Montag, 31. Dezember 2012

Nico bekommt seine dritte Dosis Entwurmung und Kobi seine Zweite. Nico bekommt weiterhin seine Standardmedizin.
 
Leilas Wunde behandele ich mit Antibiotikpuder. Die Heilung wird lange dauern. Ich werde am 2. Januar Ja fragen, ob Leila eine Antibiotik Injektion bekommen kann. Zuvor muss sichergestellt werden, dass sie nicht trächtig ist. 

Nach Mitternacht, nachem die Böllerei aufgehört hat, fahre ich zum Talat aber Prince ist nicht zu sehen, nur Bobby und ein junger Hund, der anscheinend zu jemandem dort gehört, begrüßen mich. Auch Diana hat sich offensichtlich verkrochen. 

Sonntag, 30. Dezember 2012

Fahre heute Morgen wieder mit Nico in die Klinik. Er bekommt die fünfte Chemo und Ja meint, dass wir erst mal zwei Wochen warten sollten und dann schauen, ob der Tumor noch vorhanden ist. Ich frage sie auch nach einem Termin für Serenas Sterilisation und sie meint, dass ich sie am zweiten Januar bringen könne.
 

Ich erkundige mich auch nach dem Schicksal des Hundes, der im angefahrenen Zustand zu Ja gebracht wurde. Der Hund sieht sehr schlecht aus und leidet. Er kann den Kot nicht halten und zittert am ganzen Körper. Ja meint sie wolle warten ob die Thaifrau, die den Hund zu ihr gebracht hat, noch einmal wieder kommt. Ich halte das für unwahrscheinlich und schlage vor den Hund zu einzuschläfern. Ja sagt, sie habe das noch nie gemacht könne es aber tun.

Am Abend nehme ich Leila mit zu mir hoch und behandele die Wunde mit antibiotischem Puder. Ich hoffe, dass diese Maßnahme Wirkung zeigt. Nico bekommt zusätzlich zu seiner Routinemedizin die zweite Dosis Entwurmung und Kobi bekommt eine Nachfolgedosis nach der Ersten vor zwei Wochen.
 
Prince erwartet mich an der Zufahrt zum verlassenen Haus und ich versorge ihn. Er ist immer noch etwas schreckhaft aber scheint sich etwas besser eingefunden zu haben.

Samstag, 29. Dezember 2012

Ich mache mir Sorgen um Leilas Wunde, die nicht recht verheilen will. Werde morgen in der Klinik fragen, ob ich sie mit antibiotischem Puder behandeln soll.

Kobi und Prince bekommen Knochen und ihre Medizin, Kobi die dritte Dosis Ivermectin und Nico neben dem Leberpräparat und dem blutbildenden Medikament auch eine Dosis Entwurmung.

Prince kommt mir auf dem Wege zu verlassenen Haus entgegen und ich füttere ihn mit Knochen. Auf dem Wege zur Wasserstelle kommen uns Bobby und Diana entgegen. Diana folgt uns ein Stück weit zum verlassenen Haus, und als ich dann zurückfahre, folgen mir alle drei und am Weitesten Prince. Ich hoffe aber, dass er nun begriffen hat, dass ich immer wieder komme.

Freitag, 28. Dezember 2012

Fred informiert mich, dass er massiven Ärger mit der Nachbarin hat, die jemand hat kommen lassen, um meine Hunde zu erschießen. Fred hat ihr gesagt, dass ich bereits alle abgeholt habe. Er bittet mich in den kommenden Wochen nicht mehr zu erscheinen, damit die Nachbarin mich nicht mehr sieht.
 
Das ist wieder ein Mal ein schönes Beispiel dafür, dass ich hier an zwei Fronten kämpfe: auf der Seite der Tiere und gegen ignorante Mitmenschen.

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Abends finde ich Prince auf dem Talat und er folgt mir zum verlassenen Haus, wo ich ihn füttere und tränke. Er scheint tagsüber Futter und Wasser gefunden zu haben denn er trinkt erst, nachdem er einige Knochen gefressen hat und selbst die nicht alle, die ich ihm anbiete. Prince scheint sich wohl allmählich einzugewöhnen und liegt ganz ruhig bei mir, als ich mich zu ihm setze. Die Umgebung ist auch nicht die Schlechteste für ihn, denn normalerweise kommt dort nachts niemand hin. Als aber wieder die Knallerei anfängt, läuft er weg und ich nutze die Gelegenheit und fahre.

Ich versorge Leilas Wunde wieder mit Betaisodona. Trocken ist sie immer noch nicht und auch noch ziemlich groß, aber ich kann eigentlich nicht mehr machen.

In der Nacht wache ich von ihrem lang anhaltenden Miauen auf und gehe noch mal zu Leila runter. Ich nehme sie und streichele sie eine Weile und gebe ihr noch ein wenig zu fressen und sie beruhigt sich. Ich weiß nicht, ob sie Schmerzen hat, zu verstehen wäre es ja.

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Leila ist jetzt wohl wieder dauerhaft am Geisterhäuschen, zumindest ist sie über Nacht geblieben und ist auch am Tage zu sehen. Ich behandele sie abends mit Betaisodona was sie sich willig gefallen lässt. Überhaupt ist sie nun schon genauso zutraulich wie Serena.

Am Abend fahre ich zum Talat. Diana macht mich als Erste aus und dann erscheint Bobby und sogar Charly kommt angerannt. Ich gebe ihnen ein paar Knochen und fahre weiter um nach Prince zu schauen.
Da ich ihn nicht sehe, fahre ich zum verlassenen Haus und er kommt mir entgegen. Es scheint, dass er in dem Bereich dort ein Plätzchen gefunden hat. Prince humpelt immer noch. Ich gebe ihm ein paar Knochen und Wasser zu trinken. Im Haus scheint er nicht zu hausen, denn als ich es betrete, folgt er mir nur sehr vorsichtig. Ich gehe mit ihm noch ein Weilchen spazieren und werde dabei von einem Thai angesprochen, den ich schon lange kenne. Wir spielen zwei Partien Pool in der Bar in der er arbeitet. Ich bin zwar noch nicht so sicher mit meinem gebrochenen Arm, aber es geht schon wieder einigermaßen.

Prince bleibt die ganze Zeit in der Nähe und auch Bobby und Diana. Ich lege ihm das Halsband um und beim Abschied gibt es wieder ein bisschen Geknurre von Prince als ich auch Bobby tätschele, es hält sich aber in Grenzen. Als ich schließlich fahre, läuft mir Prince noch ein Stück hinter her, gibt dann aber auf, als ich Stoff gebe.

Dienstag, 25. Dezember 2012

Leila ist am Abend wieder aufgetaucht. Ich nehme sie mit zu mir hoch, entferne den Verband und schmiere die Wunde mit Betaisodona ein. Soweit ich es beurteilen kann, sieht die Wunde so aus als würde sie allmählich zuheilen. Leila ist ganz lieb und lässt sich die Prozedur gefallen.

Fahre danach zum Talat und Prince kommt mir auf dem Wege zum ehemals verlassenen Haus entgegen. Er humpelt etwas und ist ein wenig verstört. Ich setze mich zu ihm und versuche ihn zu beruhigen. Aber hier in Thailand fängt die Böllerei schon zu Weihnachten an, und jedes Mal wenn es knallt, läuft Prince weg, kommt aber immer nach kurzer Zeit zurück. Ich stelle ihm Trockenfutter hin aber er frisst nicht. Dann führe ich ihn zu einer Wasserstelle und er säuft ausgiebig. Diana und Bobby finden sich auch ein und gemeinsam gehen wir zu einem Platz, an dem ich die Beiden normalerweise füttere. Ich bleibe noch ein Weilchen und hoffe, dass sich Prince allmählich einfügt.
  
Jörg legt mir ans Herz den Hunden doch ein Halsband zu verpassen, damit eventuelle Hundefänger vielleicht etwas mehr Zurückhaltung üben. Werde ich machen. 

Ulrike schreibt mir, dass sie mir 1,200 Baht für die Hunde gespendet hat. Das ist eine nette Weihnachtsüberraschung.

Montag, 24. Dezember 2012

Fahre am Abend nach Prince zu schauen und er findet mich schließlich nachdem ich einige Zeit auf dem Talat Rung Roht herumgelaufen bin. Muss dabei aufpassen, dass ich nicht zu auffällig bin und damit die Anwohner darauf aufmerksam zu machen, dass sich Prince wieder eingefunden hat. 

Diana, Bobby und Charly hatten mich natürlich schon vorher entdeckt. Versorge die Hunde mit Knochen und Trockenfutter und laufe dann noch ein bisschen mit Prince herum, um ihm zu vermitteln, dass ich weiterhin für ihn da bin. Er weicht mir nicht von der Seite und will mit mir mit aber er muss ja lernen, dass er mir nicht folgen darf. Es bleibt mir nichts anderes übrig als schnell wegzufahren, sodass er mir nur ein kleines Stück folgen kann und zu hoffen, dass er wieder zum Talat zurückkehrt.

Leila habe ich den ganzen Tag nicht gesehen. Eigentlich müsste ich ihr den Verband abnehmen und die Wunde mit Betaisodona versorgen. Ich schaue nach ihr kann sie jedoch nicht entdecken. In der Nacht werde ich etliche Male von Katzengejaule aufgeweckt und denke, dass es Leila sein könnte. Mehrfach gehen ich auf den Balkon, kann aber in der Dunkelheit nichts von ihr oder einer anderen Katze ausmachen. Ich kann nur warten, dass Leila wieder zurückkehrt. Vielleicht hat sie ja auch ihre Jungen bekommen.

Sonntag, 23. Dezember 2012

Fahre früh morgens in die Klinik. Ja ist nicht da und eine andere Ärztin verabreicht die Chemo, die nur sehr kurz dauert, allerdings zwei weitere Injektionen beinhaltet. Leider stellt die Ärztin fest und ich kann es mit eigenen Augen sehen, dass der Tumor noch vorhanden ist. Die Behandlung soll nun noch zwei Mal fortgesetzt werden.

Leilas Wunde ist immer noch ziemlich groß, aber laut Aussage der Ärztin kann ich Leila nun mitnehmen und die Wunde mit Betaisodona weiter versorgen, ohne dass sie verbunden werden muss, da sich die Unterhaut erholt hat und die Oberhaut dann hoffentlich allmählich zuwächst. Ich bezahle 3,400 Baht und bekomme wieder Tabletten für Nico.

Nachdem ich Nico und Leila zurückgebracht habe, fahre ich nach Huay Yai. Fred hatte mir schon mitgeteilt, dass er nicht da sei und so sehe ich nur die Nichte, die mir auch noch mal sagt, dass ich Prince mitnehmen solle.

Zuerst aber kümmere ich mich um Arnie, Prince, Shana, Lizzy und Scottie. Ich schaffe es sie in ein separates Gehege zu bugsieren, in dem sich nur noch zwei andere Hunde befinden und so kann ich mich ihnen mehr oder weniger ungestört widmen. Insbesondere schaue ich nach Prince, der wie immer mir gegenüber etwas verhalten ist, aber das ist so seine Art und ich weiß, dass er sich trotzdem freut, mich zu sehen. Nach etwas einer Stunde nehme ich Prince auf den Arm und trage ihn aus dem Gehege und an den anderen Hunden vorbei aus dem Tor und verfrachte ihn ins Auto.

Auf dem Wege zurück nach Pattaya fasse ich den Entschluss ihn erst mal wieder im Talat Rung Roht unterzubringen. Dort kennt er sich aus und es ist in meiner Nähe. Es braucht ein paar Überredungskünste ihn freiwillig aus dem Auto zu bekommen aber dann nehme ich ihn mir und wir machen einen Spaziergang durch das Gelände und zu dem ehemals verlassenen Haus, in dem die Hunde einige Monate hausten und das jetzt offenbar einen Käufer gefunden hat, denn es wird renoviert.

Nach etwa einer Stunde hat sich Prince wieder mit der Gegend angefreundet und wir gehen zu Auto zurück, wo uns Diana, Bobby und Charly erwarten. Bobby und Prince hatten sich ja schon mal geprügelt zu der Zeit, als die Hunde noch im verlassenen Haus waren und so bin ich alarmiert. Ich nehme beide beim Schlafittchen und rede ihnen ins Gewissen. Diana scheint auf Prince auch einen positiven Einfluss zu haben und so passiert auch außer ein wenig Geknurre nichts weiter. Ich verteile an alle Knochen und passe einen Moment ab an dem Prince mit seinem Knochen beschäftigt ist und fahre erst mal wieder.

Nach Einbruch der Dunkelheit schaue ich wieder nach Prince und finde ihn auch. Er ist ganz außer sich vor Freude mich zu sehen und gar nicht mehr zurückhaltend und sicher auch erleichtert, dass ich immer noch da bin. Ich bleibe noch eine Weile bei ihm und sehe dass er sich schon recht vorsichtig einem anderen Hund, den ich noch nie vorher im Talat Rung Roht gesehen habe, nähert. Ich fahre dann ganz schnell, damit er nicht hinter mir herläuft.

Am Abend treffe ich noch zufällig einen guten Bekannten, den schon einige Zeit nicht mehr gesehen habe und er spendet mir 2,000 Baht für die Hunde. Das, und dass ich nach meiner Rückkehr feststelle, dass sich Leila wieder am Geisterhäuschen eingefunden hat und sogar der Verband noch intakt ist, ist ein schöner Abschluss des heutigen Tages.

Samstag, 22. Dezember 2012

Habe während der vergangenen Woche Nico täglich seine Tabletten verabreicht. Den Hunden geht es soweit gut und auch Serena ist zufrieden. Ich glaube nicht, dass sie trächtig ist, denn sie wird nicht dicker.

Fred ruft mich an und teilt mir mit dass ich an diesem Wochenende Prince herausholen müsse, da er angeblich eine Katze der Nachbarin totgebissen hat und die Nachbarin verlangt, dass er verschwinden müsse. Ich frage Fred ob ich auch Arnie ausquartieren müsse, aber Fred sagt dass Arnie brav sei.

Sonntag, 16. Dezember 2012

Fahre heute früh mit Nico und Kobi in die Klinik. Kobi bekommt seine dritte Chemo und Kobi will ich einfach nur mal vorstellen. Ja meint, dass Kobi eine leichte Tendenz zur Räude hat und rät mir ihn 4 Wochen lang mit Ivermectin zu behandeln. Sie gibt mir wieder Medikament mit, darunter eine ganze Tüte mit Entwurmungstabletten, die sich nicht berechnet. Ich bezahle nur für die Chemotherapie 1,800 Baht.

Ja sagt, dass die Wunde unter Leilas Achsel allmählich zuheilt. Leila ist ganz lieb und tapfer. Nun will ich noch hoffen, dass sie auch nicht trächtig ist. Ja wird sie am kommenden Sonntag röntgen dann wissen wir mehr. Serena soll ich auch in 2 Wochen wieder vorstellen, und damit sich nach einem weiteren Röntgen sterilisiert werden kann, falls sie wirklich nicht trächtig ist.

Der Kater, der die vergangenen Tage mehrfach aufgetaucht ist, ist heute auch wieder da. Ich nenne ihn Kasimir. Eine schwarz-weiße Katze kommt jetzt auch öfter um sich ihr Futter abzuholen und bleibt zuweilen länger im Geisterhäuschen. Ich nenne sie Yolanda.

Nachdem ich Nico und Kobi wieder zurückgebracht habe, fahre ich zum Tierasyl. Heute fahre ich mit etwas Zurückhaltung dort hin. Das hat zwei Gründe: Zum einen habe ich das Gefühl nicht mehr recht willkommen zu sein und zum Anderen habe ich mir beim letzten Besuch so an die 100 Flohbisse zugezogen, die tagelang gejuckt haben. Ich weiß nicht von welchen Hunden sie stammen, nehme mir also vor den Körperkontakt etwas vorsichtiger anzugehen.

Im Asyl ist wie immer schwer was los, wenn ich am hinteren Bereich ankomme und ich bekomme kaum die Tür auf, weil 10 Hunde gleichzeitig auf mich einstürmen. Ich gehe sofort in ein hinteres Gehege um die Bellerei auf ein Minimum zu reduzieren, da ich weiß, dass das Fred nervt.

Ich begrüße erst mal meine Fünfe und versuche die anderen Hunde ein wenig auf Abstand zu halten. Nur Lucky scheint mich besonders zu mögen und lässt auch nicht von mir ab. Das sieht Prince gar nicht gern und so gibt es wieder Knurrerei. Als ich Prince mal allein erwische verändern sich seine Augen und er schaut mich ganz freundlich an, springt an mir hoch und beißt mir ins T-Shirt wie es so seine Art ist mir seine Zuneigung zu zeigen. Dort wo wir nicht mit allen anderen Hunden zusammen sind, sind auch Shana und Lizzy ganz zugänglich und zeigen ihre Freude.

Seit einiger Zeit lebt auch ein neuer Einzelgänger in dem Gehege, der sich nicht recht einpassen kann oder die anderen Hunde lassen es nicht zu. Es kommt zu einem Zwischenfall, wo sich mindestens 10 Hunde auf ihn stürzen und Arnie verbeißt sich regelrecht mit ihm. Auch Ronnie mischt mit und holt sich dabei eine blutende Nase. Arnie hat eine kleine Wunde über dem linken Auge. Es ist sowieso ein Wunder dass nicht mehr passiert, denn wenn die Hunde miteinander kämpfen geht es richtig zu Sache. Beenden kann man solche Kämpfe eigentlich nur, wenn man mit einem Stock dazwischen geht. Ich hatte aber keinen dabei und so dauert bestimmt 30 Sekunden, bis ich sie wieder auseinander habe.

Ich säubere noch einen Tontopf und fülle ihn mit Wasser, Trockenfutter habe die Hunde im Überfluss, meiner Meinung zu viel, aber frisches Wasser ist nicht immer ausreichend vorhanden.

Während der ganzen Zeit sehe ich nur die Anns Nichte, nicht aber Fred oder Ann. Ich weiß nicht, ob Fred ein Problem mit mir hat, die Nichte ist jedenfalls sehr unfreundlich zu mir.

Dienstag, 11. Dezember 2012

Bin heute wieder bei Diana und Bobby gewesen. Beide sind ok. Auf dem Wege zu Big C sehe ich Saddam und Bessie etwas abseits von Tonys Shop am Straßenrand. Natürlich halte ich an und beide freuen sich wie Bolle mich zu sehen. Auf ihr freudiges Gebelle hin kommen auch Bella, Faye, Foxi und Coco. Randy scheint verschwunden zu sein.

Übrigens, Tony hat auf meine Email nicht geantwortet. Er scheint mit mir abgeschlossen zu haben. In der Email habe ich ihn darauf aufmerksam gemacht, dass Bessie alt genug ist um sterilisiert werden zu kann und ihn auch gefragt, ob die Bankverbindung nach Sa Kaeo immer noch uptodate ist. Ich hatte vor etwas Geld zu überweisen, aber nun weiß ich nicht, ob das Geld dann auch in die richtigen Hände gerät.

Ich denke oft daran wie es Babe, Ronnie, Gina und Holly wohl gehen mag, kann aber im Moment nichts weiter für sie tun. Sobald ich es mir erlauben kann, werde ich mal in das Wat fahren, um mich nach ihnen umzusehen.

Nico scheint die Chemo gut überstanden zu haben, er verhält sich ganz normal und blutet auch nicht mehr. Er bekommt täglich seine Tabletten nachdem ich nach der Behandlung von TVT mit Chemotherapie gegoogelt habe und die Erfolgsaussichten als sehr gut beschrieben wurden, bin ich guter Hoffnung, dass Nico geheilt werden kann.

Ein passendes Haus habe ich nicht gefunden, war auch nicht zu erwarten, aber immerhin hat mir Ja mitgeteilt, dass sie auf dem Röntgenbild keinen Nachweis von Trächtigkeit bei Serena entdeckt hat.

Sonntag, 9. Dezember 2012

Ich hole mir morgens früh das Auto von Jörg und fahre mit Nico und Serena in die Klinik. Nico bekommt die zweite Chemo und Serena wird geröntgt damit sichergestellt wird, ob sie trächtig ist. Das Ergebnis bekomme ich telefonisch mitgeteilt.

Leilas Wunde sieht nicht besser aus. Sie ist bei der Wundversorgung ganz tapfer und lässt sich von mir halten und streicheln. Die Wunde unter ihrem Vorderbein lässt sich schlecht versorgen scheint aber nun bakterienfrei zu sein. Damit Leila sich den Verband nicht abreißt, muss sie einen Kragen tragen. Angenehm ist ihr Dasein zurzeit sicher nicht aber wenn ich sie mitnehmen würde, würde die Wunde wohl nie heilen.

Ich rufe dann Fred an um zu erfahren ob ich Arnie und Prince schon heute abholen muss. Seine lapidare Antwort darauf ist "Nein, musst du nicht."

Mir ist erst mal eine Last genommen und so fahre ich mit dem Scooter zum Tierasyl. Als ich ankomme, ist Fred schon wieder unterwegs aber das Tor ist immer offen und so gehe ich zu den Hunden in den hinteren Bereich und bleibe für zwei Stunden bei ihnen. Am liebsten würde ich ja alle Fünfe sofort mit mir nehmen und ich glaube sie würden mir auch willig folgen, aber das geht ja nun mal nicht.

Prince legt sich immer wieder mit Lucky, einem von Freds persönlichen Hunden, an. Ich mag Lucky und er mich anscheinend auch, und wenn ich ihn streichele, fängt Prince an zu knurren und Lucky knurrt zurück. Arnie ist ganz anhänglich und lässt kaum von mir ab. Scottie kommt auch häufig zu mir aber auf Lizzy und Shana muss ich immer erst zugehen. Sie sind sehr zurückhaltend, das hat aber weniger mit mir zu tun denn als ich mich mit einer neuen Hündin beschäftige, die vom ersten Augenblick auf mich zu kam, stürzen sich Shana und Lizzy eifersüchtig auf sie und beißen sie weg.

Es ist einfach so, dass die eingespielte Gemeinschaft zwischen mir und den Fünfen, so wie sie im Haus am Talat Rung Roht bestand, nicht mehr so natürlich funktioniert. Das ist ja auch kein Wunder. Ich bin aber davon überzeugt dass, wenn es mir mal möglich sein sollte sie wieder zu mir zu nehmen, sich die alte Ordnung wieder einspielen würde.

Nachdem ich wieder im Apartment bin, rufe ich Fred an und wir haben ein langes, gutes Gespräch. Er sagt mir, dass die Hunde eine seiner Lieblingskatzen getötet haben und er deshalb so reagiert hat. Ich verstehe ihn sehr gut, schließlich habe ich selbst zwei Katzen, ganz zu schweigen von all den Katzen, die ich in der Vergangenheit bei mir hatte.

Ich verspreche Fred mich um ein Haus zu kümmern, eine Zusage, dass es in Kürze damit klappt, kann ich ihm jedoch nicht geben.

Freitag, 7. Dezember 2012

Nico bekommt von mir jeden Abend die Tabletten in kleinen Würstchen versteckt und schlingt sie auch gierig herunter. Kobi bekommt auch immer was ab.

Heute Morgen versetzt mir Fred einen Schock. Er schreibt mir eine SMS dass ich Arnie und Prince wieder aus dem Asyl holen soll, da sie schon wieder eine seiner Katzen gejagt und getötet haben.

Ich habe keine Ahnung was ich machen soll. Ich denke daran ein Haus zu suchen aber mit meinen kümmerlichen Finanzen kann ich mir das nicht leisten. Also muss ich einen Platz für sie suchen an dem sie sich aufhalten können, ohne von Anwohnern oder anderen Hunden vertrieben zu werden, wo sie bei Regen unterkriechen können und wo ich sie versorgen kann. Ich werde mich morgen auf die Suche machen und hoffe eine Eingebung zu bekommen. Am Sonntag werde ich sie dann abholen, bevor ich Nico in die Klinik fahre für die zweite Chemo.

Eine gute Nachricht gibt es aber doch: Bobby ist wieder aufgetaucht und auch Charly und der große neue Rüde, den ich nun Boris nenne.

Dienstag, 4. Dezember 2012

Komischerweise werden Serenas Ohrenspitzen nach einer gewissen Zeit immer ganz schmutzig. Habe ihr die Ohren schon mal gewaschen aber nun ist eine neue Säuberung fällig. Ich versuche es draußen am Geisterhäuschen hinzukriegen aber das klappt nicht. Deshalb nehme ich sie einfach mit nach oben in mein Zimmer und dort lässt sich Serena die Ohrenwäsche unter Protest gefallen. Bei der Gelegenheit lasse ich sie über Nacht bei mir und sie fühlt sich sichtlich wohl.

Nico scheint es den Umständen entsprechend gut zu gehen, er ist allerdings nun noch anhänglicher als zuvor. Als ich zum Supermarkt um die Ecke gehe, folgt er mir, solange es geht und fiept, als ich ihn zurücklassen muss. Das hat er sonst nicht getan. Ich hoffe, dass er sich am nächsten Wochenende nicht allzu sehr sträubt, wieder in die Klinik zu fahren.

Montag, 3. Dezember 2012

Während des Tages bekomme ich einen Anruf von Ja, der Ärztin in der Siam Country Klinik, dass ich Nico abholen könne. Ich leihe mir nach der Arbeit Jörgs Auto und fahre zur Klinik. Ja teilt mir mit, dass der Bluttest mehr oder weniger Normalität ergeben hat, und gibt mir nur Tabletten zur Stärkung der Leberfunktion und zur Vermehrung weißer Blutkörperchen. Ja hat mit ihrer Chefin gesprochen und diese hat den Satz für eine Chemo von 2,000 auf 1,800 Baht gesenkt.

Nico hat die erste Chemo gut überstanden und freut sich riesig mich zu sehen. Ich lade ihn ins Auto und wir fahren zurück zum Apartmenthaus wo sich Kobi und Nico begrüßen.

Nachdem ich das Auto zurückgebracht habe, schaue ich nach Diana. Bobby und Charlie sind immer noch nicht zu sehen, auch der andere Hund nicht. Hoffentlich sind nicht wieder die Hundefänger unterwegs gewesen. Wenn Bobby bis zum Sonntag nicht wieder aufgetaucht ist, muss ich ihn wohl im Auffanglager suchen müssen. Ich muss mir dann ja auch wieder das Auto leihen, um Nico für die zweite Chemo in die Klinik zu fahren.

Sonntag, 2. Dezember 2012

Nachdem ich Kobi und Serena versorgt habe fahre ich um die Mittagszeit zum Huay Yai Tierasyl. Auf dem Wege dorthin halte ich an Tonys Laden an. Tony scheint von mir keine Notiz zu nehmen dafür Bella, Foxi, Saddam, Bessie und Faye umso mehr. Sie bellen freudig und springen an mir hoch, besonders Saddam und Bessie wollen gar nicht von mir lassen. Coco liegt etwas entfernt und kommt erst zu mir als ich ihn rufe; Randy sehe ich gar nicht. Ich habe eigentlich vor Tony anzusprechen ob er noch den Tempel in Sa Kaeow unterstützt, in den ich ja Babe, Ronnie, Gina und Holly geben musste. Tony hat aber offensichtlich keine Zeit für mich und sein Angestellter macht mich darauf aufmerksam, dass ihn das Gebell der Hunde störe. Bessie hustet und sieht sehr zierlich aus, ich hoffe sie ist nicht ernsthaft krank. Sie müsste eigentlich sterilisiert werden, denn sie ist nun schon siebeneinhalb Monate alt. Ich werde Tony eine Email schreiben.

Für die Hunde im Asyl habe ich Knochen mitgebracht und alle die zu mir kommen, bekommen einen. Die Begrüßung durch 'meine' Hunde ist wie immer stürmisch, aber da sie wohl mittlerweile wissen, dass ich wieder komme, ist der Abschied nicht mehr so problematisch.

Mit Fred kann ich mich nur kurz austauschen, da er auf dem Wege zur Klinik ist. Ich gebe ihm die fertigen Handzettel und informiere ihn darüber dass im Frühsommer ein Vortrag von ihm im Expat Club organisiert werden kann. Ich verabrede mit ihm auch für die kommende Woche ein Interview für das norwegische Monatsblatt „Thailands Tidende“zu arrangieren, dass ich schon vorbereitet habe. Mittlerweile ist auch schon ein Artikel im „Wochenblitz“ erschienen mit einer kostenlosen Daueranzeige für die kommenden Ausgaben.

Ich frage Fred, welche Erfahrungen er mit Chemotherapie hat und was er in der Nernplubwan Klinik dafür bezahlt. Er sagt, dass manche Therapien erfolgreich sind, manche nicht. Er bezahlt rund 1,000 Baht für eine Behandlung. Das ist die Hälfte der Kosten, die mir die Siam Country Club Klinik berechnen will und deshalb fahre ich bei der Nernplubwan Klinik vorbei um mich schlau zu machen.  Vor der Klinik treffe ich Fred und Ann mit mehreren Hunden im Schlepptau. Ann legt mir nache, keine Knochen mehr mitzubringen weil es sonst Beißereien gibt. Also gibt es nächstes Mal keine Knochen. In der Klink spreche ich mit einer Ärztin die mir mitteilt, dass die Kosten von verschiedenen Variablen abhängen, aber nicht mehr als 1,500 Baht betragen.

Ich fahre anschließend bei der Siam Country Club Klinik vorbei, um nach Nico und Leila zu sehen. Beide sind natürlich nicht sehr glücklich und besonders Nico freut sich mich zu sehen. Ich teile der Ärztin mit, dass mir die Nernplubwan Klinik einen Preis von nicht mehr als 1,500 Baht pro Behandlung genannt hat und sie verspricht mit ihrer Chefin zu sprechen ob am Preis noch was zu machen ist. Das Testergebnis von Nicos Blut ist noch nicht fertig und soll am späten Nachmittag vorliegen. Ich werde informiert, wann ich noch mal vorbei kommen kann.

Samstag, 1. Dezember 2012

Fahre mit Leila und Nico in die Klinik. Es wird festgestellt, dass Leila eine starke Infektion hat und ein bis zwei Wochen in der Klinik bleiben muss, da die Wunde täglich versorgt werden muss. Möglicherweise ist sie auch trächtig, ich mag gar nicht daran denken, falls es so ist. Was soll ich denn dann mit den Jungen machen?

Das Resultat der Untersuchung bei Nico ist noch niederschmetternder. Er hat einen Tumor am Penis und benötigt Chemotherapie. Er bleibt heute auch in der Klinik und muss dann jede Woche wieder hin, bis der Tumor verschwunden ist, hoffentlich.

Es kommen nun erhebliche Kosten in diesem Monat auf mich zu, für die Behandlung von Nico und Leila hat man mir 12 bis 15,000 Baht in Aussicht gestellt, 4,000 Baht gehen an Dogs Paradise und Rattana habe ich auch versprochen etwas zu überweisen. Gut, dass ich den Unfall gehabt habe, dadurch bekomme ich ja etwas Geld von der Versicherung und die Krankenhauskosten sind durch das Schmerzensgeld bezahlt worden.

Ich dachte schon, dass ich in diesem Monat nicht wieder jeden Baht dreimal umdrehen muss bevor ich ihn ausgebe, offensichtlich war das ein Trugschluss.