seltsame Beobachtung. Während ich Nico streichele, neben mir die Futtertüte, knurrt der liebe Kobi Nico an. Vielleicht liegt es daran, dass Kobi immer sieht, dass Nico ein Schüsselchen mit Nassfutter bekommt, unter das ich das Antibiotikum und den Entzündungshemmer mische. Auch bekommen beide seit zwei Tagen ein paar Wurstscheiben, von einer Wurst, die mir ein Anwohner für die Hunde gegeben hat.

Heute ist ja wieder Samstag und ich rufe Fred an, ob es den Hunden gut geht. Sie haben mich ja nun zwei Wochen nicht Fred sagt, dass sie in Ordnung seien.

Donnerstag, 1. November 2012

Stelle heute Abend fest, dass Nico wieder aus dem Penis blutet, hatte mich wohl zu früh gefreut. Werde ihn weiter behandeln. 

Serena hat wieder stundenlang rumgemauzt, aber ich kann sie nicht hereinholen. Das Wetter ist ja auch gut, sodass sie es draußen gut aushalten kann.

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Nico erscheint wieder erst am Abend, aber eine Dosis Antibiotika pro Tag scheint ausreichend zu sein, denn sein Penis verliert kein Blut mehr. Kobi ist immer anwesend, er ist ja auch eher schüchterne von beiden und der kleine Freund von Nico.

Am Nachmittag beziehen drei junge Mädel das Apartment, durch das ich bisher Serena immer hereingelassen habe. Damit ist jetzt wohl vorerst Schluss. Serena hat das mitbekommen und äugt misstrauisch zum Apartment hinüber. Am Abend sitzt vor dem Apartment und mauzt, von den Mädels ist niemand im Zimmer und so muss Serena draußen bleiben.

Dienstag, 30. Oktober 2012

Nico ist am Morgen wieder nicht da am Abend aber doch und so kann ich ihm seine Anitbiotika verabreichen.

Serena mauzt am Abend vor dem Balkon des unteren Apartments, das nicht bewohnt ist, um hereingelassen zu werden. Sie scheint sich wohl nachts dauerhaft bei mir einrichten zu wollen.

Montag, 29. Oktober 2012

Nico ist wieder da. Er hat nur ein paar Hautabschürfungen an der linken Vorderpfote und läuft ganz normal. Ich bin erleichtert. Ich gebe ihm wieder Antibiotika und er frisst auch ordentlich Trockenfutter.

Sonntag, 28. Oktober 2012

Ich sehe heute Morgen beim Füttern nur Kobi und Nico erscheint auch nach einigem Rufen nicht. Ich frage Pat von der Rezeption, ob sie ihn gesehen hat und sie sagt, dass er angefahren worden ist und dann weggelaufen. Ich mache mir Sorgen.

Am Abend treffe ich Oleg vor dem Haus. Er erklärt mir, dass er der Schuldige ist, warum Nico verschwunden ist. Nico lag unter seinem Auto, als er startete und er muss ihn wohl verletzt haben, als er anfuhr.

Samstag, 27. Oktober 2012

Es ist mal wieder Samstag aber ich kann natürlich nicht zu den Hunden nach Huay Yai fahren. Ich hoffe, sie vermissen mich nicht all zu sehr oder fühlen sich zurückgelassen. Fred sagt mir am Telefon, dass Arnie am Tage meines Unfalls aufgehört hat zu heulen, vielleicht gibt es ja so eine geheime Verbindung zwischen ihm und mir.

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Habe mir den Gips am Fuß entfernen lassen, da die Schmerzen herrührend von der Verbrennung und der Schwellung nicht nachlassen und ich lieber sehen möchte wie mein Fuß aussieht. Er sieht nicht gut aus, schillert in allen Regenbogenfarben und ist stark geschwollen. Unter der Stelle der Verbrennung hat sich Gewebeflüssigkeit gebildet und drückt. Meinen rechten Arm kann ich wieder vorsichtig bewegen, wenn auch die Nächte nicht sehr angenehm sind und ich immer nur etappenweise schlafen kann.

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Ich habe festgestellt, dass Nico tröpfchenweise aus dem Penis blutet. Fred hat mir Tabletten gegen Entzündung und Antibiotika gegeben, die ich Nico nun im Nassfutter aufgelöst morgens und abends gebe. Er frisst das Zeug auch ohne Probleme. An seinem sonstigen Verhalten kann ich keine Veränderung feststellen, Schmerzen scheint er nicht zu haben.

Serena sitzt jetzt immer abends vor dem Apartment, in dem ich sie immer hereinlasse, und mauzt so lange, bis ich sie hereinhole. Am Morgen schmeiße ich sie dann wieder raus. Bis jetzt hat das Management noch nichts mitgekriegt und wenn dann nichts gesagt.

Dienstag, 23. Oktober 2012

Ich liege eingegipst zu Hause und schaffe es gerade noch Kobi, Nico und Serena draußen zu füttern.

Montag, 22. Oktober 2012

Habe heute auf dem Weg zur Arbeit einen Unfall. Ein Pick-up fährt mich bei langsamer Geschwindigkeit um aber es reicht mir einen doppelten Mittelfußbruch und einen Schulteranbruch zuzuziehen. Der ganze Tag geht im Krankenhaus drauf und auf der Polizeistation.

Sonntag, 21. Oktober 2012

Fahre wieder ins Tierasyl. Die Hunde sind jetzt nicht mehr so verrückt wenn ich an der Gehegetür auftauche, freuen natürlich, aber dass ich komme. Auch beim Abschied jaulen sie nicht mehr und ich muss nun auch nicht mehr befürchten dass Prince über die Mauer springt und mit mir kommen will, wenn ich fahre.

Samstag, 20. Oktober 2012

Auf dem Wege nach Huay Yai fahre ich nach den Welpen schauen. Ich entdecke nur den Mutterhund und nach einigem Suchen finde ich zwei Welpen.

Im Asyl mache ich etliche Fotos und setze mich lange zu den Hunden. Meine Fünfe scheinen in Ordnung zu sein, Shana sieht nicht mehr so traurig aus und Arnie hat die Operation wohl gut überwunden.

Freitag, 19. Oktober 2012

Fahre vor der Arbeit nach den Welpen schauen, sie sind immer noch verschwunden. Vielleicht tauchen sie ja wieder auf, das ist ja schon einmal passiert.

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Bin nach der Arbeit am Platz der Welpen vorbeigefahren, sie sind nicht mehr da. Habe auch die Umgebung abgesucht aber nur ein paar junge Hunde gesehen, die ich vorher schon entdeckt hatte und die vom Mütterchen quasi großgezogen wurden.

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Ich behandele seit einigen Wochen Kobis Rücken, der einige verschorfte Stellen aufweist. Etliche sind schon geheilt, einige sind noch vorhanden. Kobis und auch Nicos Fell ist nun in einem sehr guten Zustand und die verbliebenen wunden Stellen auf Kobis Rücken werden auch noch heilen.

Rhonda habe ich seit einiger Zeit nicht mehr gesehen und Sahib scheint sich verabschiedet zu haben. Serena hat mich anscheinend adoptiert und möchte nun nachts immer bei mir sein. Solange ich sie abends hereinholen kann, mache ich es. Ich mag es, auch wenn sie bei mir ist.

Bin seit einigen Tagen auch wieder bei Diana und Bobby gewesen, es geht ihnen gut. Auf dem Wege in die Stadt habe ich auch an Tonys Shop gehalten und alle Hunde außer Coco waren da und haben mich begrüßt.

Nach der Arbeit bin ich auch nach der Hündin mit den vier Welpen schauen gegangen. Sie sind noch vorhanden, aber wie lange noch? Ich wage gar nicht Fred zu fragen, ob er sie nicht aufnehmen kann, werde es aber am Wochenende tun. Er weiß ja schon von ihrer Existenz.

Dienstag, 16. Oktober 2012

Nach der Arbeit fahre ich noch kurz an der Stelle vorbei an der ich die Hündin mit den vier Welpen im Gebüsch gefunden hatte und zu meiner Überraschung sind alle wieder da und scheinen wohlauf zu sein.

Um halb sechs treffe ich mich mit Fred in der Klinik und wir holen Arnie ab. Er ist noch ein wenig wackelig auf den Füßen aber scheint so weit in Ordnung zu sein. Fred fährt mit Ann und Arnie im Wagen zum Asyl und ich folge ihnen mit dem Bike um Arnie wieder aus dem Auto zu bekommen. Im Asyl angekommen ist es schon dunkel und deshalb begrüße ich nur kurz Scottie und Prince die mich haben kommen sehen und lasse Arnie zu den anderen Hunden.

Montag, 15. Oktober 2012

Ich bin abends im Tierasyl, überzeuge Arnie mit zu kommen, und wir fahren in die Klinik. Arnie ist besorgt und zittert aber sein Vertrauen zu mir ist stark genug, sodass ich keine Probleme habe ihn in der Klinik unterzubringen. Er wird morgen im Laufe des Tages operiert und ich treffe mich dann gleich nach der Arbeit mit Fred und wir holen Arnie ab und bringen ihn zurück in das Asyl.

Sonntag, 14. Oktober 2012

Habe Serena die vergangenen Tage bei Regenwetter in der Nacht zu mir ins Apartment genommen. Ich muss das heimlich machen, da das Management es nicht erlauben würde. Ich lasse sie im Erdgeschoss, wo ich Zutritt zu einem leer stehenden Apartment habe, herein und nehme sie dann mit nach oben. Mittlerweile weiß sie auch, wie es geht und kommt, wenn ich sie rufe und folgt mir dann in den dritten Stocke wo ich mein Apartment habe. Serena macht überhaupt keine Probleme und fühlt sich offensichtlich wohl bei mir.

Da ich am Samstag mich nicht wohlfühlte, bin ich nicht zu Fred und den Hunden gefahren. Fred ruft mich heute Morgen an, dass meine Hunde mich wohl erwartet hatten und in der Nacht dann geheult und gebellt hatten.

Fahre deswegen heute schon morgens in den Tierasyl und bleibe 2 Stunden. Fred teilt mir mit dass er Arnie sterilisieren lassen möchte, da Maliko läufig ist. Er hat schon versucht Arnie am Samstag in den Wagen zu bekommen aber hat es nicht geschafft. Er bittet mich deshalb am Montagabend zu kommen damit wir gemeinsam mit Arnie in die Nongprue Klinik in der Soi Nernplubwan fahren können.

Samstag, 13. Oktober 2012

Ich fahre vor der Arbeit an der Stelle vorbei wo ich gestern die Hündin mit ihren Welpen entdeckt habe aber sie sind verschwunden. Auch von den anderen Hunden auf dem Pattaya Bazaar Gelände sehe ich keinen. Womöglich ist wieder der Hundefänger da gewesen und hat alle ins Auffanglager in Putaluang verschafft.

Freitag, 12. Oktober 2012

Verlasse nach Büroschluss das rückwärtige Ende des Pattaya Bazaar und sehe im Vorbeifahren im Gebüsch einige Welpen. Halte an um nachzusehen. Es sind allerdings nicht die Welpen mit ihrer Mutter, die ich vorgestern entdeckt hatte, sondern eine Mutter mit vier Welpen. Die Hündin ist sehr ausgezehrt und die Welpen haben Hautprobleme. Kein Wunder, denn das Gebüsch, in dem sie untergekommen sind, ist voller Müll. Als ich die Hunde füttere, kommt eine Thai Frau vorbei und legt Essensreste für die Hunde aus. Nebenan halten sich noch weitere ältere und jüngere Hunde auf, die die Frau auf Nachfrage unregelmäßig mit Essensresten aus einem Restaurant versorgt.

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Fahre vor der Arbeit wieder an der Stelle vorbei, aber sie ist nach wie vor verlassen. Fahre noch mal das Areal ab, kann jedoch die Hunde nicht finden.

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Auf dem Wege zur Arbeit sehe ich hinter dem Pattaya Bazaar eine Hündin mit sieben ca. 4 Wochen alten Welpen. Jemand hat so etwas wie einen Schutz gegen den Regen gebaut und eine Schüssel hingestellt, die ich mit Trockenfutter fülle. Ich sehe schon ein neues Problem auf mich zukommen.

Fahre nach Büroschluss an der Stelle vorbei an der ich die Hündin mit ihren Welpen gefunden habe, aber sie sind nicht mehr da. Ich suche den ganzen Bereich ab finde sie jedoch nicht. Ich kann nur hoffen, dass ein wohlmeinender Mensch sie mitgenommen hat, ansonsten ist ihr Schicksal besiegelt. Es ist so traurig.

Dienstag, 9. Oktober 2012

Ich habe mittlerweile auch eine englische Übersetzung des Textes angefertigt und unsere Sekretärin war so freundlich die englische Fassung ins Thai zu übersetzen. Die Thai Version habe ich Fred zugemailt, damit Ann sie auf Korrektheit überprüfen kann.

Habe Diana und Bobby besucht und ihnen Trockenfutter gegeben was sie auch gierig gefressen haben. Sie werden ja von den Essenständen mit versorgt aber ich weiß nicht wie regelmäßig. Unterernährt sehen sie jedoch nicht aus. Charly ist auch immer von der Partie, lässt sich aber von mir nicht anfassen und nimmt auch kein Futter von mir.

Am Apartmenthaus füttere ich nun regelmäßig morgens und abends Nico, Kobi und Serena. Ab und zu kommt auch Rhonda vorbei, die sich gut mit Serena versteht.

Sonntag, 7. Oktober 2012

Ich habe eine Seite für Dogs Paradise in Facebook eingerichtet um die Anlage auch von dort aus zu promoten. Außerdem habe ich einen Handzettel entworfen und Manfred Rupert zum Verteilen anlässlich der monatlichen Sitzung der deutschen Sektion des Pattaya Expat Clubs gegeben.

Ich habe Kontakt zu verschiedenen lokalen Publikationen aufgenommen um sie zu fragen ob sie einen Artikel über das Dogs Paradise veröffentlichen und eine Daueranzeige in ihren Blättern unterbringen können; alle Reaktionen waren bisher positiv.

Bin am Wochenende in Dogs Paradise gewesen, um die Hunde zu sehen und mit Fred zu sprechen. Mit den meisten Hunden in dem Bereich, in dem ‘meine’ Hunde untergebracht sind, habe ich mittlerweile guten Kontakt, mit einigen von ihnen sogar schon freundschaftlichen.

Meinen Hunden geht es glaube ich recht gut. Besonders Scottie hat sich schon mit einigen anderen Hunden angefreundet. Prince hält sich wie vorher auch zurück, aber scheint sich eingefunden zu haben und hat weiterhin guten Kontakt zu Shana, Lizzy, Scottie und vor allem zu Arnie. Arnie und Lizzy haben sich auch eingewöhnt wobei sich Lizzy vor allem an Shana hält. Nur Shana scheint nicht besonders glücklich in ihrer neuen Umgebung zu sein. Ich glaube, sie hat den Schock der Erfahrung im Putalaung Auffanglager noch nicht verarbeitet zu haben und fühlt sich allein gelassen.

Wenn ich die Anlage verlasse, wollen alle Fünfe mit mir gehen und besonders Shana heult und beißt in den Zaun. Und Prince springt regelmäßig über die Mauer und läuft hinter mir her, wenn ich mit dem Scooter davonfahre, sodass ich ihn immer erst zurückbringen muss.

Es tut mir ja auch leid, dass ich die Hunde jetzt nur am Wochenende sehen kann, aber da ich täglich bis 5 Uhr arbeite und es schon um 6 Uhr dunkel wird, schaffe ich es unter der Woche nicht in die Anlage zu fahren, denn es sind ja immerhin 24 Kilometer von meinen Apartment bis dort hin.

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Bin bei Diana und Bobby gewesen, beide freuen sich immer wie Bolle mich zu sehen und besonders Bobby will gar nicht von mir lassen. Es ist schön in ihre strahlenden Augen zu sehen.

Bin danach auch noch zu Tonys Hunden gefahren. Habe Bella, Faye, Foxy, Saddam, Coco und Bessie an der Strasse neben Tonys Shop gefunden, Randy war nicht dabei. Saddam hat einen Schuss gemacht und ist nun größer als Coco und Bessie, die sehr zart aussieht. Es scheint allen recht gut zu gehen, obwohl sich wohl keiner groß um sie kümmert. Eve, Tonys Freundin, die angeblich Coco adoptiert hatte, scheint wohl das Interesse an ihm verloren zu haben, denn er sieht am ungepflegtesten von allen aus.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Habe nach mehrmaliger Überarbeitung die Endfassung von Werdegang und täglicher Routine Tom zum Hochladen auf die Website geschickt und auch eine Kurzfassung in die Facebook Seite gestellt.

In Facebook habe ich eine Page für Dogs Paradise eingerichtet und die schon bestehende Page über Pattayas Straßenhunde ediert.

Habe auch einen Entwurf für einen Handzettel zum Verteilen am Samstag im Expat Club erstellt und Tom zugeschickt, damit er ihn für den Ausdruck fertigstellen kann.

Montag, 1. Oktober 2012

Ich schreibe die vorläufige Endfassung von Werdegang und täglicher Routine und emaile sie Fred zum Durchschauen. An Tom schicke ich die Fotos, die ich gestern gemacht habe.

Ich habe mir überlegt, dass ich gern auch unter der Woche in die Anlage fahren möchte, muss das aber vor Arbeitsbeginn machen. Werde es vorher mit Fred absprechen.

Sonntag, 30. September 2012

Ich treffe mich mit Tom und wir fahren gemeinsam zum Dogs Paradise. Fred sieht sich die Ausarbeitung seiner Notizen über seinen Werdegang und die tägliche Routine in der Anlage durch und macht Ergänzungen. Diese beiden kleinen Artikel werden in die Webseite mit aufgenommen.

Dann machen wir uns zu dritt an die ersten Versuche zu Katalogisierung der Hunde. Tom hat dazu ein Formblatt vorbereitet, in das die Angaben zunächst handschriftlich eingetragen werden, die als Vorlage für eine Datenbank dienen, die Tom für die Webseite schreiben will.

Wir bereiten ein setting für das photo shooting vor und fangen mit “meinen” Fünfen an. Sie wissen natürlich nicht was wir nun schon wieder mit ihnen vorhaben und sehen nicht besonders glücklich aus, aber wir brauchen für jeden Datensatz eben auch Fotos von ihnen. Später dann werden wir weitere Fotos hinzufügen, die die Hunde in ihrer natürlichen Bewegung zeigen.

Wir schaffen es fast alle Hunde, die in diesem Bereich untergebracht sind zu erfassen, nicht dabei sind Ronnie, Lea, Maliko und Lucky, die ja alle einen Besitzer haben.

Fred erklärt sich bereit nach und nach zusammen mit Ann die Katalogisierung der übrigen Hunde zu übernehmen, da nur sie beide mit ihnen vertraut sind. Ein Anfang ist jedenfalls erst mal gemacht.

Als ich gerade wieder fahren will, sehe ich dass Prince schon wieder über die Mauer ist und auf mich wartet. Ich will ihn wieder zurückbringen, aber er weicht mir aus. Als ich losfahre, läuft er hinter mir her, sodass ich wieder zurück muss. Ich nehme ihn auf den Arm und trage ihn wieder in das Gehege zu den Anderen.

Samstag, 29. September 2012

Fahre am frühen Nachmittag zum Dogs Paradise. Berichte Fred über mein Meeting mit Tom und was wir am Sonntag vorhaben. Shana, Lizzy, Arnie, Prince und Scottie freuen sich wieder wie wild mich zu sehen, es scheint allen recht gut zu gehen und sie beginnen sich einzuleben. Am Besten scheinen es Arnie, Lizzy und Scottie gelungen zu sein. Shana hat wohl den Schock, den sie in Puthaluang erlitten hat, noch nicht ganz verwunden zu haben und verkriecht sich nach der Begrüßung gleich wieder in ihre Bucht. Später dann jedoch, nachdem ich mich mit Fred hingesetzt habe, kommt sie auch hervor und alle Fünfe liegen ruhig unter den Stühlen, auf denen wir sitzen.

Nachdem Fred wieder seiner täglichen Routine nachgeht, bleibe ich noch bei den Hunden. Es sind ja außer den Fünfen noch etwa zehn andere Hunde in dem Bereich untergebracht. Mittlerweile habe mit einigen von ihnen auch schon Kontakt bekommen. Es sind Ronnie, ein riesiger Schäferhund und Lea eine ebenso riesige Dobermann Hündin, die beide von ihrem Besitzer vorübergehend abgegeben wurden, der jedoch seit geraumer Zeit nicht mehr zu erreichen ist. Dann ist da Maliko eine Art Husky Hündin, sie gehört zu Ann und Lucky ein Thai Mix Rüde, der zum Haus gehört. Amore gehört auch zu dieser Hundefamilie, ist aber nur wohlgelitten, da er blind ist und von daher eher missgelaunt. Susi, eine weiße Thai Mix Hündin hält sich meistens im Inneren des Gebäudes auf in dem sich die Buchten befinden, da sie sich nicht gut mit Lea versteht, die sie zu domnieren versucht. Maya, eine braun-weiße Langhaar Thai Mix Hündin leidet an Krebs und ist schon mehrfach operiert worden. Im Moment geht es ihr jedoch ganz gut. Fred sagt, dass sie immer ein Lächeln zeigt. Mit den übrigen fünf oder sechs Hunden habe ich noch keinen Kontakt. Einge von ihnen konnte ich schon streicheln, andere weichen mir noch aus. Es wird eine Zeit dauern, bis sich alle an mich gewöhnt und Vertrauen zu mir gefasst haben.

Nachdem Fred gegangen ist und ich eine gute Weile einfach nur dagesessen bin haben sich alle Hunde beruhigt und ich beginne Fotos zu schießen. Am Anfang wirft mich Ronnie fast um, sobald ich mich hingehockt habe, aber nach einer Weile ist der Neuigkeitseffekt vorbei und er legt sich auch hin, sodass ich in Ruhe fotografieren kann.

Vor Einbruch der Dunkelheit mache ich wieder auf den Heimweg damit die Hunde nicht durch meine Anwesenheit unnötig gestört werden, wenn sie sowieso mit der Dämmerung etwas unruhig werden.

Freitag, 28. September 2012

Bin heute Abend bei Tom und bespreche mit ihm das weitere Vorgehen. Wir verabreden uns am Sonntag Nachmittag in Dogs Paradise zu treffen und mit der Katalogisierung der Hunde zu beginnen.

Dienstag, 25. September 2012

Fred ruft mich am Morgen an und teilt mir mit, dass meine Hunde, nachdem ich gefahren bin, Radau gemacht haben und damit die anderen Hunde angesteckt, sodass die Nachbarin sich über das Gebelle beschwert hat. Prince war wieder ausgerissen und Fred hat ihn nicht mehr einfangen können.

Fred bittet mich nur noch tagsüber zu kommen und vor Einbruch der Dunkelheit zu fahren, da die Hunde mit dem Dunkelwerden sowieso unruhig werden und meine Hunde sich noch nicht völlig akklimatisiert haben und mitkommen wollen, wenn ich gehe.

Ich vermisse die Fünfe, aber ich habe ja noch Nico, Kobi und Serena, die mich immer begrüßen, wenn ich nach Hause komme sowie Diana und Bobby auf dem Talat Rung Roht, die sich bestimmt wundern, dass ich sie nun so oft besuche.

Montag, 24. September 2012

Fahre nach Büroschluss zum Tierasyl. Fred hat Geburtstag und ich vermisse auch die Hunde. Als ich mit Fred durchs Eingangstor gehe, überfällt mich wieder eine ganze Meute einschließlich Blacky und Lucky, die beiden Riesenbabys, die mich aber nun mittlerweile kennen und nur noch sanft beißen.

Um zu Shana, Arnie, Prince, Lizzy und Scottie muss ich noch durch eine andere Abteilung in der sich unter anderen ein riesiger Schäferhund - Ronnie - und eine ebenso riesige Rottweilerhündin - Lea - aufhalten. Beide sind aber genauso lieb wie alle anderen Hunde.

Als ich die Gehegetür öffne, stürzen sich 'meine' Hunde wie wild auf mich und es gibt ein grandioses Chaos mit dem Ergebnis dass sich Shana mit Susi, die laut Fred keiner Auseinandersetzung aus dem Wege geht, heftig prügelt und wir Mühe haben beide Hunde zu trennen.

Ich widme mich dann den Hunden und setze mich danach zu Fred um ihm zu berichten was ich in der Zwischenzeit angeleiert habe. Das ist zu viel, als das ich es hier beschreiben kann. Als wir uns nach Einbruch der Dunkelheit vor dem Tor verabschieden stubst mich plötzlich Prince an, der offenbar wieder über die Mauer gesprungen ist. Ich übergebe ihn Fred, der ihn wieder hineinträgt und mache mich auf den Heimweg.

Sonntag, 23. September 2012

Fahre am späten Vormittag ins Dogs Paradise. Fred führt mich zu dem Platz wo Arnie, Prince, Shana, Lizzy und Scottie untergebracht sind und ich überrascht stelle fest, dass sie sich schon ohne Probleme mit einigen anderen Hunden tummeln. Es geht ihnen offenbar wieder gut, das sehe ich besonders deutlich an Shanas Augen, die all die Tage so traurig waren und nun wieder entspannt ausschauen.

Fred und ich unterhalten uns über eine Stunde miteinander und "meine" Fuenfe liegen unter den Stühlen während einige andere Hunde, die schon länger in der Anlage sind, um uns herum laufen und sich kabbeln.

Ich bin so froh und dankbar, dass es den Hunden gut geht und dass ich den Stress los bin, immer damit rechnen zu müssen, dass ihnen etwas passiert.

Ich bin davon überzeugt, dass Fred, Tom und ich ein gutes Team bilden können, denn wir ergänzen uns in unseren Fähigkeiten sehr gut.

Samstag, 22. September 2012

Bin heute Nachmittag bei Tom, der die website dogsparadise.org für Fred gemacht hat. Wir verstehen uns gut und einigen uns schon mal auf eine grobe Linie wie wir Fred am Besten helfen können.

Freitag, 21. September 2012

Ich fahre vor der Arbeit zum Talat um zu erfahren ob Arnie vielleicht morgens anwesend ist, aber auch das ist nicht der Fall. Vor dem Eingang des Condominiums treffe ich Ian, einen irischen Bekannten, der im Condominium wohnt. Er weiß, dass ich mich um Hunde kümmere, und sagt mir auch, dass er um die Existenz der Hunde im Haus wusste und sie ab und zu gefüttert hat. Ich beschreibe ihm Arnie und bitte nach ihm Ausschau zu halten.

Am frühen Abend fahre ich noch mal zum Talat um nach Arnie zu suchen aber wieder vergeblich und am späten Abend versuche ich es erneut. Ich suche alles ab und fahre auch noch durch das angrenzende Village treffe aber nur auf Diana die vor dem 7/11 am Eingang des Talat liegt. Während ich mit ihr spiele, kommt Jörg vorbei und wir unterhalten uns eine kleine Weile. Plötzlich steht Diana auf und läuft auf einen Hund am hinteren Ende des Talats zu, den ich gerade noch im Dunkeln verschwinden sehe. Ich lasse Jörg stehen und laufe hinter dem Schatten her, der in Richtung Haus verschwindet. Als ich um die Ecke biege, sehe ich den Hund auf das Haus zu laufen und bin nun ziemlich sicher dass es Arnie ist und ich rufe ihn beim Namen. Er kommt sofort angerannt und es gibt eine enthusiastische Wiedervereinigung.

Ich gehe mit Arnie wieder zum 7/11 zurück, wo Jörg noch auf mich wartet. Da ich nicht vor habe Arnie wieder gehen zu lassen frage ich Jörg, ob er mir sein Auto leiht. Es ist mittlerweile schon kurz vor Mitternacht und somit kann ich Arnie nicht mehr gleich zum Asyl fahren, da Fred immer früh schlafen geht, um schon vor Tagesanbruch die Hunde das erste Mal zu versorgen. Ich fahre deshalb zum Apartmenthaus und frage die Rezeption ob ich Arnie für drei Stunden mit aufs Apartment nehmen kann. Das wird allerdings verneint. So entschließe ich mich zum Asyl zu fahren und dort zu warten bis Fred aufsteht. Um drei Uhr rührt sich was im Haus und ich rufe an.

Fred kommt heraus und ich trage Arnie in das Gebäude in dem sich Shana, Lizzy, Prince und Scottie befinden und bugsiere ihn in deren Bucht. Die Vier heulen und bellen vor Freude als sie Arnie und mich sehen. Ich mache mich aber schnell wieder auf den Rückweg, um noch eine Mütze voll Schlaf zu bekommen, bevor die Arbeit wieder ruft. Ich habe ja vor, am Nachmittag wieder zum Asyl zu fahren, um mit Fred über mein Treffen mit Tom zu sprechen und wennmöglich mit ihm eine Strategie zu entwickeln, wie wir am intelligentesten Spendengelder auftreiben können.

Donnerstag, 20. September 2012

Ich fahre am frühen Abend zum Talat um nach Arnie zu schauen, finde ihn jedoch nicht. Ich spreche mit dem Wachmann vom Condominium und frage ihn, ob er vielleicht den Hund gesehen hat und ob vielleicht die Hundefänger von der Stadt wieder dort gewesen sind. Er verneint beide Fragen. So bin ich immerhin beruhigt insofern dass Arnie nicht im Auffanglager verschwunden ist.

Am späten Abend fahre ich noch mal zum Haus aber wieder vergeblich.

Mittwoch, 19. September 2012

Ich hole mir um 6 Uhr das Auto und fahre zum Haus. Shana, Prince, Lizzy und Scottie sind anwesend, nicht aber Arnie. Ich füttere die Vier und suche danach zusammen mit Prince und Scottie den Talat ab, kann aber Arnie nicht finden. Auch alles Rufen und Pfeifen nützt nichts. Ich warte noch einige Minuten und versuche dann die Hunde ins Auto zu bekommen. Da sie aber Gefahr wittern, weichen sie mir aus, und da das Tor verschlossen ist, und sie sich durch das Gestänge zwängen können, ich aber nicht, habe ich ein Problem.

Schließlich bekomme ich als erste Lizzy zu fassen und hebe sie über die Mauer, wo sie auf der anderen Seite liegen bleibt, solange bis ich hinübergeklettert bin und sie aufnehmen und ins Auto tragen kann. Das gleiche Spiel gelingt mir mit Shana und Scottie bekomme ich vor dem Tor ohne Probleme zu fassen. Prince aber weicht mir aus und ich kann ihn mir erst schnappen, nachdem ich mit Engelszungen einige Minuten auf ihn eingeredet habe. Arnie ist immer noch nicht zu sehen und deswegen fahre ich los, da ich um 9 Uhr im Büro sein muss.

Fred muss seinen Sohn zur Schule fahren und kommt erst um halb neun zurück. Ich nutze die Zeit um den Hunden wieder Antibiotika zu verabreichen, da ich leider feststellen muss, dass die Operationswunden von Shana, Lizzy und Prince nicht gut aussehen. Sie machen aber mittlerweile nur noch ganz widerwillig mit. Bei der Prozedur spring Lizzy aus dem Wagen und lässt sich nicht mehr einfangen. Erst als Fred eintrifft und seine Hunde, die vor dem Tor liegen anfangen zu bellen, bekomme ich sie zu fassen. Sie wehrt sich angstvoll und beißt um sich, aber nur in die Luft und nicht in meine Hände oder zumindest nur ganz leicht. Es ist erstaunlich, wie viel Geistesgegenwart sie noch hat, obwohl sie total panisch ist.

Fred öffnet das Tor und ich fahre den Wagen in den Innenhof. Die Hunde nun aus dem Auto zu bekommen und in den hinteren Bereich zu tragen ist ein Akt, denn eine ganze Horde Hunde bellen in den Wagen hinein und vier Hunde heraus. Schließlich schaffen wir es Shana, Prince, Lizzy und Scottie in eine abgegrenzte Grünfläche zu tragen, wo ich sie erst mal beruhigen muss, was auch nicht leicht ist, da etliche Hunde am Zaun die Neuankömmlinge mit neugierigem Gebell begrüßen.

Ann ist nun auch dabei. Ich zeige ihr die Operationswunden und gebe ihr die noch verbliebenen Antibiotikatabletten und die Entzündungshemmer. Ich verabschiede mich von den Beiden da es schon 9 Uhr ist ohne zu versäumen Fred meine Unterstützung, nicht nur finanziell sondern auch anderweitig, zu versichern denn ich habe ein gutes Gefühl zu ihm und auch zu seiner Frau Ann.

Ich will versuchen noch heute Abend nach den Hunden zu schauen, sollte es nicht regnen. Spätestens am Wochenende werde ich mehr Zeit finden mit Fred darüber zu sprechen, wie ich ihm am Besten helfen kann. Er gibt mir die Telefonnummer von Tom, der für ihn eine Webseite gamacht hat und auch ein Facebook Account für ihn führt.

Zurück im Talat Rung Roht übergebe ich das Auto an Jörg und fahre danach noch schnell zum Haus, aber Arnie ist immer noch nicht zu sehen.

Es regnet zum Büroschluss nicht und so mache ich mich schnell auf den Weg nach Huay Yai. Bis zu Freds Hundeasyl sind es ja 23 Kilometer und es dämmert bereits um viertel nach sechs. Fred führt mich zu Shana, Prince, Lizzy und Scottie, die immer noch in der begrünten Abzäunung gehalten werden. Die Abzäunung grenzt an ein Seitengebäude in dem sich eine Reihe von gemauerten Buchten befinden in die sich die Vier zurückziehen können. Die Hunde begüßen mich herzlich; ich habe aber dennoch das Gefühl dass sie verunsichert sind seitdem sie von der Stadt in das Auffanglager verfrachtet wurden. Fred versichert mir jedoch dass sich sich gut einführen und es geht ihnen soweit recht gut. Ich begutachte die Operationswunden, die noch geschwollen sind und offensichtlich entzündet. Die Hunde werden weiterhin von Ann antibiotisch behandelt.

Ich fahre danach noch mal zum Talat Rung Roht und zum Haus um nach Arnie zu sehen, finde aber nur Bobby und Diana vor, die wohl überrascht sind mich in letzter Zeit so häufig zu sehen. Ich kann mich ja jetzt auch wieder ein wenig mehr um sie kümmern.

Ich stelle fest, dass offensichtlich jemand im Haus gewesen ist, denn die Wassertöpfe vor dem Haus sind geleert worden und das Vorhängeschloss entfernt, sodass das Tor wieder geöffnet werden kann. Anscheinend habe ich die Hunde gerade noch rechtzeitig herausgeholt. Hoffe nur dass sie Arnie nicht geschnappt haben.

Anschließend fahre ich noch nach Tonys Hunden schauen. Als sie mich in der Dunkelheit ausmachen, kommen Bella, Faye, Randy und Foxy auf mich zugelaufen und sind offensichtlich happy mich zu sehen. Selbst Faye und Foxy lassen sich streicheln.

Von Coco und Bessie sehe ich aber nichts. Dann mache ich an der anderen Seite des Geländes in der Nähe des Shops die Silhouette eines jungen Hundes aus und ich gehe mit den Hunden auf sie zu. Gegenüber des Shops an der Straße befindet sich ein leestehendes Shophaus, in dem ich Coco und zu meiner Überraschung auch Saddam finde. Bessie ist nicht zu sehen. Ich setze mich zu ihnen und besonders Saddam schmiegt sich ganz eng an mich. Er scheint wie die anderen körperlich einigermaßen in Ordnung zu sein, wenn auch Bella und Foxy leicht humpeln.

Nach einigen Minuten kommt der Wachmann, mit dem ich zuvor Probleme hatte mit seiner Frau nach draußen und als er mich sieht, fängt er wieder an mich zu beschimpfen. Seine Frau versucht ihn zu beruhigen aber er hält sich dran. Da ich keine Lust auf eine Auseinadersetzung habe, gehe ich wieder zum hinteren Bereich des Geländes, und da die großen Hunde mir folgen, setze ich mich noch ein Weilchen zu ihnen. Besonders Bella hat wohl einen Nachholbedarf an Streicheleinheiten und bleibt dicht bei mir sitzen.

Dann fahre ich noch mal zum Haus aber Arnie ist immer noch nicht zu sehen. Zum Schluss schaue ich noch nach Kobi, Nico, Serena und Rhonda.

Das war mal wieder ein langer Tag, aber mit halbwegs glücklichem Ende. Hoffe nur dass ich Arnie noch finde.

Dienstag, 18. September 2012

Da es ausnahmsweise mal nach Büroschluss nicht regnet rufe ich Fred an, ob ich mir seine Anlage heute Abend anschauen kann. Er sagt zu und ich fahre mit dem Bike nach Huay Yai, wo er mich an einem Treffpunkt abholt, da sein Haus nicht leicht zu finden ist.

Schon vor der Anlage laufen einige Hunde herum und als Fred das Metalltor öffnet umringen mich mindestens ein Dutzend von ihnen, darunter zwei die wohl ebenso viel wiegen wie ich und mich fast umwerfen, als sie an mir hochspringen.

Fred zeigt mir kurz Teile der Anlage, die einen geräumigen und gepflegten Eindruck macht. In der Nähe des Wohnhauses sehe ich auch Ann, Freds Frau, die ebenfalls eine Schar von Hunden um sich hat. Fred erklärt mir, dass er mittlerweile ungefähr 150 Hunde in Pflege genommen hat und dass die Anlage ihr Fassungsvermögen schon überschritten hat. Da spare ich mir meine Frage ob er meine Fünfe auch noch aufnehmen kann erst mal auf.

In einer ruhigen Minute beschreibt Fred kurz seine gegenwärtige Situation: Er bringt monatlich ca. 150,000 Baht aus eigener Tasche auf. Alle Versuche, Spendengelder aufzutreiben, waren bis dato erfolglos. Fred hat deswegen schon ein Haus verkaufen müssen, um seine Kosten begleichen zu können.

Bevor ich fahre, fasse ich mir ein Herz und erkläre ihm, dass ich die Hunde schon aus dem Pattaya Auffanglager geholt habe und Angst habe, dass sie dort noch einmal landen, wenn ich sie länger im Haus belasse, und frage ihn ob er sie aufnehmen könne.

Nach Rücksprache mit Ann erklärt sich Fred dazu bereit und ich versichere ihm ihn mit mindestens 3,000 Baht monatlich zu unterstützen. Er lacht, für ihn ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Mal sehen, vielleicht kann ich ja auch etwas mehr aufbringen oder ihm anderweitig helfen. Fred erklärt sich sogar bereit die Hunde mit seinem Pick-up abzuholen und wir verabreden, uns am frühen Morgen im Talat Rung Roht zu treffen.

Da ich nach meiner Rückfahrt noch etwas mit Jörg zu besprechen habe, frage ich ihn, ob ich am frühen Morgen sein Auto haben könne. Ich glaube es würde sonst wohl schwierig werden alle Hunde davon zu überzeugen mit einem Fremden in einem Fahrzeug, das wohl so ähnlich für sie aussähe wie das, in dem sie von der Stadt abtransportiert worden waren, mitzufahren. Jörg sagt mir sein Auto zu und ich informiere Fred, dass ich ihm die Hunde am frühen Morgen bringen werde.

Montag, 17. September 2012

Ich will direkt nach der Arbeit nach Huay Yai fahren aber es regnet wieder. Muss mal abwarten, dass sich das Wetter zum Besseren ändert.

Erfreulicherweise sind am Abend wieder alle Hunde beisammen und wohlauf. Ich verabreiche Shana, Prince und Scottie Antibiotika und Entzündungshemmer, Lizzy bekomme ich nicht zu fassen. Prince gefällt die Behandlung auch nicht aber es muss sein. Ich werde morgen Lizzy die Mittel wohl zwangsweise verabreichen müssen.

Sonntag, 16. September 2012

Fahre heute Vormittag zum Haus. Alle Hunde sind noch vorhanden und einigermaßen ok. Ich verabreiche allen außer Arnie den Rest des Antibiotikums, den ich noch hatte und Augentropfen an Lizzy und Shana. Da es regnet, bleibe ich ca. eine Stunde bei den Hunden sitzen, die ruhig schlafen.

Als der Regen aufhört, fahre ich zur North Pattaya Klinik an der Sukhumvit und lasse mir Antibiotika und Entzündungshemmer geben. Kostenpunkt 1,100 Baht, aber es muss sein. Zu Hause löse ich einen Teil der Tabletten in Wasser auf und dosiere sie in Fläschchen um sie so einfach wie möglich verabreichen zu können.

Danach nehme ich Kontakt mit dem Hundeasyl in Huay Yai auf. Fred, der Initiator des privaten Asyls lädt mich ein ihn zu besuchen, was ich auch gleich machen will, aber es fängt wieder an zu regnen.

Am frühen Abend, nachdem der Regen mal eine Pause macht, fahre ich zum Haus. Lizzy ist schon wieder unterwegs und empfängt mich auf der Zufahrt. Shana und Scottie sind im Haus, von Arnie und Prince ist nichts zu sehen. Nachdem ich die Näpfe aufgefüllt habe bekommen Shana, Lizzy und Scottie Antibiotika und Entzündungshemmer verabreicht. Danach mache ich mich zu Fuß auf um Arnie und Prince aufzuspüren, kann sie jedoch auf dem gesamten Talat nicht entdecken. Diana und Charly sind da, Bobby jedoch nicht.

Um die Ecke haben sich zwei Hunde eingerichtet, die ich von einem einfachen Restaurant nebenan her kenne, das aber mittlerweile dichtgemacht hat. Ursprünglich waren es vier, nun sind nur noch der mit dem amputierten Hinterlauf und ein kleiner Dicker übrig.

Ich gehe zum Haus zurück und setze mich zusammen mit Scottie auf die Terasse in der heimlichen Erwartung Arnie und Prince doch noch zu sehen, aber vergeblich.

Einerseits bin ich froh, dass alle soweit wieder in Ordnung sind, andererseits möchte ich nicht, dass sie sich wieder auf dem Talat oder sonstwo herumtreiben und dann womöglich wieder aufgegriffen werden. Sobald das Wetter es erlaubt, werde ich mich zum Huay Yai Asyl aufmachen und versuchen die Hunde dort unterzubringen. Es stresst mich sonst zu sehr wenn ich nicht alle Hunde beisammen sehe.

Samstag, 15. September 2012

Jörg leiht mir sein Auto und ich fahre direkt nach der Arbeit am frühen Nachmittag zum Auffanglager für Pattayas Straßentiere. Offiziell heißt das Lager 'Putaluang Animal Shelter'. Der Ort Putaluang ist ca. 40 Kilometer von Pattaya entfernt und liegt versteckt über einen Feldweg zugänglich mitten in der Pampa.

Als ich dort eintreffe, sehe ich drei Männer offenbar einen Hund unter primitivsten Verhältnissen sterilisieren. Ich bedeute ihnen, dass ich selbst nach den Hunden suchen kann. Da wir immer noch Regenzeit haben und es täglich regnet sind die Zugangswege zu den Gehegen aufgeweicht und auch der Boden der Gehege selbst. Ich werde mit wütendem Gebell von Hunderten von Hunden, die in den Gehegen vegetieren, empfangen.
Ich suche eine Reihe von Gehegen ab, kann aber die Hunde nicht ausmachen. Ich schaue auch ob ich nicht Solo, Spike oder vielleicht doch noch Blacky entdecken kann, aber auch das ist Fehlanzeige.

Nach einer Viertelstunde kommt der wohl offensichtlich Verantwortliche auf mich zu und fragt mich, wie viele Hunde ich suche, ob es Rüden oder Hündinnen sind, ob sie sterilisiert waren und wo und wann sie aufgegriffen wurden. Ich teile es ihm mit und er führt mich zu einem Gehege in dem ich Shana, Lizzy, Prince und Scottie zusammenliegen sehe. Sie scheinen verstört zu sein, und obwohl ich alle mit Namen rufe kommt, nur Scottie angerannt.

Ich gehe mit dem Mann in das Gehege und sehe, dass Prince, Lizzy und Shana ganz apathisch sind und selbst als ich sie streichele kaum reagieren. Dann sehe ich dass Shana und Lizzy Operationswunden an jeweils ihrer rechten Flanke aufweisen und frage den Mann was das zu bedeuten habe. Er sagt, dass alle Hunde die im Lage landen, sterilisiert werden. Ich sage ihm, dass die Hündinnen schon sterilisiert waren und ob er das nicht festgestellt hat. Er zuckt nur mit den Schultern.

Ich bin mal wieder scheißwütend, umarme die Hunde und sage dem Mann, dass ich sie nun mitnehmen werde. Egal ob er einverstanden ist oder nicht, ich öffne die Gehegetür und die Hunde folgen mir zum Auto. Dort muss ich unterschreiben, dass ich sie mitgenommen habe und der Mann verlangt sage und schreibe 3,900 Baht von mir für die Sterilisationen. Ich sage ihm, dass ich nicht zahlen werde, und erkläre ihm, dass die Stadt für Sterilisationen 500 und 300 Baht verlangt. Die Kanaille erwiedert ich solle abhauen.

Ich lade die Hunde ein und fahre zurück zum Talat Rung Roht wo ich die Hunde wieder im Haus einquartiere. Da Shana sich nicht mehr durch das Tor zwängen kann oder will, nehme ich sie auf den Arm und hebe sie über die Begrenzungsmauer. Dann füttere ich die Hunde mit Spareribs, die ich vorher besorgt hatte und sie stürzen sich gierig darauf. Offenbar sind sie auch nicht ausreichend gefüttert worden, wenn überhaupt.

Da alle Vier offensichtlich traumatisiert sind, bleibe ich eine Stunde bei ihnen, spreche mit ihnen und streichele und halte sie. Das tut ihnen offenbar gut denn sie werden schnell wieder zutraulich. Am wenigsten scheint Scottie gelitten zu haben und am Meisten Lizzy. Sie zittert und hat offensichtlich Schmerzen wie Shana auch die aber widerstandsfähiger ist. Nach einer Weile fängt Lizzy an zu wimmern und krümmt sich und ich ahne Schlimmes. Sie verlässt den Raum und versucht im Garten Grünzeug zu fressen und scharrt sich eine Kuhle. Offenbar möchte sie sich kühlen.

Da ich noch flüssiges Antibiotikum und entzündungshemmendes Mittel im Kühlschrank habe, fahre ich um es zu holen und verabreiche Lizzy und Shana je eine Dosis. Da sie beide auch Augenausfluss haben, verabreiche ich ihnen noch Augentropfen und schmiere ihre Wunden und auch die von Scottie und Prince mit Betaisadona ein.

Lizzy liegt regungslos und mit geschlossenen Augen im Grass an der Hauswand. Ich befürchte, dass sie sterben wird. Ich lasse die Hunde im Haus zurück. Mehr kann ich im Moment nicht für sie tun. Ich hoffe, dass sie sich im geschützten Raum wieder erholen werden.

Am späten Abend fahre ich wieder zum Haus. Zu meiner Freude begrüßt mich Arnie als ich mein Bike abstelle. Ich bin so glücklich ihn wohlbehalten wiederzusehen. Auch Prince und Scottie kommen auf mich zu. Im Haus suche ich nach Shana und Lizzy, sehe beide aber nicht. Doch dann kommt mir Lizzy aus dem Garten entgegen gelaufen. Offensichtlich hat sie das Schlimmste überwunden. Nun sehe ich auch Shana, die sich wieder durch das Torgestänge nach draußen gezwängt hatte. Ich hebe sie wieder über die Mauer.
Alle Vier und auch Arnie machen sich über das Trockenfutter her. Ich freue mich dass auch Shana und Lizzy wieder Appetit haben.

Ich bleibe noch ein Weilchen bei ihnen und lasse sie zurück, nachdem sie sich alle hingelegt haben. Ich hoffe sie bleiben im Haus. Möglicherweise haben sie ja eine Lektion gelernt und laufen nicht mehr so viel herum. Ich weiß nicht, ob ich sie noch einmal aus dem Lager herausbekomme.

Ich mache mir auch den ganzen Tage Gedanken eine andere Bleibe für sie zu finden und fahre in Naklua herum um etwas Passendes zu finden, aber ohne Erfolg. Ich werde morgen mal in ein Hundeasyl in Huay Yai, am Stadtrand von Pattaya fahren um zu sehen, ob es eine Möglichkeit gibt sie dort unterzubringen.

Freitag, 14. September 2012

Fahre vor der Arbeit zur Cityhall um zu erfahren, wer für die Hundefängeraktionen verantwortlich ist. Nachdem man mich von Tür zu Tür geschickt hat, teilt man mir schließlich mit, dass die fragliche Abteilung in der Soi Buakhao angesiedelt ist.

Fahre dort in der Mittagspause hin und werde schließlich zu meiner Überraschung am hinteren Ende des Gebäudekomplexes zur Tierstation geführt. Glücklicherweise ist die Angestellte, die mir die Ivermectinspritzen zubereitet hatte, anwesend. Nach mehreren Nachfragen und Anrufen teilt sie mir mit, dass die Hunde höchstwahrscheinlich in Tonys Hundeasyl in Putaluang gelandet sind.

Ich hoffe, dass mir morgen Mittag nach der Arbeit Jörg sein Auto leiht, sodass ich mich im Asyl umschauen kann.

Fahre am frühen Abend zum Talat, von Arnie ist jedoch nichts zu sehen. Allerdings kommt Diana mit Bobby im Schlepptau angetrabt. Wenigstens ihn haben sie nicht geschnappt. Fahre am späten Abend noch mal zum Hause aber wieder vergeblich. Ich kontrolliere einen Futternapf, den ich präpariert habe, und stelle fest, dass ein Teil des Futters verschwunden ist. Entweder ist Arnie noch in der Gegend und zeigt sich nicht oder Vögel, die immer im Haus herumschwirren, haben sich bedient.

Donnerstag, 13. September 2012

Am heutigen Tage sind etliche unangenehme und traurige Ereignisse zusammengekommen. Es fing damit an, dass Khun Deng, der Verwalter des Pattaya Bazaar, mit einer Knarre in der Hand in die Kanzlei kommt. Als ich unsere Sekretärin frage was er damit mache sagt sie, dass er damit auf Hunde schieße.

Als ich nach der Arbeit mein Bike abstelle, müllt mich der österreichische Idiot wie üblich von seinem Balkon im dritten Stock aus an. Ich kümmere mich wie zuvor auch nicht darum, er geht mir aber allmählich auf den Senkel.

Ich fahre zum Haus und finde nur Arnie vor. Alles Suchen und Rufen nach den anderen Vieren ist vergeblich. Ich warte noch eine Zeit lang und fahre dann auf einen Markt, um mir ein paar Bananen zu holen. Dort läuft mir der Deutsche, der Blacky auf dem Gewissen hat, über den Weg. Er lächelt nur sparsam, als ich ihn anstarre. Scheint sich wohl nicht mehr so stark zu fühlen, wo er allein ist. Auf dem Rückweg sehe ich Bobby und Diana und halte an um sie zu begrüßen.

Fahre dann zurück zum Apartmenthaus und stelle mein Bike ab. Wieder labert mich der Österreicher vom Balkon aus an und dieses Mal, einigermaßen geladen, rufe ich ihm zu, dass er die Fresse halten soll. Als ich zu meinem Zimmer gehe, das auf der gleichen Etage liegt wie seins, kommt er mir mit einem baseballschlägerartigen Knüppel entgegen und versucht mich zu attackieren. Da kommt er mir gerade recht. Ich greife nach dem Knüppel, den er krampfhaft festhält, und haue ihn ein paarmal gegen die Wand, danach trete ich ihm zweimal in die Eier und als er immer noch nicht nachgibt, trete ich ihm ein Bein weg und er liegt auf dem Rücken. Ich haue ihm eine runter und würde ihm am liebsten richtig in die Fresse hauen, halte mich aber zurück.

Mittlerweile kommen der Securitymann und der Mann von der Rezeption angelaufen und ich übergebe ihnen das Arschloch. Sie haben aber Mühe ihn festzuhalten und er will sich wieder auf mich stürzen. Ich gehe nach unten und lass die beiden weiter machen.

Pat, die Frau an der Rezeption, will mich dazu überreden in die fünfte Etage umzuziehen, ich habe aber keine Lust dazu und versichere ihr, dass sie sich keine Sorgen um mich machen solle. Insgeheim freue ich mich schon auf die nächste Keilerei, war das Highlight des Tages.

Fahre danach noch mal zum Talat Rung Roht. Nun ist auch Arnie nicht mehr zu sehen. Ich laufe den ganzen Talat ab kann ihn aber nicht finden, nur Diana und Charlie sind noch da, Bobby ist auch verschwunden. Ich frage den Securitymann vom Condominium, wo die zwei Hunde sind, die immer dort waren. Er sagt, dass die Stadt mit zwei Hundefängerwagen da war und alle Hunde, die sie zu fassen bekommen haben, eingesammelt haben. Laut seiner Aussage ist die Aktion aufgrund von Beschwerden von Ausländern, die im Condominium wohnen, erfolgt.

Nun ist genau das eingetroffen, was ich immer befürchtet hatte. Laut Aussage des Wächters werden die Hunde nach Bangkok geschafft. Ich werde morgen Mittag zur Cityhall fahren und mich erkundigen, wo die Hunde abgeblieben sein könnten. Wenn ich weiß, wo sie hingeschafft worden sind, werde ich dort hinfahren.

Zum guten Schluss noch eine kleine Enttäuschung: Auf dem Wege zurück sehe ich das Mütterchen, das seit Jahren die Straßentiere versorgt. Ich frage sie, ob sie wisse, wo die Hunde hingeschaffte werden, die von der Straße verschwinden. Sie sagt, dass sie es nicht wisse, dreht sich um und schiebt ihre Karre weiter. Ich hatte eigentlich vor sie mit Ivermectin zu versorgen aber das kann ich mir jetzt wohl auch schenken. Ein trauriger Tag geht zu Ende und ich frage mich, wofür das wohl alles gut sein soll.